Aystetten

24.03.2019

In Unterzahl Moral gezeigt

Nicht nur Maximilian Drechsler stemmte sich mit dem SV Cosmos Aystetten gegen die drohende Niederlage. Der Kapitän bereitete gegen den FC Kempten den Anschlusstreffer vor und traf per Elfmeter zum Ausgleich.
Bild: Oliver Reiser

Wie der SV Cosmos Aystetten gegen den FC Kempten einen 0:2-Rückstand  und zu einem  2:2 kommt

Einen ganz wichtigen Punkt im Kampf gegen die Abstiegsrelegation hat der SV Cosmos Aystetten gestern Nachmittag glücklich auf sein Konto gebracht. Nach einem 0:2-Rückstand erkämpften sich die Schützlinge von Trainer Marco Löring gegen den FC Kempten noch ein 2:2-Unentschieden. Der Ausgleich fiel in Unterzahl, nachdem Florian Linder in der 70. Minute die Rote Karte gesehen hatte.

„Angeblich hat er seinem Gegenspieler den Ball hingeworfen“, hatte Löring die Situation auch nicht richtig gesehen. „Aber der Zweikampf im Kopfballduell kann es ja wohl nicht gewesen sein.“ Linder, der eine Minute vor dem Wechsel für den verletzten Manuel Britsch eingewechselt worden wurde, war mit Christian Geiger zusammengerasselt. Zur Pause kam mit Maximilian Heckel ein weiterer Einwechselspieler aufs Feld, der sich gleich mit einem rüden Foul einführte. Da hatte er Glück, dass er nur Gelb sah. Das spricht für die fehlende Linie, die Schiedsrichter Florian Islinger fuhr.

Sehr wohlwollend war auch die Elfmeterentscheidung, die schließlich zum 2:2-Ausgleich führte. Benjamin Sakrak kam zu Fall, als er sich einen Weg gegen Simon Kolb und Maximilian Wuttge hindurch suchte. Max Drechsler, der in der 67. Minute mit einem unwiderstehlichen Solo schon den Anschlusstreffer durch Robert Markovic-Mandic vorbereitet hatte, war’s egal, er verwandelte den Strafstoß zum 2:2 (86.). Fast hätte er in der allerletzten Minute noch einmal zum Punkt schreiten können, doch bei einem Handspiel von Daniel Betz blieb die Pfeife stumm. Das wäre des Guten etwas zu viel gewesen.

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Kempten versäumte es nämlich im ersten Durchgang, als die Hausherren nur eine Chance durch Robert Markovic-Mandic (22.) zu verzeichnen hatten, mehr als einen Treffer zu erzielen. Da brannte es nämlich einige Mal lichterloh im Cosmos-Strafraum. Nur gut, dass Valentin Coca auf dem Posten war. Zunächst parierte gegen Matthias Jörg (28.), dann sensationell gegen den aus fünf Metern köpfenden Felix Thum. Damit hatten seine Vorderleute wohl nicht gerechnet, denn im Nachschuss war Thum dann doch erfolgreich (40.). „Immer der zweite Ball“, ärgerte sich der Cosmos-Keeper maßlos. Grund zum Verzweifeln hatte er auch beim 0:2. Nach einem Stellungsfehler von Xhevalin Berisha nach einer Freistoß von Christian Geiger stand Daniel Betz völlig blank vor ihm (57.) und es stand 0:2. Als die Rote Karte von Linder die gerade begonnene Aufholjagd zu beenden schien, gaben die Aystetter Anhänger nicht mehr viel für ihre Mannschaft. Doch sie wurden eines besseren belehrt. „Angesichts des Spielverlaufes ist der Punkt natürlich glücklich, aber wir haben wieder einmal gezeigt, welche Moral in der Mannschaft steckt“, freute sich Marco Löring nach dem Schlusspfiff.

SV Cosmos Aystetten: Coca – Isufi, Sakrak, Berisha, Klotz (46. Heckel) – Mijailovic – Szilagyi, Drechsler, Britsch (45. Linder) – Markovic-Mandic, Schnurrer (77. Hanselka).

FC Kempten: Bodenmüller – Geiger, Klose, Wuttge, Kolb – Sahin (86. Ernst), Duchardt (73. Müller), Meßlang, Betz – Thum, Jörg (81. John).

Tore: 0:1 Thum (40.), 0:2 Betz (57.), 1:2 Markovic-Mandic (67.), 2:2 Drechsler (86./Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Florian Islinger (Hainsacker). – Zuschauer: 110. – Rote Karte: Linder (70./Aystetten).

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