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Landkreis

15.10.2020

Ligapokal speckt ab

Nach der Punktrunde wird im Ligapokal gegen den Ball getreten.
Bild: Oliver Reiser

Dutzende Vereine ziehen ihre Meldung vom neuen Wettbewerb zurück. Was dahinter steckt und wie es jetzt weitergeht

Als erster der drei schwäbischen Fußball-Kreise startet der Kreis Donau am kommenden Wochenende in den neu geschaffenen Ligapokal. Dieser wurde eingeführt, um die unterbrochene Punktspielsaison 2019/2020, die aufgrund der Corona-Epidemie bis zum Juni 2021 ausgedehnt wurde, mit einem Ersatzwettbewerb zu kompensieren. Ob der Ligapokal, bei dem am Ende die besten Mannschaften in die nächsthöhere Spielklasse aufsteigen dürfen, bis zu den Endspielen im kommenden April durchgeführt werden kann, hängt vom allgemeinen Infektionsgeschehen in Bayern und in Deutschland ab. „Das alles haben wir nicht in der Hand“, hofft Kreisspielleiter Franz Bohmann, dass es auf der Ebene des Fußballs zu keinem zweiten Lockdown kommen wird. Die Zusammenstellung der einzelnen Gruppen und der Spielpläne haben den zuständigen Spielgruppenleitern einiges abverlangt.

Ursprünglich hätte auch im Kreis Augsburg der Ligapokal längst anfangen sollen, doch aufgrund von Verschiebungen im Spielplan hat der neu eingeführte Wettbewerb immer noch nicht begonnen. Nun gibt es mit dem 31. Oktober aber einen offiziellen Termin. Allerdings für weniger Mannschaften als ursprünglich geplant. Denn mittlerweile haben rund 35 Vereine im Kreis Augsburg ihre Meldung zurückgezogen.

Laut Kreisspielleiter Reinhold Mießl wurde dieses Angebot eigentlich für diejenigen Mannschaften gemacht, die bereits mehrere Nachholspiele austragen müssen. So etwa die Kreisligisten Kissinger SC und BC Aichach, die schon zwei Partien im Rückstand sind. Beide meldeten sich aber erneut für den Ligapokal. Mießl: „Wir hatten damit gerechnet, dass doch mehrere Vereine zurückziehen. Wir haben ganz klar gesagt, dass es auch Nachholspiele unter der Woche geben kann“, so der Täfertinger, der hinzufügt: „Vor allem viele zweite Mannschaften in der B-Klasse haben zurückgezogen. Einige Absagen haben uns auch überrascht.“

So wie die des TSV Dasing. Von Nachholspielen ist der Aufsteiger nicht betroffen, dennoch sieht man beim Kreisligisten den Pokal mittlerweile kritisch: „Der sportliche Wert ist ohnehin gering. Auf der anderen Seite steigen überall die Zahlen. Deshalb verzichten wir“, so TSV-Abteilungsleiter Mike Schaeffer, der die verbleibenden Wochenenden anders nutzen würde: „Wer weiß, was nächstes Jahr alles auf uns zukommt. Da wäre es besser, wir spielen jetzt alle Nachholspiele und möglichst viele von der Meisterschaft. Dann ist es die fairste Lösung.“

In der Kreisklasse Nordwest haben neben dem TSV Meitingen II auch der TSV Leitershofen, der TSV Steppach und der TSV Welden ihre Teilnahme am Ligapokal abgesagt. „Der Ligapokal besitzt bei uns keine Priorität“, sagt Weldens Trainer Clemens Schneider und erklärt den Hintergrund: „Wir haben große Probleme, dass wir die Leute zusammen bekommen und wollen schauen, dass alle wieder fit werden.“ Dazu trainiert man weiterhin einmal die Woche. Mit Spielen ist aber nach der Partie bei der SpVgg Bärenkeller für dieses Jahr Schluss.

So ist das mit dem Ligapokal: Die einen empfinden ihn als lästig. Andere wiederum sehen darin eine Chance, sich in diesem Wettbewerb Selbstvertrauen zu holen. Und es kann sich lohnen: Wer den Ligapokal in seiner Klasse gewinnt, kann sich somit einen Aufstiegsplatz in die nächst höhere Liga sichern. Theoretisch könnte somit ein durch die Liga feststehender Absteiger somit den bitteren Gang in die untere Liga vermeiden.

Der Ligapokal im Kreis Augsburg läuft bis zum 29. November, dann erst ist Winterpause. Im Frühjahr starten die heimischen Fußballer ebenfalls mit dem Ligapokal. Die Zwischenrunde der Kreisliga ist auf den 21. März terminiert. Anders als ursprünglich geplant gibt es keine Hin-und Rückspiele in der Gruppenphase und auch die Zwischenrunde wird einfach gespielt. Die Liga wird am 18. April fortgesetzt.

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