Für den TSV Dinkelscherben hätte der Doppelspieltag an Ostern kaum besser laufen können: Vier Tage nach dem 1:0-Sieg gegen den TSV Ziemetshausen setzten sich die Lila-Weißen auch im Auswärtsspiel beim Kissinger SC hauchdünn mit 1:0 durch. Der goldene Treffer fiel diesmal nicht vom Elfmeterpunkt, sondern per direktem Freistoß.
Die Partie am Ostermontag begann umkämpft, nach einer frühen Abtastphase nahm die Partie spätestens ab der 15. Minute an Fahrt auf. Die erste Chance für die Hausherren hatte Lukas Siebert, der den Ball am linken Pfosten vorbeispitzelte (17.). Nur wenige Minuten später gelang Dinkelscherben jedoch der Führungstreffer: Elias Sirch wurde an der Strafraumgrenze gefoult, den fälligen Freistoß nagelte Dominik Mayrock zum 1:0 in den linken Winkel - ein sehr sehenswerter Tor (23.).
Mit der Führung im Rücken war die Finkel-/Fürst-/Schmid-Elf jetzt vor allem defensiv gefordert. Bei den Kissingern, die in der Vorwoche Sebastian Bregulla als neuen Trainer engagierten, ging viel über die rechte Seite. In Minute 26 scheiterte der ehemalige Neusässer Julian Schmid am Außennetz, für die Lila-Weißen setzte Phillip Schmid einen Fernschuss neben den Kasten (35.). Gefährlich wurde es auch bei einem weiteren Mayrock-Freistoß, doch sowohl der sehr auffällig agierende Sirch als auch Alexander Bäurle segelten an der Hereingabe knapp vorbei (45.+2).
Lukas Kania hält erneut einen Elfmeter
Nach dem Wiederanpfiff musste Dinkelscherben früh wechseln, da Lukas Hörtensteiner mit Verdacht auf Muskelfaserriss nicht mehr weitermachen konnte (50.). Nachdem Spielertrainer Schmid erneut am gegnerischen Keeper scheiterte (53.), übernahm Kissing das Kommando. Bis auf zwei Gelegenheiten durch Siebert (57.) und Lukas Genitheim (62.) konnten die Lila-Weißen dem Druck jedoch standhalten – bis zur 83. Minute, als der Gastgeber einen Handelfmeter zugesprochen bekam. Siebert trat vom Punkt an, scheiterte aber am glänzend reagierenden Lukas Kania, der bereits gegen Ziemetshausen einen Elfmeter parieren konnte (85.). Chancenlos wäre der TSV-Schlussmann allerdings bei einem Volleyschuss von Genitheim gewesen, der an die Unterkante der Latte knallte (90.). Dann war Schluss vor 170 Zuschauern in Kissing und der TSV Dinkelscherben durfte sich über den zweiten 1:0-Sieg in Folge freuen. (ilia)
Kissinger SC: Braun, Genitheim, Binder, Vassallo (57. Lachner), Röhrer, Schmid, Strehle (62. Buchhart), Guggumos, Berglmeir, Willis, Siebert.
TSV Dinkelscherben: Kania - Berchtenbreiter, Wiener, Motzet, Mayrock - Singl, Hörtensteiner (49. Memaj) - Jo. Kastner (56. Brecheisen), A. Bäurle, Sirch (86. Wenisch) - Schmid (90.+1 Ju. Kastner)
Tor: 0:1 Mayrock (23.). - Bes. Vork.: Kania (TSV Dinkelscherben) hält Handelfmeter von Siebert (85.). - Schiedsrichter: Daniel Weber (TSV Krumbach). - Zuschauer: 170.