1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Alle sind in der Pflicht, Assistenzsysteme nachzurüsten

Alle sind in der Pflicht, Assistenzsysteme nachzurüsten

Kresse.jpg
Kommentar Von Ina Marks
07.11.2019

Der Schritt der Stadt Augsburg, freiwillig ihre Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten nachzurüsten, ist bemerkenswert. Er bringt Firmen unter Zugzwang.

Die Nachrichten über tödliche Abbiegeunfälle reißen nicht ab. Anfang Oktober erst ist in Münchens Innenstadt in einer solchen Situation eine 32 Jahre alte Fahrradfahrerin ums Leben gekommen. In der Regel sind es Großfahrzeuge, die in diese schlimmen Unfälle verwickelt sind. Ihr toter Winkel ist deutlich größer als der von Autos.

Die Abbiegeassistenz-Systeme sind kein Allzweckmittel gegen diese Gefahr. Aber mit ihnen kann sicherlich ein großer Teil der Abbiegeunfälle vermieden werden. Darum ist überhaupt nicht zu verstehen, warum das Bundesverkehrsministerium nicht deutschlandweit die Assistenzsysteme verpflichtend einführt, sondern wartet, bis es EU-weit umgesetzt wird.

Umso bemerkenswerter ist der Schritt der Stadt Augsburg, freiwillig ihre Fahrzeuge nachzurüsten. Es darf auch nicht länger gewartet werden, bis die EU soweit ist. Jedes Unfallopfer ist eines zu viel. Auch für Firmen gibt es längst keine Ausreden mehr, warum sie ihre Fahrzeuge nicht mit den Systemen ausstatten. Zumal hier keine Unsummen investiert werden müssen. Unternehmen haben eine Fürsorgepflicht – nicht nur Radfahrern und Fußgängern und deren Familien gegenüber, sondern auch gegenüber ihren Lkw-Fahrern und deren Angehörigen.

Lesen Sie dazu den Artikel: Toter Winkel: So wird es für Radler in Augsburg sicherer

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren