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Fußball

31.03.2021

Amateurkicker haben das Hinhalten satt

Die Amateurfußballer verlieren langsam die Geduld. Lieber würden sie die Saison abbrechen.
Foto: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Der BFV hat einen Vier-Punkte-Plan vorgestellt und will über einen Saisonabbruch diskutieren. So denken Augsburger Vereine über die Verbandspläne.

Mit einem Vier-Punkte-Plan hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) auf die jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie reagiert. Wenn nicht spätestens ab dem 3. Mai als Mannschaft mit Körperkontakt trainiert werden kann, will der Verband mit den Vereinen über einen Abbruch der Saison 2019/21 entscheiden.

Günther Schmidt bleibt skeptisch. ,„Ich kann mir bei der Entwicklung der Corona-Zahlen nicht vorstellen, dass sie bis zum 3. Mai den Trainingsbetrieb freigeben“, sagt der Fußball-Abteilungsleiter des TSV Haunstetten. Er spricht sich für einen Abbruch der Spielzeit aus. „Die Spieler haben das ewige Hinhalten satt.“ Schmidt war lange Zeit fürs Weiterspielen und ein vernünftiges Saisonende. „Mittlerweile bin ich aber zu der Erkenntnis gelangt, dass es einfach keinen Sinn mehr macht.“

Türkspor-Abteilungsleiter Gürbüz ärgert sich über Vorgehen

Dieser Meinung schließt sich Abteilungsleiter Adem Gürbüz von Türkspor Augsburg an – auch wenn aus seiner Sicht nur dann von Fairness gesprochen werden könne, wenn zu Ende gespielt wird. Der Funktionär ärgert sich darüber, wie seit dem Abbruch im Oktober alles abläuft. „Es ist ein ständiges Hin und Her und ein endloses Warten“, kritisiert Gürbüz. Die Bayernliga-Spieler versuchten fit zu bleiben. Einfach sei das nicht. „Aber wir müssen das Beste aus der Situation machen.“

Im September hat Maximilian Ebert als Trainer beim Kreisklassisten TSV Pfersee übernommen. Er erklärt: „Wir würden vom Abbruch profitieren, da wir momentan Tabellenführer sind.“ Wird abgebrochen, tritt in den Ligen die Quotientenregel in Kraft: Die Punkte werden durch die Spiele geteilt. Vorausgesetzt, die Hälfte aller Ligaspiele ist absolviert worden.

Kreisklassist TSV Pfersee würde von einem Saisonabbruch profitieren

Eine klare Meinung vertreten Ebert und seine Spieler nicht. Einige wollen zu Ende spielen, andere nicht. Seit Oktober haben die Spieler nicht mehr miteinander trainiert, jeder ist wegen des Virus vorsichtig. Und das wöchentliche Online-Training sei nicht mit dem üblichen Teamtraining vergleichbar. „Es fehlt der direkte Kampf um den Ball“, sagt Ebert.

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