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Augsburg
14.09.2021

Büchereien, Bäder & Co.: Augsburg schränkt wegen Corona Angebot ein

Das Augsburger Gesundheitsamt benötigt wegen der hohen Corona-Fallzahlen wieder mehr Personal.
Foto: Ulrich Wagner

Weil das Augsburger Gesundheitsamt wegen der vielen Corona-Fälle mehr Personal braucht, gibt es Abstriche unter anderem bei Büchereien und Bädern.

Die Stadt Augsburg hat seit Montag vorübergehend einige Dienstleistungen eingeschränkt. Der Grund ist die hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen. Dadurch ergibt sich nach Angaben der Stadt ein erhöhter Personalbedarf im Gesundheitsamt. Rund 140 städtische Personalkräfte werden demnach unter anderem bei der Erfassung von Fällen, der Kontaktnachverfolgung oder an der Corona-Hotline gebraucht. Weitere rund 30 städtische Beschäftigte stünden zur Verfügung, um bei steigenden Inzidenzen die Gesundheitsverwaltung ebenfalls zu unterstützen.

Büchereien: Seit Montag hat die Stadtteilbücherei in Göggingen bis auf Weiteres geschlossen. Die Bücherei in Lechhausen ist statt bisher an fünf Wochentagen nur noch dienstags und freitags geöffnet. Auch die Stadtteilbücherei Kriegshaber schränkt ihre Öffnungszeiten ein. Grund für diese Einschränkungen sind die Anforderungen zur Überwachung der für Büchereien geltenden 3G-Regeln. Geöffnet ist die Stadtteilbücherei ab sofort dienstags von 12 bis 15 Uhr, mittwochs von 10 bis 15 Uhr und donnerstags von 13 bis 17.30 Uhr. Freitags ist geschlossen. Bis 17. September ist die Stadtteilbücherei Kriegshaber zudem täglich zwischen 12.30 Uhr und 13.15 Uhr geschlossen. Eingeschränkter Betrieb herrscht auch in der Zentrale der Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz. Sie ist von Montag bis Freitag nur zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Vor Corona galt eine tägliche Öffnungszeit in der Woche von 10 bis 19 Uhr. Am Samstag muss die Öffnungszeit um eine Stunde reduziert werden, die Bücherei ist dann von 11 bis 15 Uhr geöffnet.

Soziales: Wie das Sozialreferat mitteilt, ist die telefonische Erreichbarkeit in einigen Dienststellen eingeschränkt. Dies gilt für das Amt für Soziale Leistungen, das Amt für Kinder, Jugend und Familie, das Amt für Wohnbauförderung und Wohnen sowie die Geschäftsstelle des Seniorenbeirates und das Sozialreferat selbst. Für Beratungs- und Vorsprachetermine ist eine telefonische Vereinbarung vorab aber erforderlich. Alle Dienstleistungen können laut Stadt weiter erbracht werden, es könne aber zu „geringfügigen Verzögerungen“ kommen. Die Beantwortung von Anfragen, Briefen und E-Mails könne ebenfalls etwas länger dauern als bisher. Nicht besetzt ist derzeit das „Wohnbüro“ im Amt für Wohnbauförderung und Wohnen (Mittlerer Lech 5). Auch die aufsuchende Mietschuldenberatung (Amt für Soziale Leistungen) kann nicht durchgeführt werden. Soweit dringender Beratungsbedarf besteht, wird um eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem Sozialamt gebeten.

Bäder: Die Hallenbadsaison startete am Montag mit der Öffnung des Alten Stadtbads und des Spickelbads. Eine Woche später folgt das Bad in Haunstetten. Das Hallenbad Göggingen muss für den öffentlichen Badebetrieb bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Die Einrichtung öffnet am Dienstag zunächst nur für den Schul- und Vereinssport. Weil jeweils eigenes Aufsichtspersonal eingesetzt wird, können die Belegungszeiten für den Vereins- und Schulsport ausgeweitet und zusätzlich benötigte Kapazitäten gewonnen werden.

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Baubereich: Auch aus dem Bereich des Bauwesens sind Beschäftigte ans Gesundheitsamt abgeordnet. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung etwa im Stadtplanungsamt könnten Aufgaben nur teilweise von Vertretungen übernommen werden, teilt die Stadt mit. Daher komme es bei etlichen Projekten zu Verzögerungen. Dies betreffe zum Beispiel eine Reihe von Bebauungsplanverfahren für zirka 300 Wohneinheiten. Im Tiefbauamt bleibe es bei längeren Bearbeitungszeiten für Anträge und Genehmigungen. Daher wird von der Stadt „dringend“ eine frühzeitige Antragstellung empfohlen.

Sonstiges: Auch im Umweltamt kommt es zu längeren Bearbeitungszeiten. Beim Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen muss mit Verzögerungen bei der Beantwortung öffentlicher Anfragen gerechnet werden. Im Bürgeramt – Bereich Sozialversicherung – ist nur eine eingeschränkte Erreichbarkeit gewährleistet. Dagegen sind derzeit alle Bürgerbüros regulär erreichbar. (AZ, jöh)

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