Newsticker
RKI meldet 8103 Neuinfektionen und 96 Tote
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Augsburger Sinti-Chefin äußert sich zum AfD-Eklat im Landtag

Augsburg

24.01.2019

Augsburger Sinti-Chefin äußert sich zum AfD-Eklat im Landtag

Marcella Reinhardt erlebte den Eklat im Bayerischen Landtag.
Bild: Peter Fastl

Plus Die Augsburgerin Marcella Reinhardt erlebte den Abgang der AfD-Abgeordneten: „Ich war sprachlos.“ Was AfD-Mann Markus Bayerbach sagt.  

Als Marcella Reinhardt eine Einladung zum Holocaust-Gedenken im Landtag erhielt, fühlte sich die Regionalvorsitzende der Sinti und Roma sehr geehrt. Was sie aber in München erlebte, treibt ihr noch am Tag danach die Tränen in die Augen. „Ich saß direkt hinter den AfD-Abgeordneten, was ich anfangs gar nicht wusste“, erzählt Reinhardt. Ein Großteil der Abgeordneten hatte den Saal während der Rede von Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, verlassen. Einer habe gesagt „und jetzt raus“. Und dann seien sie aufgestanden und gegangen.

Sie spricht von einem Schlag ins Gesicht

„Ich war sprachlos“, sagt Reinhardt. Sie trauert noch heute um Angehörige, die im KZ sterben mussten, weil die Nationalsozialisten Angehörige der Sinti und Roma ebenso wie Juden als nicht lebenswert erachteten. Das Verhalten der AfD-Abgeordneten sei für sie wie ein Schlag ins Gesicht gewesen.

Dennoch wird die schwäbische Sinti-Chefin die Veranstaltung nicht nur in schlechter Erinnerung behalten. Das Geigenspiel ihres Neffen Nico Franz und die Reden von Knobloch und der Landtagspräsidentin Ilse Aigner seien sehr ergreifend gewesen.

Markus Bayerbach, AfD-Abgeordneter, fehlte bei der Abstimmung entschuldigt.
Bild: Ulrich Wagner

Augsburger AfD-Abgeordneter fehlte entschuldigt

Entschuldigt gefehlt hat bei der Landtagssitzung der Augsburger AfD-Landtagsabgeordnete. Er kam am Sitzungstag von einer Veranstaltung aus Brüssel zurück. Am Donnerstag sagte Markus Bayerbach: „Es war aus meiner Sicht nicht angemessen von Charlotte Knobloch, aus parteipolitischen Gründen gegen die AfD herzuziehen.“ Die AfD verharmlose den Nationalsozialismus nicht. (bau/möh)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

24.01.2019

"Die AfD verharmlose den Nationalsozialismus nicht"
.
Genauso ist es. Dies wird von den Medien nur laufend anders dargestellt. Bestes Beispiel: Das "Denkmal der Schande" in der Hauptstadt.
Der Holocaust war und ist eine Schande für Deutschland, das streitet kein Normaldenkender ab. Und das Denkmal in Berlin ist deshalb auch das Denkmal dieser Schande! Aber in den Medien wird dies immer so dargestellt, dass die AfD das Denkmal als Schande ansieht. Und genau dies ist die Manipulation der Bevölkerung durch die Medien!!

Permalink
25.01.2019

Die auf "Denkmal der Schande" verkürzte Darstellung ist tatsächlich mehrdeutig und für die Auseinandersetzung mit der Afd ungeeignet.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article161286915/Was-Hoecke-mit-der-Denkmal-der-Schande-Rede-bezweckt.html

Der Gesamtkontext der Rede wird mit dieser Passage deutlicher:

>> „Diese dämliche Bewältigungspolitik“, so sagte Höcke, „die lähmt uns heute noch. Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. Wir brauchen keine toten Riten mehr.“ <<

Damit ist es am Ende unerheblich, welche Bedeutung beim Denkmal gemeint war.

Permalink
24.01.2019

...mal wieder klare Fronten: hier die mutmaßlichen Opfer, dort die wahrscheinlichen Nazis. Oh welch einfaches Weltbild!

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren