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Ostermarsch

03.04.2021

Augsburger demonstrieren bei stationärem Ostermarsch für Frieden

Die Teilnehmer des Augsburger Ostermarsches setzen sich für niedrigere Militärausgaben ein.
Foto: Annette Zoepf

In Augsburg beteiligen sich laut Veranstalter 160 Personen am diesjährigen Ostermarsch. Ein Redner nannte aus seiner Sicht positive Nebeneffekte der Pandemie.

Der 40. Augsburger Ostermarsch hat dieses Jahr durch die Corona-Pandemie bedingt nicht in Bewegung, sondern stationär auf dem Rathausplatz als Kundgebung stattgefunden. Im Jahr 2020 hatte er bereits durch Corona ausfallen müssen. Laut Veranstalter nahmen bis zu 160 Personen daran teil, nach eigener Zählung unserer Redaktion befanden sich rund 100 Personen auf dem Rathausplatz, die Fluktuation miteinbezogen.

Die Ostermärsche finden am Karsamstag in vielen Städten statt. Die traditionsreichen Kundgebungen stellen sich im Jahr der Bundestagswahl unter anderem gegen eine Erhöhung der Militärausgaben. Auch die grundsätzliche Vorgabe der Nato an ihre Mitgliedsstaaten, zwei Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung für die Verteidigung auszugeben, lehnen die Friedensgruppen ab. Getragen werden die Aktionen von verschiedenen Organisationen. Vergangenes Jahr gab es pandemiebedingt kaum Märsche.

Forderung der Ostermärsche: Militärausgaben sollen bis 2025 reduziert werden

Karl Augart von der Augsburger Friedensinitiative wertete in seiner Rede als positiven Nebeneffekt der Corona-Pandemie, dass nach jetzigem Diskussionsstand der Miltärhaushalt auf Vorschlag des Finanzministeriums bis 2025 um 44 Milliarden gekürzt werden solle. Bewaffnete Drohnen und Ersatz der Tornadoflugzeuge sollten möglicherweise nicht realisiert werden sollten. Weitere Redner beklagten die jüngsten Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und Russland. Teilnehmer wandten sich auf Transparenten gegen Militarisierung und forderten "Wohnen statt Drohnen". An dem Augsburger Ostermarsch hatten sich unter anderem Attac Augsburg, die GEW Augsburg, Pax Christi, die "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten" Kreisvereinigung Augsburg, B90/Die Grünen OV Augsburg und das Augsburger Klimacamp beteiligt. (AZ/dpa)

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05.04.2021

Die Ostermärsche finden dieses Jahr nicht trotz Corona, sondern wegen der Pandemie statt - natürlich mit Abstand und Masken. Denn während zig Milliarden Euro für Rüstung und Kriegsvorbereitung ausgegeben wurden, hat man in der Bundesrepublik gleichzeitig Krankenhäuser geschlossen und Pflegekräfte miserabel bezahlt. Das hat mit dazu geführt, dass es jetzt zu wenig Betten auf Intensivstationen gibt. Und währen den Bürgerinnen und Bürgern erklärt wird, sie sollten ihre Mobilität einschränken, werden im Rahmen des NATO-Großmanövers 2021 zehntausende von Soldatinnen und Soldaten aus ganz Europa und den USA gen Osten gekarrt. Wie kann das sein? Gerade die Pandemie und auch die drohende Klimakatastrophe zeigen doch, dass unsere Probleme nur gemeinsam gelöst werden können. Aufrüstung, Säbelrasseln und ein neuer Kalter Krieg verschärfen die Krisen nur noch weiter. Daher ist es wichtig, dass die Friedensbewegung weiter aktiv bleibt und ist zu wünschen, dass noch viel mehr Menschen für den Frieden auf die Straße gehen.

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04.04.2021

Unter Einhaltung der Abstandsregeln und mit Masken haben Menschen bundesweit wie auch in Augsburg für Frieden und Abrüstung demonstriert. Die Rüstungsexporte aus Deutschland in Kriegs- und Krisengebiete und in Staaten mit groben Menschenrechtsverletzungen machen deutlich, dass die Ostermärsche weiterhin ihre Berechtigung haben.

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