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Augsburg

19.04.2019

Bürgerhaus: Für eine Zukunft ohne Streitigkeiten

Sozialbürgermeister Stefan Kiefer und Bürgerhaus-Leiter Peter Luibl (hinten von links) begrüßten die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt.
Bild: Annette Zoepf

In Pfersee beschäftigen sich rund 50 Besucher in einer Bürgerwerkstatt mit den umstrittenen Erweiterungsplänen fürs Bürgerhaus.

Im Saal des Bürgerhauses Pfersee finden ganz unterschiedliche Angebote statt: Die Palette reicht von Konzerten über Vorträge und Feste bis zu Gymnastikkursen. Die Veranstaltung am Montagabend hob sich jedoch vom Üblichen ab: Die rund 50 Besucher, die in mehreren Tischgemeinschaften über Plänen saßen, tüftelten an der Zukunft des Bürgerhauses selbst.

Zu der Werkstatt hatte die Stadt unter Regie von Sozialbürgermeister Stefan Kiefer eingeladen, um die Differenzen bei der Erweiterung der Begegnungsstätte zu beseitigen. Wie berichtet, stehen vor allem die Bürgeraktion Pfersee und der CSU-Ortsverband den Plänen kritisch gegenüber.

Manchen ist das Raumkonzept egal

Bei der Werkstatt waren aber nicht nur Vertreter der beiden Organisationen dabei, sondern auch Besucher und Mieter des Bürgerhauses. Stefan Glocker, Chef der Volkshochschule, brütete über den Raumplänen. „Mir ist wichtig, dass wir künftig dasselbe haben, das wir jetzt haben“, sagt er. Aktuell bietet die Vhs in den Räumen an der Stadtberger Straße pro Semester rund 20 Kurse an. An einem anderen Tisch sitzen ein Mann und eine Frau, denen das Raumkonzept „eigentlich egal“ ist. „Wir sind Nachbarn und wollen wissen, wie hoch das Gebäude wird.“ Mit den Architekten Alfred Wolff und Manfred Gilg, die anfangs einen Überblick über das Bestandsgebäude und die Erweiterung gegeben hatten, kamen die beiden Gäste dann im kleinen Kreis ins Gespräch.

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Kleineres Gebäude ergibt mehr Freifläche

Prinzipiell will die Stadt an dem Erweiterungstrakt auf der Freifläche zwischen Bürgerhaus und Jugendzentrum festhalten. Dabei geht es auch um die Abstandsflächen. „Wir können nicht dem Stadtjugendring auf den Pelz rücken“, so Kiefer. Nicht zu rütteln ist nach seinen Worten auch am Standort und an der konzeptionellen Fortentwicklung mit dem Schwerpunkt Familie. Weil die ursprünglich geplante Erziehungsberatungsstelle wegfällt, soll der zweigeschossige Erweiterungstrakt um rund 50 Quadratmeter pro Stockwerk kleiner werden – und damit weniger Freifläche beanspruchen.

Um die Gestaltung der Außenflächen ging es bei einem zweiten Werkstatttermin nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe. Die Ergebnisse beider Abende sollen nun in die Vorlage einfließen, über die der Sozialausschuss des Stadtrats am 28. Mai in einer Sondersitzung abstimmt.

Lesen Sie dazu auch: Interessen klaffen auseinander Bürgerhaus Pfersee: Eine Werkstatt soll es richten Pfersee: Erweiterungspläne fürs Bürgerhaus schaffen tiefe Gräben

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