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"Corona-Demo" in Augsburg: Form der Kritik ist unsolidarisch

"Corona-Demo" in Augsburg: Form der Kritik ist unsolidarisch
Kommentar Von Ina Marks
10.05.2020

Plus Man kann über die Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie diskutieren. Aber diese Veranstaltung war ein Bärendienst an die Bürger.

Die hohe Teilnehmerzahl an der Protestveranstaltung auf dem Rathausplatz zeigt, dass etliche Menschen die Corona-Vorgaben nicht länger hinnehmen wollen. Der Wunsch nach Normalität ist nachvollziehbar. Viele plagen existenzielle Sorgen. Es ist auch verständlich, dass manche sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen. Doch die Demonstranten haben den Bürgern mit ihrer Aktion einen Bärendienst erwiesen.

Klar lässt sich der Sinn mancher getroffener Infektionsschutzmaßnahmen diskutieren und hinterfragen. Warum etwa darf ein Friseur Kunden die Haare schneiden, nicht aber die Augenbrauen behandeln? Es ließen sich sicherlich ein paar mehr absurde Beispiele finden.

Bei der "Corona-Demo" in Augsburg halten nicht alle Abstand

Aber dass Demonstranten, ohne Abstand einzuhalten, auf dem Rathausplatz „Widerstand“ skandieren und es im Schlusswort heißt „scheißen sie auf die Maske und fordern sie ihre Grundrechte ein“ ist ein Schlag in die Magengrube derjenigen Menschen, die seit Wochen mithelfen, die Pandemie einzudämmen.

Wer Maßnahmen befolgt, sich selbst beschränkt und persönliche Konsequenzen hinnimmt, der unterwirft sich nicht unkritisch einer Obrigkeit. Er zeigt vielmehr Solidarität und Fürsorge, indem er Ansteckungen verhindert.

Dass wir über ein Ende der Schutzmaßnahmen diskutieren und für die Freiheit streiten, bleibt uns dabei unbenommen.

Lesen Sie dazu den Artikel: 500 Menschen demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen

Rund 500 Personen haben am Samstag auf dem Augsburger Rathausplatz gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert.
53 Bilder
So war die Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Augsburg
Bild: Peter Fastl
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11.05.2020

"Klar lässt sich der Sinn mancher getroffener Infektionsschutzmaßnahmen diskutieren und hinterfragen. "
Mit den ersten Informationen hatte man den Virus mit Ebola gleich gesetzt. Die Angst hat man im Nahverkehr gesehen.
Mit immer mehr Informationen wissen wir nun, das das ein normaler Virus ist, der uns jedes Jahr trifft.
Nur unsere Grundrechte hatte es bisher nie berührt.
WENN die Regierung unsere GESUNDHEIT wichtig ist, wieso sind immer noch so viele Lebensmittel mit Zucker versetz?
Wieso bekommen wir Glyphosat zum Essen? Und wieso werden Importe nicht nach deutschen Maßstab kontrolliert?

(edit/mod)

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