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Verkehr

11.07.2019

Das Augsburger Parkleitsystem soll Ende 2020 funktionieren

In Augsburg soll ein neues Parkleitsystem entstehen. Bis Ende 2020 soll es nach dem Willen von Baureferent Gerd Merkle in Betrieb genommen werden. Das alte Parkleitsystem der Stadt ist über 25 Jahre alt.

Autofahrer und Handel warten schon lange auf ein neues Parkleitsystem. 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen. Das System soll nur der erste Schritt sein.

Die Stadt will Anfang kommenden Jahres mit dem Bau des neuen Parkleitsystems beginnen. Bis Ende 2020 wird es in Betrieb gehen. Inzwischen, so Baureferent Gerd Merkle (CSU), wurde auf dem Papier ein Routensystem ausgearbeitet, das Autofahrern aus allen Richtungen kommend den Weg in die Innenstadt weist. Dort werden die Autofahrer dann je nach gewünschtem Zielgebiet (Rathaus/Theater/Fußgängerzone, Hauptbahnhof, Maximilianstraße oder City-Galerie) zu einem der 15 Parkhäuser (Kolping nimmt auf eigenen Wunsch nicht teil) geführt. Zudem soll das System auch in der Lage sein, Autofahrern bei bestimmten Sondersituationen (Sperrung Rotes Tor/Freilichtbühne oder Sperrung Maximilianstraße) eine Umleitung in die Parkhäuser anzuzeigen.

Die elektronischen Anzeigetafeln, die die Zahl der noch freien Parkplätze anzeigen werden, sind schon seit vielen Jahren ein Diskussionspunkt. Das alte Parkleitsystem der Stadt ist über 25 Jahre alt und seit dem Kö-Umbau mit der Verkehrsumlegung ohnehin nicht mehr auf Stand. Seit 2013 behilft die Stadt sich mit provisorischen Schildern. Der Bau des neuen Parkleitsystems verzögerte sich immer wieder. Zuletzt hatte das Baureferat mit Personalmangel zu kämpfen.

Handel hofft auf mehr Kunden für Augsburg

Der Innenstadt-Handel hält ein Leitsystem für einen wichtigen Punkt, um die Innenstadt für Kunden speziell von auswärts wieder attraktiver zu machen. Hier hatte Augsburg in den vergangenen Jahren einen Rückgang zu verzeichnen. Aus Sicht der Stadt ist ein Ziel, durch die Restplatz-Anzeige Autos gleichmäßiger auf die Parkhäuser zu verteilen und Parksuchverkehr und Abgase zu verringern. Offen ist freilich, inwieweit ein Parkleitsystem zusätzliche Fahrzeuge in die Innenstadt zieht. Das neue System wird Autofahrern den Weg zu insgesamt rund 6350 Parkplätzen in Parkhäusern weisen.

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Wie berichtet, denkt die Stadt auch darüber nach, testweise einige öffentliche Parkplätze am Straßenrand mit Sensoren zu versehen, sodass Autofahrer via App sehen können, ob sie frei sind. Langfristig solle die Automobilbranche ein vernetztes Modell bereitstellen, um Kommunen ein Parkplatzmanagement zu ermöglichen, lautet eine der Forderungen des Bayerischen Städtetags, der am Mittwoch und Donnerstag zum Thema „digitale Städte“ in Augsburg tagt. Schon heute sagen neue Modelle einiger Premiumhersteller dem Autofahrer via Navi, in welchen Straßen momentan mit freien Parkplätzen zu rechnen ist.

Parkleitsystem in Augsburg: Die Zeit drängt

Doch zurück zum Parkleitsystem: In den kommenden Monaten soll die technische Planung verfeinert werden. Man müsse zum Beispiel noch festlegen, wo exakt welche Schilder aufgestellt werden sollen, so die Stadt. Zudem muss auch die Bezeichnung der Zielgebiete abschließend geregelt werden. Bei der Kern-Innenstadt rund um die Fußgängerzone gibt es noch Unstimmigkeiten zwischen Stadt, Innenstadt-Handel und Parkhausbetreibern. Die Stadt würde „Rathaus/Zentrum“ bevorzugen, die Parkhausbetreiber „Fußgängerzone“ und der Innenstadthandel „Zentrum“.

Inzwischen gilt der Zeitplan als relativ eng. Um Fördergeld aus dem Dieseltopf zu bekommen, muss das System bis Ende 2020 laufen. Man gehe aber davon aus, die Arbeiten noch fristgerecht hinzubekommen, so das Tiefbauamt. Insgesamt ist mit 6,2 Millionen Euro Kosten zu rechnen, die aber, wenn man alle Fördertöpfe zusammenfasst, zu weniger als der Hälfte von der Stadt zu tragen sind.

Die Stadt sieht das Parkleitsystem als erste Stufe eines gesamtstädtischen Verkehrsleitsystems, das Autofahrer dirigiert. Rund ums FCA-Stadion/Messe gibt es bereits elektronische Anzeigen. Auch im Osten der Stadt im Zulauf auf Friedberger Straße/Große Ostumgehung wurden im Zuge des Baus der Linie 6 elektronische Tafeln installiert, um Autofahrer verstärkt auf die Ostumgehung/AIC25 zu lotsen, wenn es Rückstau auf der Friedberger Straße gibt.

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