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Augsburg

13.06.2017

Das Elefantenhaus im Augsburger Zoo rückt näher

So soll die neue Elefantenanlage aussehen.
Bild: Zoo (Illustration)

Ein Architekt ist gefunden. Jetzt startet die Planung für das größte Projekt in der Geschichte des Augsburger Zoos - das neue Elefantengehege.

Das neue Elefantenhaus im Augsburger Zoo rückt näher. Im vergangenen Jahr hat der Stadtrat wichtige finanzielle Weichen für das größte Projekt in der Geschichte des städtischen Zoos gestellt. Nun beginnt die Planungsphase. Die umfassende Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Geheges ist nötig, damit weiterhin Elefanten in Augsburg gehalten werden können. Notwendig ist sie aber auch für die Sicherheit der Tierpfleger.

Kosten: Sechs Millionen Euro für den

Die neue artgerechte Anlage soll sechs Millionen Euro kosten. Wegen dieser finanziellen Größenordnung musste die städtische Zoo GmbH den Architektenauftrag europaweit ausschreiben. Seit dieser Woche steht das Ergebnis fest. Planer wird der renommierte deutsche Zooarchitekt Frank Kisten. Er kennt sich mit den Verhältnissen in Augsburg bestens aus. Denn er hat schon das Pavianhaus, die Nashornanlage und das Katta-Gehege geplant. Kirsten hat auch die Vorplanung für die neue Elefantenanlage erstellt, um die genauen Kosten für das Projekt zu ermitteln.

Burma und Targa, die beiden letzten alten Elefantinnen einer früher größeren Herde in Augsburg, leben derzeit in einem veralteteten Gehege. Es erfüllt nicht mehr die Haltungsvorschriften für diese Art. Mit dem Neubau sollen die Dickhäuter viel mehr Platz bekommen, aber auch ein Umfeld, das für mehr Abwechslung sorgt. Das neue Gehege ist mit 7000 Quadratmetern mehr als viermal so groß wie das alte. Die bestehende Anlage soll in den früheren Bereich der Bisons und Barasingha-Hirsche erweitert werden. Die Elefanten bekommen dort einen Auslauf mit weichem sandigen Untergrund, Badeteich und weiteren Beschäftigungsmöglichkeiten, damit sie sich nicht langweilen.

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Die Sicherheit der Pfleger ist wichtig

Zoodirektorin Barbara Jantschke ist auch mehr Sicherheit für die Pfleger wichtig. Sie werden in der neuen Anlage beim Kontakt mit den Tieren ständig durch Gitter geschützt sein. Diese Haltungsform ist heute in Zoos üblich. Elefanten sind generell als sehr gefährliche Großtiere eingestuft. In Augsburg gab es bereits einen Unfall mit einem schwer verletzten Pfleger. In der Folge wurden die beiden afrikanischen Elefanten abgegeben. Jetzt sind nur noch die beiden asiatischen Weibchen Burma, 48, und Targa, 62, übrig. Targa ist einer der ältesten Elefanten in menschlicher Obhut weltweit. Wie lange sie noch lebt, weiß keiner. Neue Elefanten kann der Augsburger Zoo aber erst holen, wenn ein modernes Gehege vorhanden ist. Wenn mit der Planung alles klappt, soll diesen Herbst der Bauantrag bei der Stadt gestellt werden. Als frühesten Zeitpunkt für den Baubeginn nennt Jantschke das Frühjahr 2018. Fertigstellung wäre dann im Herbst 2019.

Das größte Einzelprojekt für den Zoo Augsburg

Das neue Elefantenhaus ist das bislang größte Einzelprojekt in der 80-jährigen Geschichte des Zoos. Parallel zur Planung wird auch noch an der Finanzierung gearbeitet. Im vergangenen Jahr hat der Stadtrat nach längeren Diskussionen einen Zuschuss von zwei Millionen Euro beschlossen. Weitere zwei Millionen will der Zoo als Kredit aufnehmen und 500.000 Euro aus eigenen Mitteln aufbringen. Die dann noch fehlenden 1,5 Millionen Euro sollen über Drittmittel hereinkommen, vor allem über Spenden. Wenn möglich, will Jantschke noch mehr Geld einwerben, damit weniger Kredit aufgenommen werden muss. Dieses Ziel gilt als ambitioniert.

Zooelefant Burma ist einer von zwei noch lebenden Elefanten im Augsburger Zoo.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die große Spendensammlung hat bereits vor zwei Jahren begonnen. Der Zoo hat für die Kampagne eine eigene Homepage eingerichtet. Aktuell wird dort ein Betrag von rund 687.000 Euro ausgewiesen. Allerdings seien darin auch schon die ersten Fördermittel der Stadt enthalten, erklärt die Direktorin. Sie machen die rund die Hälfte der genannten Summe aus.

Vom Spendenziel weit entfernt

Vom Spendenziel ist der Zoo damit noch weit entfernt. Nach Jantschkes Einschätzung gewinnt die Kampagne aber an Dynamik. „Je mehr unser Bauvorhaben im Gespräch ist, desto mehr Benefiz-Verstaltungen gibt es für die Elefantenanlage.“ Neben sehr vielen kleinen Spendern geben inzwischen auch einige Firmen Geld. Der Förderverein der Zoofreunde sammelt parallel mit eigenen Aktionen. „Das Echo, das ich bekomme, ist durchgehend sehr positiv“, sagt Barbara Jantschke.

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