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Augsburg

20.07.2019

Der Weg ist frei für das Neubaugebiet im Bärenkeller

Ganz im Norden des Bärenkellers an der Grenze zu Neusäß liegt das Wohanka-Areal. Auf dem Grundstück soll in einigen Jahren Wohnraum geschaffen werden.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Auf dem Grundstück der ehemaligen Gärtnerei Wohanka in Augsburg soll ein neues Baugebiet mit bis zu 100 Wohnungen entstehen. Nun ist der Weg dafür frei.

Einstimmig hat der städtische Bauausschuss die Vorplanungen für das Grundstück der ehemaligen Gärtnerei Wohanka gebilligt. Damit haben die Stadträte den Weg frei gemacht für das weitere Bebauungsplanverfahren. Denn für das rund 2,4 Hektar große Grundstück im Norden des Bärenkellers an der Stadtgrenze zu Neusäß gibt es bislang noch keinen rechtskräftigen Bebauungsplan.

Das Areal nördlich des Holzwegs liegt seit längerem brach. Wegen der starken Nachfrage nach Wohnbauflächen nahm die Stadt vor zwei Jahren die mittlerweile in ihrem Besitz befindlichen Flächen ins Visier. Es fanden erste Rodungsarbeiten statt, das Büro 3+Architekten erstellte das Plankonzept.

Stadt Augsburg rechnet mit Baurecht in ein bis zwei Jahren

Vorgesehen ist eine „vorwiegend wohnbauliche Entwicklung mit sozialen und gewerblichen Ergänzungsnutzungen“. An der östlichen Grenze zur Siedlung Am Wachtelschlag sieht das Konzept zwölf Doppelhaushälften vor. An der westlichen Seite sollen mehrere Gebäude im Geschosswohnungsbau entstehen – darunter geförderter Wohnraum. Die Wohnbaugruppe Augsburg will hier tätig werden. Insgesamt geht das Baureferat von 80 bis 100 Wohneinheiten auf dem Areal aus. Mit einem Baurecht sei in ein bis zwei Jahren zu rechnen.

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Zu den künftigen Anliegern zählt das Dominikus-Ringeisen-Werk, das in Augsburg bereits mehrere Einrichtungen für Menschen mit Handicaps betreibt. Im Bärenkeller soll laut Manuel Liesenfeld vom Referat Öffentlichkeitsarbeit eine stationäre Einrichtung für 24 Menschen mit Behinderungen entstehen. Zusätzlich sind zehn bis zwölf Einzelwohnungen für Menschen geplant, die über das Ambulante Betreute Wohnen Unterstützung erhalten.

Pflegedienst will Standort in Neubaugebiet verlegen

Darüber hinaus will der Pflegedienst Deschler , der bislang ein paar hundert Meter weiter am Holzweg zu finden ist, seinen Standort in das Neubaugebiet verlagern – und zwar auf ein Grundstück mit direkter Zufahrt zum Holzweg. Wegen der bereits bestehenden Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst möchte das Dominikus-Ringeisen-Werk sein Vorhaben am liebsten auf dem Nachbargrundstück realisieren. Das sei nicht nur von Vorteil bei pflegerischen Dienstleistungen, auch bestimmte Räume könnten gemeinsam genutzt werden, so Liesenfeld.

Die Grünen legten in der Ausschusssitzung einen Ergänzungsantrag vor. Sie wünschen, dass die Wohnbaugrundstücke zum einen ausschließlich in Erbbaurecht an Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie an Wohnbaugenossenschaften vergeben werden. Zum anderen seien Grundstücke an die Wohnbaugruppe zum Bau von sozial geförderten Wohnraum zu verkaufen. Da der Bauausschuss nicht für die Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht zuständig ist, wurde dieser Antrag an die Liegenschaftsverwaltung zur weiteren Behandlung verwiesen. Grundsätzlich, so der im Bärenkeller ansässige CSU-Stadtrat Günter Göttling, könne er sich mit den Vorstellungen der Grünen anfreunden.

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