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Augsburg

22.09.2019

Die Bauprojekte in Augsburg werden immer größer

Im Martini-Park entstehen hunderte Wohnungen. Ein typisches Beispiel für eine aktuelle Entwicklung in der Stadt.
Bild: Ulrich Wagner

Die Zahl der Baugenehmigungen bleibt gleich, das Kostenvolumen steigt aber. Der Freistaat will, dass Anträge künftig in 90 Tagen erledigt werden. Geht das in Augsburg?

Die Stadt sieht die Forderung des Freistaats an Kommunen, Bauanträge künftig innerhalb von 90 Tagen zu bearbeiten, gelassen. Die Bearbeitungszeit sei seit 2017 von 110 Tagen auf 98 Tage in diesem Jahr gesunken. Bei längeren Bearbeitungszeiten sei in einem Großteil der Fälle davon auszugehen, dass noch Unterlagen fehlten, so Baureferent Gerd Merkle (CSU). Insofern sehe man bei der in Aussicht gestellten 90-Tage-Frist wenig Probleme. Zudem sei man dabei, im Zuge der Digitalisierung die Zeitabläufe zu beschleunigen.

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Wie berichtet, will Bauminister Hans Reichhart (CSU) das Baurecht entschlacken. Bauanträge sollen, sofern sie nach 90 Tagen nicht abschließend bearbeitet sind, automatisch als genehmigt gelten.

Pro Jahr um die 1500 Bauanträge in Augsburg

In Augsburg gibt es seit zehn Jahren in etwa zwischen 1400 und 1500 Bauanträge pro Jahr. Die Spanne reicht von kleinen Umbauten am Haus bis zu großen Neubauvorhaben. Allerdings, so die Stadt, würden die Bauvorhaben größer und komplexer. Indikator sind die Baugenehmigungsgebühren, die sich am Volumen der Bauvorhaben orientieren.

Die Bauprojekte in Augsburg werden immer größer

In den vergangenen drei Jahren gab es eine Steigerung von 30 bis 40 Prozent, so die Stadt. Ausschlaggebend waren dabei wohl mehrere große Wohnungsbau-Vorhaben. Aktuell entstehen im Martini-Park noch neue Wohnungen, die Wohnbaugruppe baut auf dem Reese-Areal und im Bereich des früheren Post-SV-Platzes neben dem Dehner-Gartenmarkt in Kriegshaber soll es in absehbarer Zeit losgehen.

Rein mit der Bearbeitung von Bauanträgen sind beim Bauordnungsamt 18 Bauingenieure und Architekten befasst. Hinzu kommen weitere Mitarbeiter, etwa aus der Statikabteilung, dem Denkmalschutz und der Bauaktenverwaltung. „Aufgrund der derzeitig sehr guten Baukonjunktur ist es sehr schwierig, geeignete Bewerber für frei werdende Stellen zu finden“, so Merkle. Derzeit werde auch überprüft, ob weitere Stellen für die Behörde nötig sind.

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