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Augsburg

03.08.2020

Die Situation am Arbeitsmarkt im Raum Augsburg bleibt angespannt

Nach wie vor ist Kurzarbeit in der Region Augsburg ein Thema.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Weniger Arbeitslose als im Juni, dafür weiter Kurzarbeit und weniger freie Stellen in Augsburg. Warum die Chefin der Agentur für Arbeit optimistisch bleibt.

48 Menschen weniger ohne Job als im Vormonat: Das ist die Bilanz der Agentur für Arbeit Augsburg für Juli. Was nach einem ersten Aufatmen klingt, soll aber nicht über die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt hinwegtäuschen. Denn vergleicht man die Zahlen aus dem Juli 2020 nicht mit jenen des Vormonats, sondern jenen aus 2019, wird deutlich, welche Spuren die Corona-Pandemie hinterlassen hat. Denn bei diesem Vergleich registriert die Agentur einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 39 Prozent oder 5034 Beschäftigte. Die Quote liegt, über den ganzen Agenturbezirk gerechnet, bei 4,6 Prozent.

Für die Region Augsburg wurden 1055 neue Arbeitsstellen gemeldet

Die Stadt Augsburg verzeichnet 6,6 Prozent (Juli 2019: 4,8 Prozent), der Landkreis Augsburg weist 3,2 Prozent (Vorjahresmonat 2,3 Prozent) auf und im Landkreis Aichach-Friedberg liegt der Wert bei 2,7 Prozent (Vorjahresmonat 2,1 Prozent). Insgesamt sind knapp 18.000 Menschen ohne Job. Auch die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften lässt nach. In diesem Monat wurden der Agentur 1055 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 6,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Eine größere Welle an Entlassungen hat bislang das Instrument der Kurzarbeit verhindert. Das meldet auch die IHK Schwaben. Im Juli haben laut Arbeitsagentur 84 weitere Unternehmen diese angezeigt. Es gab aber auch Abmeldungen, heißt es. Für August erwartet Agentur-Chefin Elsa Koller-Knedlik noch einmal einen saisonbedingten Anstieg der Zahlen durch den Abschluss von Schule und Ausbildungen. Für September rechnet die Arbeitsmarktexpertin dann mit zurückgehenden Arbeitslosenzahlen.

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Agentur für Arbeit stellt Finanzhilfen in Aussicht

Trotz zuletzt schlechter Nachrichten blicke sie optimistisch auf die nächsten Monate: „Bei den im Fokus stehenden Firmen beispielsweise wird hart darum gerungen, die Zahl der abzubauenden Stellen zu reduzieren. Dabei kommt auch die Kreativität der Belegschaft zum Tragen und vielleicht entwickeln sich dadurch weitere Produkte und Geschäftsfelder“, hofft sie. Um die Firmen bestmöglich zu unterstützen, stellt die Agentur für Arbeit zudem finanzielle Hilfen für Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung. Das Thema Fachkräfte sei mit Corona längst nicht vom Tisch. (AZ)

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