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Flüchtlingsarbeit

15.08.2018

Die Stellen für die Beratung der Flüchtlinge bleiben

So sieht es in der Inninger Dependance des Ankerzentrums Donauwörth aus.
Bild: Bernd Hohlen

Innenminister Herrmann widerspricht Darstellung des Vereins Tür an Tür. Förderung soll wie geplant weitergehen.

Matthias Schopf-Emrich vom Augsburger Verein „Tür an der Tür“, der sich in der Flüchtlingsarbeit engagiert, hatte zuletzt gegenüber der AZ geäußert, dass durch den Abbau der finanziellen Mittel auf Landeseben Stellen in der Flüchtlingsberatung wegfielen. Diese Streichungen beträfen die Nachbarkreise Augsburg und Aichach-Friedberg. Schopf-Emrich bezog sich in seiner Äußerung auf die Arbeit von Helfern in der neuen Asyl-Unterkunft Inningen.

Das bayerische Innenministerium widerspricht nun dieser Darstellung. Es werde im Jahr 2019 keine Kürzung der Flüchtlings- und Integrationsberatung in Bayern geben, sagt Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann. Laut Minister kann die Förderung im kommenden Jahr vorbehaltlich der Verabschiedung des Haushalts 2019 durch den Landtag auf gleichem Niveau wie 2018 fortgeführt werden. „Dadurch haben die Träger der Beratungsstellen Planungssicherheit“, betont Herrmann. Zum 1. Januar 2018 wurden die frühere Asylsozialberatung und die landesgeförderte Migrationsberatung zur Flüchtlings- und Integrationsberatung zusammengelegt. Bayernweit gibt es derzeit rund 700 Beraterstellen in der Flüchtlings- und Integrationsberatung. Zum Stichtag 30. November 2017 gab es in der Asylsozialberatung rund 525 Stellen und in der landesgeförderten Migrationsberatung rund 100 Stellen.

Die Flüchtlings- und Integrationsberatung ist laut Herrmann ein professionelles Beratungsangebot für Asylbewerber und für dauerhaft bleibeberechtigte Menschen mit Migrationshintergrund, bei denen auf die jeweilige Bedarfslage zielgruppenspezifisch eingegangen werden soll. Träger der Beratung können sowohl die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege auf Landesebene als auch Landkreise und kreisfreie Städte sein. (möh)

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