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Augsburg

02.05.2019

Doch nur 400 neue Wohnungen an der Berliner Allee statt 1000?

Auf dieser Fläche der ehemaligen Straßenmeisterei an der Berliner Allee sollen bis zu 1000 Wohnungen entstehen. Bauherr wäre die neue Wohnungsbaugesellschaft „Bayernheim“.
Bild: Silvio Wyszengrad

Der Freistaat Bayern will in Augsburg 1000 Wohnungen bauen. Warum die Stadt Augsburg das anders sieht und nur mit 300 bis 400 Wohnungen rechnet.

Es geht um ein großes Bauprojekt an der Berliner Allee: Bis zu 1000 neue Sozialwohnungen könnten nach Plänen des Freistaats auf dem Areal der ehemaligen Straßenmeisterei errichtet werden. Eingebunden in diese Rechnung war wohl auch ein Grünzug zum Lech hin, der für das Bauprojekt benötigt würde. Als Bauherr möchte der Freistaat mit seiner Wohnungsbaugesellschaft „Bayernheim“ auftreten.

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Warum die Stadt Augsburg mit deutlich weniger Wohnungen rechnet

Es ist ein Projekt, das in der Anfangsphase steht. In der Sitzung des Stadtrats sagte Baureferent Gerd Merkle, dass aus seiner Sicht die Zahl der bis zu 1000 geplanten Wohnungen deutlich zu hoch gegriffen sei. Womöglich sei der bayerische Bauminister Hans Reichhart in seiner Ankündigung „etwas zu euphorisch“ gewesen.

Merkle sprach vielmehr von 300 bis 400 Wohneinheiten, die sich wohl umsetzen ließen. Es geht um geförderten Wohnungsbau. Merkle verwies in seiner Rechnung darauf, dass die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen seien. Es gehe um ein Biotop. Zu bewerten sei ferner die Grünanlage zum Lech hin. Man befinde sich gegenwärtig in Abstimmungsprozessen.

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Gelände an der Berliner Allee - Was folgt auf Ledvance?

Bezug nahm Merkle ferner zur Situation auf dem Gelände von Ledvance (früher Osram) weiter nördlich an der Berliner Allee. Ledvance hat sein Leuchtenwerk stillgelegt. SPD-Stadträtin Gabriele Thoma hatte angefragt, ob die Stadt womöglich Interesse habe, dieses Areal zu kaufen.

Merkle bestätigte zunächst, dass Vertreter von Ledvance bereits bei der Stadt waren, um auszuloten, welche Pläne verfolgt werden könnten. „Was darf man bauen?“, habe die Frage gelautet.

Merkle gab im Stadtrat die Antwort: „Leuchtstoffröhren.“ Das hatte Ledvance bis zur Stilllegung des Werks gemacht.

Ledvance-Gelände: Darf das Areal nur gewerblich genutzt werden?

Eine andere Nutzung als eine gewerbliche ist für das Areal gegenwärtig nicht vorgesehen. Merkle brachte aber eine Idee ins Spiel, wie man jetzt vorgehen soll: „Uns schwebt eine Strukturplanung vor.“

Das heißt, es könnte ausgearbeitet werden, wie mögliche Baufelder später einmal zu nutzen sind. Noch vor der Sommerpause wolle er dieses Thema im Bauausschuss behandeln.

Ein Kauf der Grundstücke durch die Stadt ist dem Vernehmen nach kein Thema. Zu hoch dürften die Ausgaben dafür liegen. Merkle sagte, dass international tätige Großinvestoren bereits den Blick auf das Gebiet gerichtet hätten.

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02.05.2019

Wenn es um Sozialwohnungen geht, will man lieber tiefer stapeln aber für Gewerbeflächen Geld ausgeben und diese dem Wohnungsmarkt in Form von finanzierbaren Wohnraum, davon hält Herr Merkle auch nichts. Was tut dieser Mann überhaupt den ganzen Tag? Die Mieten in Augsburg explodieren, Gelände der Reese-Kaserne oder jede andere Fläche wird gerne bereitwillig für flächenfressende teure Einfamilienhäuser freigegeben und auf Steuerzahlerkosten an die städtische Infrastruktur angeschlossen aber nicht mal ein Drittel der potenziellen Wohnungen an der Berliner Allee werden freigegeben. Die Natur ist natürlich zu schützen aber hier klingt es nur ein flüchtig vorgeschobenes Argument. Patrizia und alle anderen Spekulanten freuen sich natürlich über diese Entscheidung, müssen jetzt die wieder in ihre luxussanierten Appartements ziehen.

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02.05.2019

Das ist nur ein populistisches ineinanderschwurbeln verschiedener Sachverhalte.

"bereitwillig für flächenfressende teure Einfamilienhäuser"
"Patrizia und alle anderen Spekulanten"

Es geht inzwischen um nicht weniger als Freiheit oder Sozialismus!

Und die SPD will diesen Sozialismus entgegen weichgespülter Plakate zur Europawahl als zuerst als nationale Lösung durchsetzen. Viele Bürger haben statt in Zigaretten, Sky, dem neuesten Handy oder einem Auto mit dumm breiten Reifen in Wohneigentum zur Altersvorsorge investiert. Das ist ein Menschenrecht und das gilt es nun zu verteidigen.

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