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Bahnpark

22.08.2017

Ein zähes Ringen um die Zukunft des Bahnparks

Das Bahnpark-Areal ist bei vielen Augsburgern sehr beliebt. Der Bezirk möchte, das es ein Museum bleibt.
Bild: Michael Schreiner

Auch der Bezirk Schwaben fördert das Augsburger Eisenbahnschaugelände. Präsident Reichert fordert, bei einer Rettung die Grundidee des Museums zu erhalten. Auch der Betreiber sei gefordert.

Der Augsburger Bahnpark sollte bei einer Rettung nicht zu einem Mini-Museum abgespeckt werden. Dafür spricht sich Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert aus. Aus seiner Sicht muss die bisherige Grundidee des Eisenbahnmuseums auch in dem neuen Rettungskonzept erhalten bleiben, das gerade unter Führung von Oberbürgermeister Kurt Gribl erarbeitet wird. Der Bezirk Schwaben ist einer der öffentlichen Geldgeber für das historische Eisenbahnschaugelände im Hochfeld.

Den Kernbereich als Museum erhalten

Damit ist Reichert auch an den laufenden Verhandlungen zwischen der Stadtspitze und Bahnpark-Geschäftsführer Markus Hehl beteiligt. Gegenüber unserer Zeitung versicherte Reichert: „Der Bezirk steht zur Grundidee des Bahnparks.“ Er plädiert dafür, dass auch bei einer neuen Lösung mit dem Einstieg eines Investors die Kernbereiche des Areals weiter für das Museum zur Verfügung stehen sollen. Dabei gehe es um den denkmalgeschützten Ringlokschuppen (Rundhaus Europa), sagt Reichert, aber auch um die historische Dampflokhalle für Veranstaltungen und Gastronomie. Sie soll nach derzeitigem Stand von einem Investor übernommen werden. So soll das Eisenbahnmuseum, das von der kleinen gemeinnützigen Bahnpark GmbH geführt wird, dauerhaft finanziell abgesichert werden. Ob die Dampflokhalle mit der neuen Lösung aber weiterhin museal genutzt werden kann, ist derzeit noch unklar.

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Jahrelang wurde verhandelt

Über eine tragfähige Zukunftslösung für den Bahnpark wurde in den vergangenen Jahren immer wieder verhandelt. 2016 hatte Reichert einen Zweckverband vorgeschlagen. Bezirk, Stadt und Landkreis Augsburg sollten sich daran beteiligen. Eine öffentliche Trägerschaft hätte den Bahnpark dauerhaft sichern können. An dieser weitreichenden Lösung wollte sich die Stadt Augsburg damals aber nicht beteiligen. Derzeit fördern Bezirk, Stadt und Landkreis Augsburg den kulturellen Bereich des Eisenbahnschaugeländes befristet mit insgesamt 100 000 Euro pro Jahr.

Wie es nun weitergeht

Wie geht es weiter? Aktuell will auch der Bezirkstagspräsident keinen Zweckverband mehr für den Bahnpark. Dafür sieht er derzeit nicht die nötigen Voraussetzungen: Erst müsse die Betreibergesellschaft die Trennung zwischen dem Kulturbereich des Museums und den sonstigen Aktivitäten, etwa zusammen mit Investoren, hinbekommen, so Reichert. Auch das laufende Planfeststellungsverfahren für eine dauerhafte Genehmigung des Museumsbetriebs müsse abgeschlossen werden. Danach müsse man weitersehen. Reichert kann sich aber beispielsweise eine Vereinbarung in einem kleineren Rahmen als in einem Zweckverband vorstellen.

Insgesamt stuft der Bezirkstagspräsident den Bahnpark an der Firnhaberstraße als „sehr erhaltenswertes Gelände“ ein. Er sieht dort enorme Entwicklungschancen für die Stadt Augsburg, gerade auch wegen der baulichen Entwicklung im Umfeld und wegen der Nähe zur Messe. Anfang September soll es wieder Gespräche mit der Stadt geben. 

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