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Interview

25.02.2019

Er steht wie kein Zweiter für A³

Das Büro von Geschäftsführer Andreas Thiel ist in der Karlstraße 2. Hier hat die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft ihren Sitz. Das rote Werbemittel „Ahochdrei“ kommt bei Veranstaltungen immer wieder zum Einsatz.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Andreas Thiel, Geschäftsführer der Regio Augsburg Wirtschaft, spricht über ein Gebilde, das vielen Menschen eher fremd ist und begründet, warum ihn das nicht stört.

Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH trägt als Markenkern den Begriff „Ahochdrei“. Herr Thiel, sagen Sie doch mal in drei Sätzen, was es mit Ahochdrei auf sich hat?

Andreas Thiel: In den drei A von A³ spiegeln sich die drei Gebietskörperschaften Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg. Dass die Marke nicht 3A heißt, sondern A³, soll signalisieren, dass es hier um mehr als die Addition von Vorhandenem geht, um einen gemeinsamen Mehrwert, die Region. In der Langform der sogenannten Wortbildmarke „A³ Wirtschaftsraum Augsburg“ wird klar, dass es hier um Mehrwerte für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes, sinnigerweise auch des drittgrößten im Freistaat geht.

Klingt etwas kompliziert ...

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Thiel: Dann gestatten Sie den vierten Satz. Dass wir bei einem „hochdrei“ über eine Potenz sprechen, soll signalisieren, dass es dabei um Entwickeln beziehungsweise Nutzung gemeinsamer Potenziale geht.

Seit zehn Jahren gibt es das Konstrukt. Wo sehen Sie als Geschäftsführer die Erfolge von Ahochdrei?

Thiel: Der erste, ganz grundlegende Erfolg für A³ ist, dass sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Regio Augsburg Wirtschaft GmbH als regionale Kooperationsplattform im Bereich Wirtschaft etabliert hat. Und dies nicht nur in der Politik, also den drei kommunalen Gesellschaftern, sondern eben auch im Bereich der Wirtschaft, der Wissenschaft und bei sehr vielen Netzwerkpartnern. Von deren Kooperation ist die Arbeit der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH geprägt.

Der Bürger tut sich dennoch schwer, die Arbeit von Ahochdrei einzuordnen. Warum eigentlich?

Thiel: Das trifft sicherlich zu. Wir sind mit unseren Themen nicht zwingend immer direkt dran an den Bürgern. Wir sind Dienstleister für Unternehmen. In der Wirtschaft kennt man uns. Das ist unser Ziel. Unsere Bekanntheit hat sich jedoch auch bei den Bürgern gesteigert, denke ich.

Inwiefern?

Thiel: Zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft gehört seit 2017 auch die Abteilung Augsburg Marketing. Diese hat Außenwirkung quasi in ihren Genen.

Sie sind somit der Chef von Ekkehard Schmölz und Heinz Stinglwagner, den bekannten Gesichtern von Augsburg Marketing?

Thiel: Richtig. Für mich ist das aber nicht so entscheidend. Ich sehe uns generell als ein Team.

Wie sind Sie personell aufgestellt?

Thiel: Wir haben bei Ahochdrei insgesamt 18 Köpfe im Team, davon viele Beschäftigte in Teilzeit. Bei Augsburg Marketing sind es gegenwärtig acht Mitarbeiter.

Warum entsteht dennoch der Eindruck, dass Ahochdrei wenig in den Köpfen der Menschen verankert ist?

Thiel: Wir müssen damit leben, weil wir ein Spezialdienstleister für Firmen sind – im Bereich Fachkräfte binden und gewinnen, für Technologietransfer und nachhaltiges Wirtschaften. Eine Aufgabe ist es, die Region nach außen zu vertreten.

Wie gelingt dies?

Thiel: Als Erfolg sehe ich hier die Profilierung und die Imagebildung für den Wirtschaftsraum Augsburg unter der Marke A³. Verbunden mit den Kompetenzfeldern und insbesondere auch mit den Leuchtturmprojekten wie dem Augsburg Innovationspark. Sie haben den Standort auf nationaler Ebene in seiner Wahrnehmung deutlich vorangebracht.

Es fällt andererseits auf, dass von der Regio Augsburg Wirtschaft wenig zu hören ist, wenn es in der heimischen Wirtschaft kriselt. Festzumachen an Beispielen wie der Firma Ledvance oder jetzt aktuell Fujitsu. Warum?

Thiel: Hier ist zuerst die städtische Wirtschaftsförderung mit Wirtschaftsreferentin Eva Weber gefragt. Darüber hinaus gibt es die Allianz für Arbeit, die mit Vertretern der Politik, der Gewerkschaften, der Arbeitsagentur und der Kammern besetzt ist. Ahochdrei spielt hier eine Nebenrolle. So ist es gewünscht. Das heißt aber nicht, dass wir untätig bleiben. Wir sind langfristig in der Standortentwicklung aktiv, auch um gewappnet zu sein, solchen Entwicklungen Paroli bieten zu können.

Wo zeigt sich dies?

Thiel: Ich verweise auf die Fachkräftekampagne, die maßgeblich von uns angetrieben wurde. Und wenn es darum geht, die Region gut zu vermarkten, sind wir da.

Wo sind Sie denn?

Thiel: Es gibt die Projektpartnerschaft zwischen A³, Unternehmen und der Wissenschaft. Dies war bei der Fachkräftekampagne mit 50 Partnern der Fall. Dies ist auch bei Immobilien-Marketingprojekten zu sehen. Mit allen wichtigen Transfer- und Forschungseinrichtungen in der Region gibt es mit „TEA“ seit über zehn Jahren eine gut funktionierenden Netzwerkarbeit.

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25.02.2019

Da muss ich Herrn Thiel mit seiner Theorie über seine Wortbildmarke enttäuschen:

Da A als erster Buchstabe im Alphabet für die Eins steht ist a hoch 3 also 1*1*1 ... also 1.
Bei 3A wäre es immerhin eine 3. Warum eine Marke nicht einfach eine Marke sein lassen ohne künstliche Erklärungsversuche?

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