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Augsburg Nahverkehr

11.10.2018

"Frechheit": So reagieren Leser auf AVV-Preiserhöhung

Der Nahverkehr wird zum Jahreswechsel teurer.
Bild: Bernd Hohlen

Die Ankündigung, dass der Augsburger Verkehrsverbund die Preise erhöht, stößt auf viel Kritik. Auf Facebook lassen Leser ihrem Unmut freien Lauf.

Einige Leser scheinen richtig sauer zu sein. Die Nachricht, dass nur ein Jahr nach der umstrittenen Tarifreform im öffentlichen Nahverkehr der Augsburger Verkehrsverbund nun zum Jahreswechsel die Preise erhöht, stößt bei vielen Menschen auf Unverständnis. Die Leser machen auf der Facebookseite unserer Lokalredaktion „Augsburger Allgemeine - Augsburg“ ihrem Unmut Luft. Es wird von „Abzocke“ und „Frechheit“ gesprochen.

Lesen Sie dazu: Fahrkarten werden teurer - doch wann kommen die Verbesserungen?  

Die Reaktion von Leserin Gitti Frühstück fällt so aus, wie von anderen Lesern auch, die sich im sozialen Netzwerk zur Preiserhöhung äußern. „Das kann ja wohl nicht wahr sein. Da will man die Autos aus der Stadt haben und dann macht man die Bahn teurer - sehr schlecht ausgedacht“, kommentiert sie den Artikel auf der Facebookseite „Augsburger Allgemeine - Augsburg“. Auch Carola Achorner findet die erneute Steigerung der Ticketpreise nicht gerade förderlich, um den Autoverkehr aus der Stadt zu bringen. „Wer will da noch Bus und Bahn fahren. Heißt man soll öfter mal das Auto stehen lassen, um die Umwelt zu schonen. Bei den Preisen ganz bestimmt nicht.“

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Reaktion zur Preiserhöhung: "Warum noch Bus und Tram fahren?"

Fritz Dingwerth greift zu Sarkasmus: „Eine tolle Tarifreform. Und, passt genau dazu, dass man die Innenstädte vom Individualverkehr entlasten will.“ Wie berichtet, hebt der AVV die Preise in der Region im Schnitt um 3,9 Prozent an. Es ist der größte Preissprung der vergangenen Jahre. Die Streifenkarte etwa kostet ab dem Jahreswechsel statt bislang 10,80 Euro 11,30 Euro. Vonseiten der AVV wird die Erhöhung mit gestiegen Preisen für Treibstoff, Strom und Personal begründet.

Doch etliche Leser zeigen dafür kein Verständnis. „Manche Leute können es sich gar nicht mehr leisten mit Bus und Tram zu fahren“, gibt Karin Buck zu Bedenken. „Die nützen es voll aus, dass wir darauf angewiesen sind und ohne es nicht geht“, kritisiert Fatma Özcan. Carina Lender findet sogar, dass Taxifahren mittlerweile billiger ist. „Warum noch mit Bus und Tram fahren?“, fragt sie sich.

Wie bei diesem Thema zu sehen ist, werden Diskussionen über lokale Nachrichten längst nicht mehr nur in der Leserbriefspalte unserer Zeitung geführt. Seit Mitte August hat unsere Lokalredaktion im sozialen Netzwerk ihren eigenen Auftritt. Über 3000 Internetnutzer haben bislang die Facebookseite abonniert und werden unter https://www.facebook.com/AugsburgerAllgemeine.Augsburg mit aktuellen Nachrichten, Bildern und Videos aus der Stadt versorgt.

Hier finden Sie den Kommentar: Augsburgs Nahverkehr wird teurer - ein fatales Signal

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11.10.2018

Preiserhöhung im Nahverkehr: Die Innenstadt mach man nicht mehr attraktiv. Nur Schüler und Studenten (z.T. kostenfrei) fahren mit dem AVV. Wenn ich in der Stadt etwas einkaufen möchte, dann kläre ich, was ich brauche, denn ich will es ja auch transportieren und das geht vernünftig nur mit dem Auto. Aber ich war seit Jahren nicht mehr in der Innenstadt, weil ich am Stadtrand und in München alles finde, was ich brauche. Ich wohne in Hochzoll und da ist man fast genauso billig in München wie in die Stadtmitte Augsburg. Und kleine Läden findet man auch in Friedberg. Schade, dass die Kreativität immer beim Preis angesetzt wird............. .

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11.10.2018

Ich bin Abo Kunde und man kann schon im Berufsverkehr in Bus und Straßenbahn beobachten, das die meisten Fahrgäste Schüler und Studenten sind.
Ich habe das Gefühl das die kostenlose City Zone vorfinanziert wird. Die SWA sollte die konstenlose Zone nicht einführen und den Preis für den ÖPNV vergünstigen, in München, Berlin etc. fahr ich günstiger, gefahrene Strecke in Kilometer versus Preis.
Warum setzt sich die Stadt nicht für einen günstigen Nahverkehr ein, 365 Euro Ticket und damit für mehr Umweltschutz????

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10.10.2018

Die AVV-Tarifreform an sich war schon ein Meisterstück. Und zwar ein Meisterstück der Frechheit. Mit heißer Nadel gestrickt wurde diese "Reform" so unausgegoren sie war, durchgedrückt. Die wütenden Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Doch die waren vielleicht zu milde. Mehr als einmal habe ich mir überlegt, meinen Unmut nicht am AVV, sondern an den Stadtwerken und der Stadtspitze von Augsburg abzuladen. Größte Lust habe ich dazu! Und jetzt setzen diese Herrschaften noch eines an Unverfrorenheit drauf! Es reicht! Die Stadtspitze will den Autoverkehr stärken, nicht den ÖPNV. Das sollte uns bewusst sein. Und dagegen sollte es Protest hageln. Und nicht nur das. Es sollte auch Konsequenzen hageln: Abos kündigen, Stromlieferverträge bei den Stadtwerken gleich mit. Das tut dann genau dort weh, wo es Schmerzen muss. Auch ich überlege, wie ich dem öffentlichen Nahverkehr den Rücken kehren kann, inklusive Abo-Kündigung. Die aktuelle Erhöhung ist ein Grund dafür.

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Gratis-Nahverkehr in Augsburg hilft nicht allen Kunden

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