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Bildung

28.01.2019

Frisches Geld für Augsburgs Schulen

Der B-Trakt des Jakob-Fugger-Gymnasiums wird saniert.
Bild: M. Hochgemuth

Der Bund beteiligt sich mit knapp 3,5 Millionen Euro an der Sanierung von fünf Bildungseinrichtungen

Die Concert-Band des Jakob-Fugger-Gymnasiums stimmte nicht ohne Grund in der Aula „Oh happy Day“ an. Es war für alle Beteiligten wahrlich eine schöner Tag: Regierungspräsident Erwin Lohner durfte im Auftrag des Bundes Förderbescheide an fünf Augsburger Schulen verteilen. Der Bund hat einen so genannten Kommunal-Investitionsförderungsfonds aufgelegt – in einer ersten Charge wurden 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, die inzwischen auf sieben Milliarden Euro erhöht wurden. Bayern erhielt aus diesem Topf 293 Millionen, Schwaben 29,4 Millionen Euro.

Gelder, die in dringend notwendige Sanierungen und Baumaßnahmen gesteckt werden. „Schule ist mehr als die Vermittlung von Bildung“, sagte Lohner nach der Darbietung eines Imagefilms der Schule. Schüler Raphael Buck hatte ihn gedreht und dabei vor allem die eingeschworene Schulgemeinschaft in den Vordergrund gerückt. Dennoch müsse auch die „Hardware“ stimmen, so Lohner, und meinte damit die Schulgebäude, die durch Entwicklungen bei Brandschutzrichtlinien, energetische Vorgaben, Ganztagsklassen und Digitalisierung immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden müssten. Nicht ohne Konsequenzen, so Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU): „In den vergangenen zehn Jahren wurde in die Augsburger Schulen so viel Geld hineingesteckt, wie noch in keiner Dekade in der Nachkriegszeit zuvor.“ Das Bildungsprogramm in Höhe von 300 Millionen Euro sei während seiner Amtszeit zwischen Stadt und Freistaat ausgehandelt worden, das nun von Bildungsreferent Hermann Köhler (CSU) und den Mitarbeitern der Schulverwaltung engagiert umgesetzt werde. Nur: „Das Geld wird bei weitem nicht ausreichen“, so Gribl.

Augsburg bewarb sich mit neun Projekte um Gelder aus dem Fördertopf

Da kamen die Fördergelder des Bundes gelegen, um die sich die Kommunen mit ihren Baumaßnahmen bewerben konnten. 164 Bewerbungen gingen bei der Regierung von Schwaben ein. „Diese Baumaßnahmen hätten 122 Millionen Euro gekostet, also das 3,7-fache der tatsächlichen Fördersumme“, so Regierungspräsident Lohner. 82 Projekte kamen in Schwaben zum Zug, in Augsburg wurden von den neun Bewerbungen fünf berücksichtigt. Knapp 3,5 Millionen Euro fließen an Fördergeldern hierher. „Damit wird eine Gesamtinvestition von 4,1 Millionen Euro angestoßen“, so Lohner. Der Bund übernehme bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Vertreter der Martinschule (Fassaden- und Dachsanierung, Sanierung Treppenanlage), Gymnasium bei St. Stephan (Sanierung des Pausenhofs und der Feuerwehrzufahrt), Maria-Theresia-Gymnasium (Fassadensanierung), sowie die Fröbel-Grundschule (Fassadensanierung) freuten sich über ihre Förderbescheide. Das Jakob-Fugger-Gymnasium erhält die höchste Förderung: Knapp 1,4 Millionen werden von den über 1,5 Millionen Euro, die für die Sanierung des B-Trakts fällig werden, vom Bund übernommen. „Der Trakt ist das Sorgenkind der Schule und kommt deshalb auch gar nicht im Imagefilm vor“, erklärte Schulleiter Wilhelm Kugelmann. Durch die Förderung könne die Fassade und das Dach saniert, eine Fluchtreppe gebaut und Fenster und Sonnenschutz ausgetauscht werden. Doch selbst dann wäre der Optimalzustand noch nicht erreicht, so Kugelmann. „Dann fehlt noch eine neuer Anstrich in den zwölf Klassenzimmern des B-Trakts und Akustikdecken, um eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.“ Wünsche, die Oberbürgermeister Gribl nicht fremd sind. Aber: Alle Maßnahmen könnten schlichtweg nicht auf einmal realisiert werden. Doch das Förderprogramm sei ein weiterer Schritt dorthin – die „Cherry on the Cake“, die Kirsche auf dem Kuchen.

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