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Augsburg

02.12.2019

Für 40 Millionen Euro verkauft: Wie es mit dem Ledvance-Areal weitergeht

Der Frankfurter Immobilienentwickler Gateway Real Estate hat das Ledvance-Areal an der Berliner Allee in Augsburg gekauft. 
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Der Frankfurter Investor plant ein „gemischt genutztes Quartier“ entlang der Berliner Allee. Der nächste Schritt steht für das Riesen-Projekt im ersten Quartal 2020 an.

Bei dem Frankfurter Investor, der das Ledvance-Areal für eine kolportierte Summe von etwa 40 Millionen Euro gekauft hat, handelt es sich um die Firma Gateway Real Estate. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, plane man entlang der Berliner Allee zusammen mit der Firma Aventin Real Estate die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers. Als nächster Schritt sei ein städtebaulicher Wettbewerb vorgesehen, der gemeinsam mit der Stadt Augsburg im ersten Quartal 2020 ausgelobt werden soll. Architekten sollen sich Gedanken machen, wie das Areal entwickelt werden kann.

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Ledvance-Areal in Augsburg: Das plant Gateway Real Estate

Einig sind sich Investor und Stadt, dass das Grundstück, das das Textilviertel bisher vom Lech wie ein Riegel abschnitt, durchgängiger werden soll. Fußgänger sollen über neue Wege an den Lech gelangen können. Spannend dürfte die Frage werden, inwieweit Wohnungen dort entstehen können. Gateway spricht von einem „gemischt genutzten Stadtquartier“, die Stadt wünschte auf dem Areal zumindest in der Vergangenheit Gewerbe und schloss Wohnungen kategorisch aus. Es gebe den Bedarf an Gewerbeflächen und nach der Standortschließung (früher arbeiteten dort 650 Menschen) auch die Notwendigkeit, neue Arbeitsplätze in Augsburg anzusiedeln, so die Stadt zuletzt. Zudem habe man wenig Interesse daran, es Ledvance als „Belohnung“ für die Standortschließung zu ermöglichen, das Grundstück für Wohnbebauung zu versilbern, so der bisherige Standpunkt.

Wie berichtet hatte die Stadt sich im Sommer ein Vorkaufsrecht für das Areal gesichert, um sicherzustellen, dass sie nicht nur über den Bebauungsplan, sondern auch schon im Vorfeld in Gesprächen mit Investoren und Ledvance ein Druckmittel hat, falls die Vorstellungen überhaupt nicht zusammenpassen sollten. Zuletzt überlegte die Stadt dann offenbar, das Grundstück selbst zu kaufen, doch hätte das die finanziellen Möglichkeiten der Stadt überschritten. Einen Kredit hätte die Regierung von Schwaben nicht genehmigt.

Ledvance-Areal: Projekt in Augsburg kostet 800 Millionen Euro

Gateway Real Estate, ein börsennotierter Immobilienentwickler, beziffert das Gesamtvolumen für die Projektentwicklung auf dem Ledvance-Areal mit 800 Millionen Euro.

Rund um das Ledvance-Areal ist in den kommenden Jahren – unabhängig von den Plänen für das Gelände – bereits mit etlichen Wohnungsneubauten zu rechnen. Auf dem Gelände des geschlossenen Obi-Marktes neben dem Fabrikschloss sind 350 neue Wohnungen geplant. Südlich des Ledvance-Areals will der Freistaat auf dem Gelände der ehemaligen Straßenmeisterei bis zu 1000 geförderte Wohnungen bauen, wobei er dazu auch in die Lechauen hineinbauen müsste.

Die Stadt hält diese Pläne für zu ambitioniert. Auf die Schnelle umsetzbar sind Wohnungen dort ohnehin nicht, weil das Straßenmeisterei-Areal nach der Schließung des Anker-Zentrums in Donauwörth wieder verstärkt für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden soll.

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