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Augsburg

15.11.2019

Grüne wollen ein „klimaangepasstes“ Augsburg

Die Wellenburger Allee mit ihren Bäumen mag als Vorbild dienen: Die Grünen fordern mehr Baumalleen.
Foto: Peter Fastl

Die Grünen in Augsburg haben ihr Programm für die Kommunalwahl vorgestellt.  Mehr Alleen sind ein Punkt. Ein Ziel in der Verkehrspolitik ist die autofreie Innenstadt.

Der Titel des Kommunalwahlprogramms lautet „Wir und jetzt“. Aufgeführt sind die politischen Forderungen der Augsburger Grünen. Vorschläge für eine autofreie Innenstadt, eine kühle Meile und bezahlbaren Wohnraum für alle finden sich darin. Die Vorsitzenden Melanie Hippke und Peter Rauscher sagen: „Wir Grüne möchten Augsburg zur Umwelt- und Klimastadt machen, sie soll sozial, gerecht, vielfältig und nachhaltig sein.“ Verabschiedet wurde das Programm bei einem Programmparteitag. Intensive Diskussionen mit Mitgliedern und Vertretern der Stadtgesellschaft waren vorausgegangen.

OB-Kandidatin Martina Wild stimmt Partei auf Wahl ein


Die Oberbürgermeisterkandidatin Martina Wild stimmte die Partei auf den anstehenden Wahlkampf ein. Das Klima ist für die Grünen ein zentrales Thema: „Die Uhr tickt. Deshalb wollen wir Augsburg so schnell wie möglich kohlenstoffdioxidneutral machen.“ Augsburg soll zur Klimahauptstadt werden. Um es an zwei Themen konkret zu machen, sagte Wild: „Ein weiteres Vertagen wie beim Klimapaket und ein rückwärtsgewandtes Agieren wie beim Zooparkhaus darf es nicht mehr geben.“ Die OB-Kandidatin erläuterte ferner, was unter dem Begriff „klimaangepasste Stadt“ zu verstehen ist: „Wir öffnen Stadtkanäle, entsiegeln, legen mehr Baumalleen an und erhalten Frischluftschneisen. Wir gestalten ‚kühle Meilen‘ in der Bahnhofstraße und in der Karlstraße.“

Klimaschutz bedeute eine Mobilitätswende, heißt es im Programm der Grünen. Die Zukunft der Mobilität in Augsburg sollte so aussehen, dass die Bürger zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Tram und Bus schnell, bequem und emissionsfrei ans Ziel kommen. Die Forderung lautet: Die Umweltstadt Augsburg soll eine autofreie Innenstadt haben, und durch eine entschlossene Fahrradpolitik entsteht ein flächendeckendes Netz aus Fahrrad(schnell)wegen. Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, fordern die Grünen eine Mindestquote von durchschnittlich 40 Prozent geförderten Wohnungen in Augsburg und die Unterstützung von Baugenossenschaften. Es müssten alle Möglichkeiten der Begrünung genutzt und gefördert werden wie begrünte Dächer, Fassaden und Innenhöfe, und ein Standard für klimagerechtes und nachhaltiges Bauen müsse eingeführt werden.

Die Grünen gehen gestärkt in den Wahlkampf. Bei den zurückliegenden Wahlen in Augsburg wurden sie zur zweitstärksten Kraft hinter der CSU. Im Rathaus sind die Grünen seit 2014 in der Regierungsverantwortung. Mit CSU und SPD wird das Dreierbündnis gebildet. Gegenwärtig hat die Fraktion sechs Mitglieder, da Christian Moravcik in der laufenden Periode zur SPD gewechselt ist.

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