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Haunstetten Südwest muss innovativ sein

Haunstetten Südwest muss innovativ sein
Kommentar Von Marcus Bürzle
25.06.2019

Augsburg plant ein neues großes Baugebiet. Es ist nur zu rechtfertigen, wenn es wirklich modern und innovativ wird. Was bedeutet das?

Verkehr, Versiegelung, Verdichtung – die Sorgen der Menschen in Haunstetten sind berechtigt. Zugegeben, wir haben nur eine kleine Auswahl befragt. Aber es ist nur natürlich, dass Pläne für ein neues Quartier mit etwa 10.000 Bewohnern auch Sorgen und Ängste auslösen. Die Stadt ist gut beraten, sie in der Bürgerbeteiligung ernst zu nehmen. Und sie muss sich auch an einem weiteren Punkt messen lassen.

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Nachhaltig und sozial

Die Flächen, die für Wohnungen und Gewerbe genutzt werden, sind ein Filetstück. Wenn aus den Feldern und Wiesen ein neues Quartier werden soll, muss es das halten, was versprochen wird: ein mutiges Vorzeigeviertel, das den Flächenverbrauch auch rechtfertigt.

Die ersten groben Pläne klingen gut: Nahverkehr, Car-Sharing und Fahrräder statt der Dominanz des Autos. Energieeffiziente Gebäude, Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten direkt vor Ort,... Ein modernes Viertel muss zugleich auch sozialen Ansprüchen genügen – dort muss Platz sein Menschen mit viel und wenig Geld. Die groben Pflöcke sind gesetzt, demnächst werden die besten Entwürfe gekürt. Es wird spannend, wie sie aussehen und am Ende umgesetzt werden. Wenn es gelingt, vielen Ansprüchen gerecht zu werden, wird der neue Stadtteil ein Erfolg werden und wahrscheinlich auch den Anwohnern die Sorgen und Ängste nehmen. Und eines muss auch gesagt werden: Hinter dem Plan für Haunstetten Südwest steht zunächst einmal eine positive Botschaft.

Augsburg wächst - zum Glück

Augsburg ist eine wachsende Stadt. Trotz aller Probleme – Wohnungsknappheit und steigende Mieten – gibt es keine attraktive Alternative. Eine schrumpfende Stadt denkt nicht an neue Wohnviertel und Arbeitsplätze. Sie muss viel eher überlegen, welche Schule als erste geschlossen wird.

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.06.2019

Man konnte es regelrecht erahnen, wie in den beiden letzten Jahrzehnten mit allen Mitteln versucht wurde die Einwohnerzahl von Augsburg über die „300 000-Marke“ zu drücken. Parallel dazu musste man in beängstige Art und Weise feststellen wie tausende von technisch anspruchsvollen, werteschöpfenden und beitragspflichtigen Arbeitsplätze abgebaut und vernichtet wurden. Sollte man auf diese Entwicklung keine gegensteuernde Antwort haben, werden sich dieses volkswirtschaftliche Missverhältnis eines Tages fatal für Augsburg auswirken.
Die derzeitige Aktion "Geld in Beton" hilft nicht die Probleme zu lesen; im Gegenteil die Menschen werden immer weniger, die diese überhöhten Preise und Mieten bezahlen können.

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25.06.2019

>> Augsburg ist eine wachsende Stadt. Trotz aller Probleme – Wohnungsknappheit und steigende Mieten – gibt es keine attraktive Alternative. Eine schrumpfende Stadt denkt nicht an neue Wohnviertel und Arbeitsplätze. Sie muss viel eher überlegen, welche Schule als erste geschlossen wird. <<

Die Alternative ist die planerische Zielsetzung einer weitgehend stabilen Bevölkerungszahl.

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