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Augsburg

25.07.2017

Heck ausgebrochen: Porsche brennt nach Unfall auf der A8 aus

Das brennende Auto auf der A8 bei Augsburg. Die Einsatzkräfte kritisierten, dass die Autofahrer im Stau keine Rettungsgasse bildeten.
Bild: Berufsfeuerwehr Augsburg

Die Augsburger Feuerwehr musste am Montagabend zu einem Einsatz auf der A8 ausrücken. Die Einsatzkräfte kritisieren wieder einmal, dass die Autofahrer keine Rettungsgasse bildeten.

Die Rauchsäule war schon von weitem zu sehen, als die Einsatzkräfte der Augsburger Feuerwehr auf den brennenden Porsche zufuhren. Die Polizei hatte die A8 in Richtung Stuttgart bereits gesperrt, als die Feuerwehr nach dem Notruf um 21.10 Uhr am Montagabend mit fünf Einsatzfahrzeugen zu der Stelle eilte. Dennoch war es laut Feuerwehr nicht leicht, überhaupt dorthin zu gelangen: Die Autos auf der A8 hatten keine Rettungsgasse gebildet. Nach dem schweren Busunglück auf der A9 Anfang Juli hatte es zuletzt eine Debatte über fehlende Rettungsgassen und Gaffer, die Einsatzkräfte behindern, gegeben (Lesen Sie dazu: Nach Bus-Unfall auf A9: Für die Rettungsgasse müssen Lösungen her ).

Am brennenden Auto angelangt, begann der Trupp unter Atemschutz mit den Löscharbeiten.

Beim Auffahren auf die Autobahn zu stark beschleunigt

Der 28-Jährige Porschefahrer hatte beim Auffahren auf die Autobahn offenbar stark beschleunigt, teilte die Polizei mit. Als er vom rechten auf den mittleren der drei Fahrspuren wechseln wollte, brach ihm wegen der hohen Geschwindigkeit das Heck aus und er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Porsche drehte sich und prallte mit dem Heck gegen die Betongleitwand. Durch den Anstoß fing das Heck an zu brennen, der Porsche schleuderte rechts gegen die Außenschutzplanke, von dort zurück an die Betongleitwand und wieder an die Außenschutzplanke. Dort blieb das Auto auf dem Seitenstreifen stehen.

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Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug retten, er verständigte die Polizei.

Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr übernahmen bis zum Eintreffen der Autobahnmeisterei und des Abschleppwagens die Verkehrsabsicherung. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Autobahnmeisterei übergeben.

Drei Stunden lang war die A8 Richtung Stuttgart komplett gesperrt

Beim Aufprall waren Tank und Ölwanne des Porsches gerissen. Die Flüssigkeiten hatten sich auf einer Länge von 150 Metern auf allen drei Fahrbahnen ausgebreitet. Deshalb mussten diese gereinigt werden, bis dahin blieb die Autobahn gesperrt. Die erste Spur konnte erst drei Stunden nach dem Notruf, um 0.15 Uhr, wieder freigegeben werden. Bis auch die letzte Spur geöffnet wurde, war es 2.45 Uhr in der Nacht.

Am Porsche im Wert von 90.000 Euro entstand ein Totalschaden. Für die Erneuerung der Leitplanke und die Reinigung der Fahrbahnen errechnete die Autobahnmeisterei laut Polizei Kosten in Höhe von rund 3200 Euro. An den Löscharbeiten waren 14 Einsatzkräfte der Augsburger Berufsfeuerwehr beteiligt. AZ

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25.07.2017

Ist das Thema Rettungsgasse eigentlich hoffnungslos? Es scheint so, die Ignoranten sind wohl in der Überzahl. Übrigens täglich während der B17-Baustellen zu beobachten. "Brauch ich doch bloß wenn was passiert ist" scheint die Denke zu sein, bei denen, die überhaupt denken...

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