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Augsburg

17.08.2019

Hindernis trübt Freude an der Fahrradstraße in Pfersee

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Jens Wunderwald von der Bürgeraktion Pfersee testet schon mal die neue Umlaufsperre.
Bild: Andrea Baumann

Die neue Fahrradstraße in Pfersee wurde vor Kurzem freigegeben. Jetzt baut die Stadt ganz in der Nähe beim Gollwitzersteg eine Umlaufsperre. Warum dies missfällt.

Jens Wunderwald ist leidenschaftlicher Radfahrer und als solcher bei der Bürgeraktion Pfersee für die Belange dieser Verkehrsteilnehmer zuständig. Für die Umsetzung der neuen Fahrradstraße in Pfersee attestiert er der Stadtverwaltung „sehr gute Arbeit“. Seit Kurzem wird Wunderwalds Freude jedoch durch Bauarbeiten getrübt: Am Gollwitzersteg installieren Arbeiter gerade eine sogenannte Umlaufsperre.

Das weißrote Gestänge soll die Sicherheit von Fußgängern und vor allem Radfahrern erhöhen, weil sie zum Passieren des Hindernisses ihr Tempo verlangsamen müssen. Zu „verdanken“ haben dies die Verkehrsteilnehmer der Regierung von Oberbayern. Als zuständige Aufsichtsbehörde hat sie eine zusätzliche Sicherung des Weges über die Localbahnschienen verlangt. Das bisherige Andreaskreuz als Warnsignal reicht ihr nicht aus.

Positiver Effekt der Fahrradstraße verpufft

Wunderwald bewältigt bei einem Test mit seinem Rad die Kurvenfahrt durch die Umlaufsperre zwar mit gedrosselter Geschwindigkeit. Auf weniger geübte Fahrer und Besitzer von Lastenrädern sieht der Pferseer aber durch die Linienführung Probleme zukommen. „Dieses unsinnige Hindernis macht den positiven Effekt der Fahrradstraße teilweise wieder zunichte“, sagt Wunderwald.

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Auch wenn die beiden Projekte nichts miteinander zu tun haben, stellen die Radfahrer einen Zusammenhang her. Denn die Fahrradstraße , die über Gollwitzer-, Färber- und Treustraße führt, beginnt nur wenige Meter nach der Umlaufsperre. Obendrein wird der Steg nicht erst seit seiner Eröffnung von Radfahrern stark frequentiert, sondern ist seit jeher eine beliebte Verbindung von der Innenstadt nach Pfersee. Bei einem Frühstück im Rahmen der Radlerwoche seien in knapp 40 Minuten 200 Semmeln an die vorbeikommenden Radler ausgegeben worden, sagt Wunderwald. „Im Sommer kommen hier werktags sicherlich 2000 Radfahrer vorbei.“

Radfahrer kommen in hohem Tempo zu den Gleisen

Dass ihnen allen jetzt ein Hindernis in den Weg gelegt wird, findet der stellvertretende Vorsitzende der Bürgeraktion Pfersee noch aus einem anderen Grund unverhältnismäßig. Nach seinen Informationen verkehren auf dem betreffenden Gleis nur sehr selten Züge. „Wir verkehren hier zwar mit ein bis zwei Fahrten pro Woche nicht sehr oft, dafür haben wir aber oft gefährliche Situationen festgestellt“, sagt Helmuth Schmitt, Geschäftsführer der Augsburger Localbahn. Da der Weg vom Steg zu den Gleisen leicht abschüssig sei, kämen Radfahrer und teilweise sogar Fußgänger in hohem Tempo an und bemerkten die Bahn spät oder gar nicht. Er habe selbst schon Beinaheunfälle erlebt. Die Localbahn ist daher laut Schmitt „dankbar für die neue Lösung. Es geht hier nicht um Behinderung, sondern um Sicherheit.“

Könnte sich die Localbahn mit dem Vorschlag Wunderwalds anfreunden, die Umlaufsperre nur an ihren Verkehrstagen in der engen Form zu führen und sonst zu öffnen? Auch wenn dies technisch durch Rollen machbar ist, sieht Schmitt für diese Idee keine Realisierungschance. Der Einsatz eines Schrankenwärters stünde in „keinem Verhältnis zum Aufwand.“

Zumal zu bestimmten Zeiten – etwa wenn am Oststrang der Lokcalbahn Bauarbeiten anstehen – mit einem erhöhten Fahrtaufkommen im Augsburger Westen und damit auch in Pfersee zu rechnen sei. Bereits im Oktober gebe es wieder mehrere Fahrten pro Tag.

Durch Fahrradstraße erhöht sich die Gefährdung

Ein zeitweises Öffnen der Umlaufsperre ist laut Stadt auch aus haftungsrechtlichen Gründen nicht möglich. Wie das Baureferat mitteilt, handelt es sich bei der neuen Sicherung des Stegs um eine ausdrückliche Forderung der Regierung von Oberbayern. Die Umlaufsperre sei geeignet, Radfahrer und Fußgänger von einem unbedachten Queren der Gleise abzuhalten. Obendrein sei gerade durch die neue Fahrradstraße davon auszugehen, dass sich die Anzahl der Gefährdungen noch erhöht. Die als Alternative denkbare Absicherung durch Sichtdreiecke scheide leider aus, da nach den einschlägigen Vorschriften eine Strecke von rund 200 Metern hätte freigeräumt werden müssen. Dies hätte einen nicht verhältnismäßigen Eingriff in Natur und Landschaft bedeutet.

Als eine „Beeinträchtigung der Fahrradstraße“ will das Baureferat die Umlaufsperre nicht verstanden wissen. „Im Vorfeld wurden Fahrversuche mit unterschiedlichen Fahrrädern unternommen. So konnte nachgewiesen werden, dass die Umlaufsperre sowohl mit einem Lastenfahrrad als auch mit einem Fahrradanhänger ohne abzusteigen zu befahren ist.“

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18.08.2019

>> „Wir verkehren hier zwar mit ein bis zwei Fahrten pro Woche nicht sehr oft, dafür haben wir aber oft gefährliche Situationen festgestellt“ <<

Mitverantwortung trägt hier klar die Lokalbahn, weil die Strecke nicht mehr ernsthaft benutzt wird und nur noch gelegentliche Fahrten zur Wahrung der Rechte stattfinden. Eben durch die extrem seltene Benutzung entstehen erst die gefährlichen Situationen, auf der vermeintlich stillgelegten Trasse mit üblichen Rost auf den Schienen.

>> Auf weniger geübte Fahrer und Besitzer von Lastenrädern sieht der Pferseer aber durch die Linienführung Probleme zukommen. <<

Eine Umlaufsperre die Lastenräder und Kinderanhänger bei der Durchfahrt gefährdet ist keine geeignete Absicherung. Völlig kurios, dass diese Pseudo-Fahrradstadt dann auch noch Zuschüsse für Lastenfahrräder verschenkt und Radstreifen auf den Straßen für Lastenräder und Kinderanhänger verbreitert.

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18.08.2019

Die Radler die keine Umlaufsperren wollen dürfen sich bei den anderen bedanken die im Kamikaze - Stil unterwegs sind.
Hier ist keine Gemeinheit oder absichtliche Behinderung am Werk sondern leider notwendige Absicherung.

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18.08.2019

Aber warum in drei Teufels Namen sieht diese Absicherung dann immer so aus, dass sie 100% der Zeit behindert, wenn sie bestenfalls 1 Promille der Zeit benötigt wird? (Zumindest für den Radverkehr, für den Autoverkehr leistet man sich so was nicht.) Warum geht es an 20 Stellen ohne irgendwas, aber hier angeblich nicht? Wegen der nicht zurück geschnittenen Hecken? Wenn, dann müssten die sowieso zurück geschnitten werden, das Problem löst sich nicht mit einer Umlaufsperre. Die sind es also nicht. Weil eine Schranke oder Ampel Geld kostet? Tut beides auch, wenn es für den Autoverkehr angeschafft wird. Das das passiert real schon. Das ist es also nicht. Weil es »nur« um Radverkehr geht, den man schon mal ausbremsen kann? Tjoa, danach schaut es aus meiner Sicht ganz massiv aus. Wie gesagt, für den Autoverkehr würde man ganz andere Summen in die Hand nehmen und sinnvollere Lösungen anbringen. Die muss man nämlich nicht erst finden, die sind wohlbekannt. Man muss sie nur anwenden.

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18.08.2019

Genau so ist es. Wegen der Unvernunft einiger müssen alle "leiden".
Wobei ich das Theater, dass hier Teilweise gemacht wird nicht verstehe.

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18.08.2019

Die Aufsichtsbehörde ist wenn dann die Regierung von Schwaben. Die Regierung von Oberbayern ist hier örtlich nicht zuständig.

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18.08.2019

Das ist eine Sicherungsmaßnahme an einer Bahnstrecke und daher ist die RegvOb zuständig.

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18.08.2019

Nein. Ist sie nicht. Die technische Aufsichtsbehörde für den Schienenverkehr sitzt in diesem Fall tatsächlich in der Regierung von Oberbayern. Ich hab's auch erst nicht glauben wollen. Es ist aber eben nicht die Regierung von Oberbayern selbst, die da Forderungen stellt, sondern in dieser Angelegenheit hoheitlich zuständig nur die technische Aufsichtsbehörde. Wo die ihre Büros stehen haben ist am Ende egal.

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18.08.2019

>> Wie das Baureferat mitteilt, handelt es sich bei der neuen Sicherung des Stegs um eine ausdrückliche Forderung der Regierung von Oberbayern. <<

Die Stadt könnte dieses Vorgehen im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit vor einem Verwaltungsgericht in Frage stellen. Die Stelle besteht seit Jahrzehnten unfallfrei und wurde selbst nicht baulich verändert.

Die Stadt könnte als "Fahrradstadt" auch eine Signalsicherung übernehmen. Zum Kostenausgleich einfach den Mitarbeiter entlassen, der seit Jahren keinen Ausweg der Tram nach Westen aus dem 250 Mio Loch unter dem HBF findet...

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18.08.2019

Die Stadt hätte tatsächlich andere Maßnahmen zur Hand, weil ihr auch die technische Aufsichtsbehörde letztlich nicht vorschreiben kann, was sie zu tun und zu lassen hat. Schlimmstenfalls würde sie gar nicht tätig und würde im Zweifelsfalle aber rechtliche Konsequenzen bei einem Unfall haben. Drum tun sie mal lieber was. Nur das »Was« ist so auch nicht vorschreibbar. Es wäre sehr wohl möglich, z. B. eine Schranke, eine Ampel oder eine Person als Sicherungsmaßnahme hin stellen. Das geht alles. Man muss es nur wollen. Aber man nimmt lieber die billigste aber gleichzeitig am meisten behindernde Maßnahme. Und das ist Augsburg wie es leibt und lebt, wenn es um das Thema Fahrrad geht. Wenn es um eine Straße mit KFZ-Verkehr ginge, würde man entweder weiterhin nichts machen (wie an einigen anderen Stellen auch), oder eine Ampel hin stellen.

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17.08.2019

Wer mal nachzählen möchte, kommt sicherlich auch drauf: Es gibt in Augsburg über 20 Stellen, an denen der KFZ-Verkehr auch nur mit einer Ampel (oder auch gar nicht) darauf hingewiesen wird, dass dort gerade nicht passiert werden soll. In 100% der Fälle ist dort auch der Radverkehr kreuzungsberechtigt und da wird schlicht nichts weiter gemacht. Eine Ampel langt ja auch. (Wer nicht an einer roten Ampel hält, hält auch nicht an einer Umlaufsperre...) Wäre wohl zu teuer, wie? Aber was zahlt man nicht alles freiwillig, wenn's für's Auto ist.

Auch interessant: Eine Art Schrankenwart steht in keinem Verhältnis, aber tausende Radfahrer täglich behindern, das ist verhältnismäßig. So sieht die Fahrradstadt 2019 aus. Behindern statt finanzieren und fördern.

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18.08.2019

>> Behindern statt finanzieren und fördern. <<

Die Grünen sind mit in der Stadtregierung...

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18.08.2019

Nur mit solchen Hindernissen erreicht man, dass die lieben Fahrradfahrer mal langsamer unterwegs sind.

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18.08.2019

»Die Grünen sind mit in der Stadtregierung...«

Und? Was hilft es denn, wenn geschlossen alle Grünen Stadträte gegen die Maßnahme im Bauausschuss votieren würden, wenn dagegen SPD und CSU dafür stimmen? Ach so, nix. Es ist schon immer der gesamte Stadtrat, der dafür verantwortlich ist, nicht nur ein paar Gründe (die ggf. sogar dafür stimmen).

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18.08.2019

»Nur mit solchen Hindernissen erreicht man, dass die lieben Fahrradfahrer mal langsamer unterwegs sind.«

Ja, auch und vor allem genau dann, wenn es keinen triftigen Grund dafür gibt, z. B. ca. 8700 Stunden im Jahr am Gollwitzersteg. Was meinen Sie, warum sitzen die Leute auf dem Rad? Damit sie in Schrittgeschwindigkeit durch die Stadt tingeln können? Dann könnten diese Leute auch gleich laufen. Tun sie aber nicht. Eben weil das Rad schneller ist, bzw. sein soll.

Und falls Sie jetzt mit der Sicherheit der Fußgänger daher kommen wollen: Wo ist die denn gegeben, wenn sich Fuß- und Radverkehr auf einem lumpigen Meterfuffzich gegenseitig auf die Pelle rücken (müssen)? Auch als Fußgänger finde ich Umlaufsperren beschissen. Weil der Radverkehr dann gar nicht anders kann, als mir zu nahe zu kommen. Indirekt also auch Behinderung des Fußgängerverkehrs. Dafür, dass diese Bahn sehr selten zu sehen ist.

Nebenbei bemerkt: Sie sind sicherlich auch dafür, dass tonnenschwere Gefährte wenigstens im städtischen, öffentlichen Raum höchstens mit 30 km/h bewegt werden, oder? Wo sind dafür eigentlich die Umlaufsperren?

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18.08.2019

@Martin W.: Ich finde die Reaktionen auf solche Maßnahmen immer wieder spannend. Anscheinend darf jeder mit Sicherheitsmaßnahmen "gegängelt" werden, außer die lieben Fahrradfahrer.
Eine Ampel ist hier nicht so effektiv, weil eben bekannt ist, dass die Anonymität auf dem Fahrrad dazu verführt "noch schnell bei Rot" drüber zu fahren. Und ich rede hier nicht davon, dass man bei Gelb oder "Hellrot" noch schnell drüber fährt, sondern mitten in der Rotphase. Ich sehe es jede Woche. Und an alle die jetzt schreien, dass ich verallgemeinere: Es ist nicht jeder Autofahrer, der nicht 10 Langsamer fährt als erlaubt ein Raser und nicht jeder, der einen SUV fährt ein Umweltsünder.

Würden auf der Straße alle gleich behandelt und auch die gleichen Strafen zahlen (Auto, Fahrrad und Fußgänger) gebe es deutlich weniger Probleme. Aber hierzulande hat man sich daran gewöhnt, dass der Autofahrer diskriminiert werden darf, aber jeder andere sofort die Hand heben darf und schreien, dass es ihn behindert.

Diese Radsperre ist vielmehr zur Sicherheit der Lokführer die hier fahren müssen, denn irgendwann würde einer einen Radfahrer erwischen. Dessen leben ist schon gerettet und dass des Lokführers ist nicht versaut.

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18.08.2019

»Anscheinend darf jeder mit Sicherheitsmaßnahmen "gegängelt" werden, außer die lieben Fahrradfahrer.«

Bitte den Strohmann wieder einpacken... Keiner hat das gesagt.

»Eine Ampel ist hier nicht so effektiv, weil eben bekannt ist, dass die Anonymität auf dem Fahrrad dazu verführt "noch schnell bei Rot" drüber zu fahren.«

Nochmal zum Mitmeißeln: Eine Umlaufsperre hält keinen an(!). Sie bremst nur aus. Klappt auch an 20 anderen Stellen in Augsburg offenbar ohne.

»Und ich rede hier nicht davon, dass man bei Gelb oder "Hellrot" noch schnell drüber fährt, sondern mitten in der Rotphase. Ich sehe es jede Woche.«

Sehe ich hier auch bald täglich vor dem Haus – verübt von Autofahrern. So what? Die kriegen auch keine Umlaufsperre serviert. Wäre mal spannend, was passieren würde, wenn hier ein versenkbarer Poller installiert würde, der immer bei Rot hoch geht. Wie viele da in der ersten Woche mit Totalschaden »entfernt« werden müssten. Aber da geht es ja um den Autoverkehr, dem stellt man nichts in den Weg.

»Aber hierzulande hat man sich daran gewöhnt, dass der Autofahrer diskriminiert werden darf, aber jeder andere sofort die Hand heben darf und schreien, dass es ihn behindert.«

Von wegen gleich und so. Wer hat das höhere Gefährdungspotenzial, jemand der mit 1 Tonne+ und 30 km/h+ durch die Gegend fährt, oder jemand, der bestenfalls mit Ladung und allem Drum und dran 200 kg hin kriegt, und dann garantiert keine 30 km /h schafft? Wenn schon gleich, dann bezogen auf das Maß der Gefährdung. Und genau deswegen zieht man bei Autofahrern die Daumschrauben mehr an. Weil es einen Unterschied macht, ob man mit einem Rad oder mit einem Auto wo rein knallt. Und genau an dieser Stelle würden sich Radfahrer allenfalls selbst gefährden, wenn sie in den Zug semmeln.

»Diese Radsperre ist vielmehr zur Sicherheit der Lokführer die hier fahren müssen, denn irgendwann würde einer einen Radfahrer erwischen. Dessen leben ist schon gerettet und dass des Lokführers ist nicht versaut.«

Dann doch mal her damit: Wo sind die Unsummen an verunfallten Radfahrern am Gollwitzersteg? Die Localbahn fährt jetzt seit über hundert Jahren durch Augsburg. Besonders unfallbekannt im Bezug auf Radverkehr ist sie meines Wissens nicht. Und selbst wenn es so wäre, warum soll eine Umlaufsperre potenzielle Rotlichtsünder auf ein mal eher zum Anhalten bewegen? Noch dazu, wo sie noch mehr Aufmerksamkeit vom Schienenverkehr abzieht. Die Stelle ist so nur langsamer befahrbar, aber 100% genau so durchfahrbar. Das sind doch die alten Scheißhausargumente, die dem Gegenüber (hier: jemand auf dem Rad) einfach nur unterstellen, er wäre dämlich, ignorant oder lebensmüde. Wenn man das alles ernst nimmt, müsste eine Schranke her. Warum wird die nicht diskutiert? Sage ich Ihnen: Weil das einfach einen Faktor 10-20 mehr Geld kostet. Und das will man für »lumpige« 2000 Radfahrer am Tag nicht investieren. Wären es 2000 Autofahrer, wäre das Geld sofort da.

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