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Raum Augsburg

11.03.2016

Kommentar: Für eine Osttangente – mit Augenmaß

So soll die Augsburger Osttangente aussehen.
Bild: AZ Infografik

Die Osttangente wird wohl im neuen Bundesverkehrswegeplan stehen. Rein wirtschaftlich ist das eine gute Entscheidung für den Großraum Augsburg. Es gibt aber auch Nachteile.

Die Chancen für die neue Osttangente steigen. Die umstrittene Fernstraße zwischen Autobahn 8 und Bundesstraße 17 wird aller Voraussicht nach am kommenden Mittwoch im Referentenentwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan stehen. Damit gilt das Projekt als vordringlich. Und das ist erst einmal eine gute Entscheidung für den Großraum Augsburg.

Denn damit wird der Weg frei für eine weitere Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Greater Augsburg hat sich entschieden, eine Wachstumsregion zu sein. Es siedeln sich neue Unternehmen an, die neue Arbeitsplätze schaffen. Mit dem Zuzug von Menschen wachsen die Bedürfnisse. Sie wünschen sich komfortable Zugverbindungen und gute Straßen. Im Westen wie im Osten der Stadt Augsburg.

Aber: Die Menschen wollen auch in einer Region leben, die eine hohe Lebensqualität bietet. Dazu gehören ein vielfältiges Kulturangebot und Einkaufsmöglichkeiten – sowie Naherholung mit Wald, Wiesen und Wasser.

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Für die Osttangente wird Grünfläche weichen müssen

Und hier beginnt der Zielkonflikt im Falle der Osttangente. Die neue Trasse wird – egal wie die Planungen sein werden – Grünflächen betonieren. Sie lockt mit den neuen Unternehmen auch zusätzlichen Verkehr ins Wittelsbacher Land. Und die Lechquerung rüber zur B 17 im Westen ist eine besondere Herausforderung für den schonenden Umgang mit unserer Natur.

Deshalb kommt es in der Planungsphase darauf an, mit viel Augenmaß zu handeln und auch die Kritiker einzubinden. Es gilt, einen Ausgleich zu finden zwischen den berechtigten Interessen der Naturschützer und den Anliegen derer, die sich eine wirtschaftlich prosperierende Region wünschen.

Bis die neue Osttangente eröffnet wird, werden ohnehin noch mindestens zehn Jahre vergehen. Viele Hürden müssen übersprungen werden. Es wird haken und auch das Scheitern des Projektes am Widerstand der Gegner ist denkbar.

Doch eine nachhaltige Aufwärtsentwicklung unserer Region ist ohne neue Straßen kaum vorstellbar. Man stelle sich nur vor, die einst ebenfalls umstrittene neue B 17 wäre nicht gebaut worden. Der Augsburger Westen und das angrenzende Augsburger Land würden heute im Verkehr ersticken.

Die Diskussion ist geschlossen.

11.03.2016

Eigentlich schon verrückt, dass man die AIC25 neu erst vor wenigen Jahren 2-spurig fertiggestellt hat. Für den Ausbau müsste das alles wieder abgerissen werden. Warum hatte man da nicht wenigstens gleich diese Möglichkeit mit eingeplant?

Aber naja, besser wäre es, sie würde überhaupt nicht kommen. Man sollte nicht unnötig Steuergelder für ne riesige Straße ausgeben, nur damit Kissing und Mering die Umgehungen günstiger bekommen...

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16.03.2016

Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen.

Mit der Osttangente möchte sich Kissing und Friedberg Geld sparen, weil es für eine Umgehung vom Bund kein Geld gibt.

Ansonsten ist die Osttangente eher sinnlos. Hier geht es um ein paar Minuten zeitersparnis für LKW´s die aus Lagerlechfeld kommen und nach München fahren und umgekehrt. Ob jetzt wegen einem Logistikunternehmen eines Autoherstellers gleich einen Autobahn auf Staatskosten gebaut werden muss ist schon sehr fraglich.

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11.03.2016

»Und die Lechquerung rüber zur B 17 im Westen ist eine besondere Herausforderung für den schonenden Umgang mit unserer Natur.«

Was lustig ist, denn weiter südlich weigert man sich (nicht ganz zu unrecht, aber lesen Sie bitte weiter...) Fußgänger und Radfahrer-Brücken anzulegen. 10 km keine Brücke zwischen Hochablasss und Mandichosee sind ja kein Problem, wenn man sich mit Muskelkraft durch die Gegen bewegt. Aber für eine Autobahnbrücke ist immer Platz, Geld und genug Grund vorhanden, Umwelt & Co. als Argument sofort fallen zu lassen.

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14.03.2016

Genau so sieht es aus. Auf der Königsbrunner Lech-Seite (Naturschutzgebiet, Trinkwasserschutzgebiet) im Bereich des Fohlenhofs wird die Bevölkerung seit Jahrzehnten mit Bauvorschriften drangsaliert. Mit dem Resultat das da jetzt eine Autobahn gebaut wird. Witzig!!!

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11.03.2016

Ihr Wort in Gottes Ohr.

GREATER Augsburg, was für ein Schenkelklopfer. Wo die Menschen, die in den neu angesiedelten Firmen arbeiten, wohnen sollen frage ich mich. Wo gibt es in Augsburg bezahlbaren Wohnraum?

Zitat "Doch eine nachhaltige Aufwärtsentwicklung unserer Region ist ohne neue Straßen kaum vorstellbar."

Vielleicht sollte einfach mal die Wahrheit gesagt werden. Der bau der Strasse dient nur den in Lagerlechfeld angesiedelten Logistikzentren. Wahrscheinlich hat BMW schon im Vorfeld eine Zusage für die geplante Strasse erhalten.

Ich freue mich schon auf den Sonntagsspaziergang in den Lechauen an der Auobahn entlang.

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11.03.2016

Seh ich das auf dem Plan richtig, dass die neue Str. Mehr oder weniger an der B2 liegt?

Gäbe es ausgleich Flächen, könnte man evtl darüber reden.

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11.03.2016

Über die neue Straße und den Trassenverlauf ist noch nicht entschieden.

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11.03.2016

Nein. Was Sie schreiben, das ist nicht richtig. Es geht grundsätzlich auch darum, attraktiv für Logistikzentren und andere Unternehmen zu werden. Ja. Es geht aber auch darum, Verkehrsströme zu lenken. Für Friedberg sowie Kissing geht es um Umgehungsstraßen.

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14.03.2016

Sie meinen aber nicht die Verkehrsströme, die sich seit der LKW-Maut auf die Strassen verlagern die nichts kosten. Deswegen fahren viele LKW´s die ST2380, dann auf die B2 richtung Friedberg und umgekehrt, anstatt auf der B17 zu bleiben, um über die A8 nach Friedberg bzw. München zu fahren.

Für die Pendler aus Mering, Kissing u.s.w. die sich täglich durch Königsbrunn quetschen müssen um auf die B17 nach Augsburg zu kommen, ändert die Osttangente auch nichts. Die stehen dann immer noch in Königsrunn hin zur B17 täglich im Stau.

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