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Zoo Augsburg

29.05.2015

Löwe Arthos eingeschläfert: Man wollte ihm weitere Schmerzen ersparen

Löwe Arthos im Augsburger Zoo musste wegen Knochenkrebs eingeschläfert werden.
Bild: Anne Wall (Archiv)

Der Zoo Augsburg muss erneut einen traurigen Verlust hinnehmen. Löwe Arthos wurde am Donnerstag eingeschläfert. Das 15 Jahre alte Tier war schwer krank.

Löwe Arthos mit seiner mächtigen Mähne war einer der Publikumslieblinge im Augsburger Zoo. Am Donnerstag musste er im Alter von 15 Jahren eingeschläfert werden. Wie die Zooleitung mitteilt, wurde bei einer medizinischen Untersuchung der Raubkatze Knochenkrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Der Krebs hatte zum Bruch eines Beines geführt.

Arthos, der oft am Felsen des Freigeheges lag, dürfte in den vergangenen Jahren eines der am häufigsten fotografierten Tiere im Zoo gewesen sein – auch wenn er einen kleinen Schönheitsfehler hatte. Ihm fehlte die Schwanzquaste. Sie war wegen einer Entzündung amputiert worden.

Löwe Arthos hatte Schmerzen

Zuletzt war Arthos schon ein „älterer Herr“ und hatte häufiger gesundheitliche Probleme. Er humpelte, weil seine Krallen immer wieder einwuchsen. Sie mussten regelmäßig behandelt werden. Diese Woche wurde er wieder in Narkose gelegt und seine Vorderpfote geröntgt. „Dabei hat sich gezeigt, dass der Knochen durch ein Karzinom stark angegriffen war, was letztendlich zu einem Beinbruch führte“, sagt Zoodirektorin Barbara Jantschke. „Um ihm weitere Schmerzen zu ersparen, sahen wir uns gezwungen, die schwierige Entscheidung zu treffen und ihn zu erlösen.“

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Nach Angaben von Jantschke haben Löwen in Gefangenschaft eine Lebenserwartung von 17 bis 19 Jahren. Arthos sei trotz seiner Handicaps recht alt geworden. Er kam im April 2006 aus dem Tierpark Hellabrunn nach Augsburg. Mit seinen beiden Gefährtinnen Erica und Tanya, die 2009 aus Holland anreisten, gab es allerdings nie Nachwuchs.

Nach dem Tod von Arthos ist derzeit Löwin Tanya alleine. Das soll aber nicht lange so bleiben. Mit dem Zoo Berlin sei bereits Kontakt aufgenommen worden, um einen altersmäßig passenden Gefährten zeitnah nach Augsburg zu holen, sagt Jantschke. Tanya braucht Gesellschaft. Denn Löwen leben, anders als viele andere Raubkatzen, in Rudeln.

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