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Augsburg

26.12.2016

Platz bei St. Michael soll einladender werden

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2 Bilder
Ein einziges Durcheinander: Alles andere als attraktiv präsentiert sich der Platz vor der kleinen Kirche St. Michael. Bereits vor zwei Jahren hat die Stadt eine Umgestaltung beschlossen. Jetzt gibt es erste Entwürfe dreier Landschaftsarchitekten.
Bild: Annette Zoepf

Drei Landschaftsarchitekten haben sich Gedanken gemacht, wie das Areal im Zentrum Pfersees attraktiver werden könnte. Auch die Bürger dürfen im Frühjahr mitreden.

St. Michael, die kleine Filialkirche von Herz Jesu, ist ein besonderes Schmuckstück in Pfersee. Hochzeitspaare geben sich in dem Gotteshaus gerne das Jawort. Wenn sie nach der Trauungszeremonie ins Freie treten, hat sie die Wirklichkeit rasch wieder: Die Umgebung ist alles andere als einladend, denn das Areal ist durch Recyclingcontainer, Mietfahrräder, Litfaßsäulen, Postkästen, Werbeträger sowie Stellplätze für private Autos und Taxis belegt.

Vor zwei Jahren stellte der städtische Bauausschuss die Weichen dafür, dass sich das Grundstück im Herzen von Pfersee ansprechender präsentiert. Ziel soll ein multifunktional nutzbarer Quartiersplatz sein, an dem sich die Bürger gerne aufhalten.

Stellplätze sollen weitgehend erhalten bleiben

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Drei Landschaftsarchitekturbüros machten sich nun Gedanken darüber, wie dieser Platz aussehen könnte. Sie wurden von der Stadt beauftragt, Planungskonzepte zu erarbeiten auch mit der Maßgabe, wie notwendige Nutzungen verträglich untergebracht werden können. Dazu zählt laut Norbert Diener, Chef des Stadtplanungsamts, der Erhalt der vier Taxistände und eines Teils der aktuell elf Parkplätze. Verkehrsuntersuchungen hätten ergeben, dass es für die Taxis in der Umgebung keine alternativen Standorte gebe und auch die individuellen Stellplätze vor allem während der Geschäftszeiten weitestgehend behalten werden sollten.

Folgende Landschaftsarchitekturbüros haben ein Konzept vorgelegt:

Büro Möhrle (Augsburg) Dieser Entwurf orientiert sich zur Augsburger Straße hin. Der Platz soll an den Rändern mit Münchner Gehwegplatten, wie man sie aus der Maximilianstraße kennt, gepflastert werden und im Inneren eine wassergebundene Fläche bekommen. Die Straßenbahnhaltestelle im Süden soll in den Platz integriert werden, was das Areal optisch vergrößert, andererseits durch die optische Verengung der Straße die stadtauswärts fahrenden Verkehrsteilnehmer „ausbremsen“ soll. Möhrle will die Aufenthaltsqualität durch ein Wasserbecken und einen Trinkbrunnen sowie Sitzelemente verbessern. Die Mitte des Platzes bleibt für Veranstaltungen wie etwa einen Wochenmarkt frei. Die Taxistände werden an die Stadtberger Straße verlagert.

Künstlerisch gestaltete Kugel

Büro Baldauf (Neusäß)

Büro Berger (München) Die Planer aus der Landeshauptstadt wollen das Areal zu einem „intimen Quartiersplatz“ umgestalten und den dichten Baumbestand zur Grundlage für die weitere Gestaltung nehmen. Die Platzfläche soll sich als unregelmäßige Dreiecksform präsentieren, die auch Sitzflächen anbietet. Vorgeschlagen wird ein Pavillon auf der Nordseite, der einen Kiosk oder ein Café beherbergen könnte. Zwei Zugänge sollen den Platz für Fußgänger und für Fahrzeuge erschließen. Zur Attraktivität könnte ein Wasserspiel beitragen. Der ruhende Verkehr sowie die Glascontainer orientieren sich zu den Rändern und sollen zusätzlich von Hecken eingefasst werden, um die Konzeptidee der zentralen Mitte zu stärken.

Die drei Konzepte sollen nun in den nächsten Monaten mit den Fachbehörden, etwa aus dem Bau- und Umweltreferat, sowie dem Baukunstbeirat abgestimmt werden, sagt Diener. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung will das Stadtplanungsamt außerdem den Pferseern die Vorentwürfe vorstellen. Das Ergebnis der Diskussion und die überarbeiteten Konzepte sollen anschließend nochmals in den Bauausschuss kommen.

Bis zu 60 Prozent Zuschuss

Der Platz bei St. Michael könnte gegebenenfalls in Abschnitten umgestaltet werden, so Diener. Zum Zeitpunkt kann er nichts sagen, nur so viel. „Vor 2018 geht es sicher nicht los.“ Auch für eine Kostenschätzung ist es aus Sicht des Stadtplanungsamtes zu früh. Klar ist indes, dass über das Programm Stadtumbau West von Bund und Ländern Zuschüsse fließen können – insgesamt bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Zunächst einmal müsse die Stadt Finanzmittel für die weitere Planung bereitstellen, sagt der Amtschef.

Dieser Entwurf orientiert den Platz zur Kirche St. Michael hin. Über den Eingangsbereich der Kirche auf der Südseite verläuft die Achse des beleuchteten Hauptwegs in Richtung Platz. Die zentrale Fläche wird mit Pflasterstreifen, die in den Farb-asphalt eingeschnitten werden, definiert. Dort ist eine künstlerisch gestaltete Kugel vorgesehen mit historischen Ereignissen aus dem Stadtteil. Damit will der Planer eine Brücke vom historischen „Dorfzentrum“ Pfersee hin zum Sheridan Park schlagen. Pkw- und Fahrradstellplätze sowie Glascontainer sollen entlang der Ränder neu geordnet werden, sodass der Platz „frei von störenden Einbauten“ bleibt und für flexible Nutzungen zur Verfügung steht.
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