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29.05.2015

Polizei klärt Bluttat

Messerattacke: Zweiter Verdächtiger in Haft

Der Zugriff erfolgt am Donnerstagvormittag gegen 9 Uhr in der Ulmer Straße. Nur knapp 200 Meter vom Tatort entfernt, wo in der vorigen Woche ein 35-Jähriger bei einer Messerattacke schwer verletzt wurde. Polizeibeamte nehmen Eugen S., 36, fest. Er wird einem Haftrichter vorgeführt und kommt in Untersuchungshaft – wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes.

Damit ist die Bluttat vom Oberhauser Bahnhof weitgehend aufgeklärt. Die Ermittler der Kripo gehen davon aus, dass Eugen S. zusammen mit Sergey G., 39, der bereits am Dienstagabend festgenommen wurde, für die Attacke verantwortlich ist. S. soll das Opfer gehalten haben, G. stach den Ermittlungen zufolge mindestens zwölf Mal mit einem Messer zu. Der schwer verletzte 35-Jährige schleppte sich noch rund 40 Meter bis zum Eingang des Bahnhofsgebäudes, dort brach er zusammen. Weil er schnell versorgt wurde, ist er noch am Leben.

Beide Tatverdächtige sind der Polizei als Drogenkonsumenten bekannt. In einer Mitteilung heißt es auch, die Männer seien „der Drogenszene um den Oberhauser Bahnhof zuzurechnen.“ S. ging der Polizei aufgrund eines Zeugenhinweises ins Netz. Das Landeskriminalamt hatte für solche Hinweise eine Belohnung von 2000 Euro ausgelobt. Bei dem Streit mit dem 35-jährigen Opfer soll es den Ermittlungen zufolge auch um die Droge Badesalz gegangen sein. Sergey G. ist nach Informationen unserer Zeitung verheiratet und hat ein minderjähriges Kind. Doch weder er noch die Mutter konnten sich wegen ihrer Drogensucht zuletzt um das Kind kümmern – es lebt, heißt es, in einer Betreuungseinrichtung. Ein Geständnis hat Sergey G. bislang offenbar nicht abgelegt. Sein Anwalt Michael Weiss sagt, er wolle derzeit keine Stellung zu dem Fall nehmen.

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