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Augsburg

26.09.2016

So bewerten die Augsburger ihre Einkaufsstadt

Mit der Umgestaltung des Zentrums ist Augsburg als Einkaufsstadt für Kunden attraktiver geworden. Das ergibt die repräsentative Bürgerumfrage der Stadt vom vergangenen Jahr.
Bild: Silvio Wyszengrad

Der Umbau des Zentrums kommt bei Augsburger Kunden gut an. Die Werbekampagnen zeigen offensichtlich Wirkung. Welche Wünsche die Augsburger noch haben.

Mit der Umgestaltung des Zentrums ist Augsburg als Einkaufsstadt für Kunden attraktiver geworden. Das ergibt die repräsentative Bürgerumfrage der Stadt vom vergangenen Jahr.

Die Auswertung liegt jetzt vor. Danach bewerten über 85 Prozent der Befragten den Umbau am Königsplatz, in der Fußgängerzone und am Elias-Holl-Platz positiv. Fast 90 Prozent der Augsburger sind mit den Einkaufsmöglichkeiten sowie dem gastronomischen Angebot sowohl allgemein als auch speziell in der Innenstadt zufrieden. Allerdings kauften 26,3 Prozent der Befragten „weniger“ in der Augsburger Innenstadt ein als vor drei Jahren.

An der Bürgerumfrage des Amtes für Statistik und Stadtforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg haben fast 3900 Augsburger teilgenommen. Die Ergebnisse von 2015 wurden mit früheren Umfragen verglichen. Damit ergibt sich auch ein Bild vom Einkaufsverhalten der Augsburger. Hier wichtige Ergebnisse.

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Innenstadtumbau: Über 85 Prozent bewerteten die Neugestaltung des Königsplatzes, der Fußgängerzone und des Elias-Holl-Platzes positiv. Nur bei Augsburgern zwischen 40 und 60 Jahren kamen die Neugestaltungen etwas schlechter an, außerdem bei Arbeitslosen. Die Maximilianstraße, die erst teilweise umgebaut wurde, erhielt ebenfalls mehrheitlich Zustimmung. Der Anteil der Unzufriedenen ist hier aber etwas größer (27 Prozent).

Innenstadt: Insgesamt wurden in der Innenstadt die Einkaufsmöglichkeiten und die gastronomischen Angebote am besten beurteilt. Auf der Zufriedenheitsskala zwischen eins und vier erhielten sie die 3,1. Die Einkaufsatmosphäre und die Außenerscheinung der Geschäfte wurden ebenfalls als positiv eingestuft. Etwas schwächer fanden die Befragten das Angebot an Fachgeschäften, sowie Service und Beratung. Schüler, Studenten und Azubis, also die jüngeren Kunden, waren mit den Angeboten generell zufriedener als ältere Augsburger.

"Mobilo" bleibt ein Problem

Einkaufsverhalten: Für den Handel gibt es aber auch einen Wermutstropfen: Insgesamt kauften 26 Prozent der Befragten „weniger“ in der Innenstadt ein als vor drei Jahren. Bei denen, die mit den Einkaufsmöglichkeiten in Augsburg zufriedener waren, gingen die Einkäufe aber weniger zurück als bei den Unzufriedenen. Vor allem die jüngeren Altersgruppen unter 40 Jahren gehen aber teils öfter zum Shoppen. Auch das ergab die Umfrage. Neun Prozent dieser Gruppe gaben an, mehr als vor drei Jahren in der Innenstadt einzukaufen. Bei fast zwei Drittel der Befragten hat sich das Einkaufsverhalten kaum geändert.

Restaurants: Die Mehrheit gibt bei einem Restaurantbesuch inklusive Getränke bis zu 30 Euro pro Person aus (fast 65 Prozent). Fast 28 Prozent der Befragten leisten sich ein Essen im Wert von 31 bis 50 Euro. Berufstätige und Augsburger zwischen 30 und 60 Jahren geben eher mehr Geld im Restaurant aus. Etwa ein Drittel der Schüler, Studenten und Auszubildenden zahlen weniger als 21 Euro. Tendenziell sind laut Umfrage die Gäste zufriedener mit dem gastronomischen Angebot, die weniger Geld ausgeben. Unzufriedener sind die, die sich ein teureres Essen leisten.

Mobilo: Ein Problem bleibt offenbar auch weiterhin der „Mobilo“. Die Bonusmünze fürs Parken und den Nahverkehr im Wert von 50 Cent wird vom Handel, der Gastronomie und von Dienstleistern an Kunden auf freiwilliger Basis ausgegeben. Über die Hälfte der befragten Augsburger kennen zwar den Mobilo. Sie nutzen ihn aber nicht, ergab die Erhebung. Nur 3,5 Prozent nutzen die Münze überhaupt, vor allem in Parkhäusern.

Werbung: Die Werbekampagnen für Augsburg zeigen offenbar Wirkung: 70 Prozent der Befragten kannten 2015 das „Projekt Augsburg City“, 54 Prozent war die Kampagne „Und jetzt kommst Du“ ein Begriff.

Wunsch: Zwar lassen die Ergebnisse der Bürgerumfrage auf eine überwiegend positive Einschätzung der Einkaufsmöglichkeiten in Augsburg schließen. Aber nur knapp sechs Prozent der Befragten sind dafür, dass sich Augsburg unter dem Begriff „Einkaufsstadt“ stärker präsentieren soll. Am häufigsten wünschten sich die Augsburger eine Werbung unter dem Label „Fuggerstadt“, „2000-jährige Stadtgeschichte“ sowie „Wasser- und Brunnenstadt“, „Universitätsstadt“ und „Friedensstadt“.

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