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  3. Augsburg: Trinkgeld-Prozess - Zwei Seferi-Brüder müssen Geldstrafen bezahlen

Augsburg
21.05.2019

Trinkgeld-Prozess - Zwei Seferi-Brüder müssen Geldstrafen bezahlen

In den Lokalen dreier Augsburger Wirte gab es eine Art Umlage: Die Bedienungen gaben einen Teil ihres Trinkgelds ab, es sollte an die Kollegen hinter den Kulissen gehen. Doch da kam es nie an...
Foto: Sebastian Gollnow, dpa

Plus Weil Trinkgelder ihrer Restaurant-Mitarbeiter auf Firmenkonten verbucht wurden, werden zwei Seferi-Brüder verurteilt. Es gibt aber auch einen Freispruch.

Es waren durchaus schwere Vorwürfe, denen sich drei Gastronomen ausgesetzt sahen. Sie sollten laut Anklage in den Jahren 2014 und 2015 insgesamt gut 40.000 Euro Trinkgelder ihrer Mitarbeiter für sich selbst oder die Firmen, die hinter ihren Restaurants stehen, behalten haben. Weit mehr als 1000 Fälle der „veruntreuenden Unterschlagung“ listete die Anklage auf, jeweils keine großen Beträge, die sich aber summierten.

Prozess gegen Seferi-Brüder: Von den Vorwürfen bleibt wenig übrig

Am Ende blieb von den Vorwürfen gegen die Seferi-Brüder aber wenig übrig. Doch manches eben schon. Seit Jahren sind die drei Brüder Ilir, Faton und Fatmir Seferi eine große Nummer in der Gastronomie-Szene Augsburgs, vermutlich sogar die größte Nummer. Zusammen gehört den drei Geschwistern eine beträchtliche Anzahl an Restaurants mit bayerisch-schwäbischer Küche und Lokalitäten in der Stadt: die Kälberhalle, das König von Flandern, Henry’s Coffee, die Zeughausstuben und der Weiße Hase sind Teil der Gastronomie-Betriebe von Faton und Fatmir Seferi, der Gasthof Zum Ochsen und der Haunstetter Hof gehören Ilir Seferi. Bis 2014 waren alle Brüder auch geschäftlich miteinander verbunden.

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