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15.07.2010

Vision vom Viertel für Jugendkultur

Mitarbeiten wäre für die Jugendlichen "voll okay", bekämen sie ein Jugendcafé, wie es die SPD vorschlägt. Foto: Lonnemann
Bild: Lonnemann

Hochzoll Franco, Dennis, Anna und Sarah sind 16 Jahre alt und wohnen in Hochzoll Nord. Sie treffen sich fast täglich beim Rewe, vor der Sparkasse oder auf Spielplätzen. Einen Jugendtreff gibt es in Hochzoll-Nord nicht. "Im Winter vergammeln wir in der Bude", erzählt Dennis mit drastischen Worten. Seine Freunde und er finden die Idee der SPD Hochzoll, im ehemaligen ersten Schulgebäude von Hochzoll ein Jugendkulturcafé einzurichten, prima. "Man könnte sich mit Freunden treffen, auch mal Billard spielen und wäre nicht die ganze Zeit draußen". Auch die Idee, selbst mitzuarbeiten, sei "voll okay", so Anna.

Bei einem Vor-Ort-Termin traf der SPD-Ortsverein mit Jugendlichen des Stadtteils zusammen, um die Pläne für das Gebäude an der Ecke Salzmann-/Friedberger Straße der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen und zu diskutieren.

Das historische Gebäude, das 1875 erbaut wurde und zunächst als Schulgebäude diente, war vor dem Bau der Matthäuskirche auch Gebetsraum für die evangelische Gemeinde Hochzoll. Das Gebäude müsste für rund 650 000 Euro saniert werden. "In Hochzoll haben wir fast keine alten Gebäude mehr, hier steht noch eins, an dem Stadtteilgeschichte klebt", hieß es.

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Stefan Quarg möchte am liebsten auch die benachbarten Gebäude und Grundstücke in ein ganzes Jugend- und Kulturviertel einbeziehen. Der sogenannte Fuchsbau wird abgerissen, dort sei ein Erweiterungsbau für das katholische Kinderheim geplant. Im benachbarten ehemaligen Feuerwehrgerätehaus könnten Ateliers und Ausstellungsräume für Hochzoller Künstler entstehen, erläuterte Quarg. Es gibt Überlegungen des Trägers einer privaten Schule in Augsburg, das benachbarte Grundstück an der Friedbergerstraße mit einer Schule zu bebauen. Ein Fußweg durch das ganze Ensemble würde die Gemeinden Heilig Geist und St. Matthäus verbinden.

Vision vom Viertel für Jugendkultur

"Wir können uns ein selbstverwaltetes Jugendkulturcafé vorstellen, das von einem dafür zu gründenden Trägerverein verwaltet wird", erklärte Gregor Lang, stellvertretender Ortsvorsitzender, die angedachte Organisationsform.

Das Jugendhaus würde nicht unter Trägerschaft des Stadtjugendrings geführt, sondern könnte mit geringem finanziellen Aufwand betrieben werden, so die Überlegungen der Hochzoller SPD. "Die Stadt Augsburg könnte hier beweisen, dass sie Jugendliche und ihre Bedürfnisse ernst nimmt", so Gregor Lang. (alon)

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