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Kommunalpolitik

24.02.2018

Warum die CSU auf die FDP schaut

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Thorsten Große

Es geht um die Zukunft zweier Stadträte in Augsburg, die seit längerem unzufrieden mit ihrer Partei sind.

In der Augsburger CSU wird man aufmerksam beobachten, was sich am Sonntag beim Neujahrsempfang der FDP abspielen wird. Die Augsburger Liberalen treffen sich im Technologiezentrum, als Gast hat sich Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart angekündigt. Für die CSU ist der Empfang aber aus einem anderen Grund interessant. Denn es wird spekuliert, dass es am Sonntag endlich Klarheit über die politische Zukunft der beiden CSU-Stadträte Rainer Schaal und Thorsten Große geben könnte – nach einer monatelangen Hängepartie.

Dass Schaal und Große mit der CSU fremdeln, ist seit längerem kein Geheimnis mehr. Schaal musste sein Amt als Umweltreferent abgeben, als die städtische Referentenriege nach der letzen Wahl neu geformt wurde. Zuletzt fragte er in Ausschüssen immer wieder sehr kritisch nach, gerade auch bei CSU-Vorstößen. Er sei kritischer als die Opposition, hieß es hinter vorgehaltener Hand. Thorsten Große, im Hauptberuf Anwalt, scheiterte beim Versuch, in der CSU Karriere zu machen an seinem parteiinternen Widersacher Leo Dietz.

Fällt am Sonntag die Entscheidung?

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Schon länger wird darüber spekuliert, die beiden enttäuschten Stadträte könnten zur FDP wechseln. Aus CSU-Kreisen ist zu hören, dass Schaal und Große seit Monaten nicht mehr an Fraktionssitzungen teilnehmen. Nun vermutet man in der CSU, dass die beiden Kommunalpolitiker den FDP-Neujahrsempfang am Sonntag dazu nutzen könnten, um einen Wechsel bekannt zu geben – oder zumindest ihre Entscheidung, wo sie künftig ihre politische Heimat sehen. Auf Anfrage unserer Zeitung wollte Rainer Schaal die Spekulationen am Freitag nicht kommentieren, sagte aber vieldeutig: „Meine politische Heimat ist und bleibt Augsburg.“

Die CSU-Fraktion ist seit Beginn der Wahlperiode von 23 auf 28 Köpfe angewachsen, weil mehrere Räte von anderen Parteien und Gruppierungen zu ihr wechselten. Zuletzt schloss sich im Januar Ex-AfD-Mann Thorsten Kunze an. Die FDP stellt derzeit kein Stadtratsmitglied, weil Markus Arnold, der einzige FDP-Rat, voriges Jahr zur CSU gegangen ist. Unter diesem Aspekt kämen der FDP zwei Neulinge mit Stadtratsmandat wohl gelegen.

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