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16.11.2017

Wie die Stadt den Platz bei St. Michael aufwerten will

Dass der Platz bei St. Michael umgestaltet wird, steht schon länger fest. Einen Zeitplan für die Umsetzung gibt es noch nicht.
Bild: Annette Zoepf

Die Pferseer bekommen verschiedene Entwürfe präsentiert. Wann wird der Umbau umgesetzt?

Nach jahrelangen Planungen soll es nun konkret werden mit dem Umbau des Dreiecks hinter der Pferseer Kirche St. Michael. Drei erste Vorentwürfe für die Gestaltung des bislang wenig gefälligen Platzes präsentierte Baureferent Gerd Merkle bei einer Informationsveranstaltung. Etwa 30 Bürger äußerten eine Reihe von Änderungswünschen, die nun in die weitere Planung einfließen sollen. Denn, so Merkle, der Platz sei durchaus „optimierungsfähig“.

Bis die Bauarbeiter anrücken, wird es allerdings noch dauern. Wenn der Stadtrat Geld für die weiteren Planungen bewilligt, werden die Anregungen der Bürger in die Entwürfe eingearbeitet. Merkle hofft, dass dies 2018 geschehen könne. Dann müssten die Vorschläge Baukunstbeirat und Bauausschuss passieren, ehe sich der Stadtrat für einen Entwurf entscheidet und die Mittel für den Bau bewilligt.

Raum für Begegnungen

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Die Büros Reinhard Baldauf (Neusäß), Elke Berger (München) und Uli Möhrle (Augsburg) hatten die Aufgabe, verschiedene Nutzungen unter einen Hut zu bringen. So müssen Räume sowohl für Begegnungen und Veranstaltungen geschaffen werden als auch Stellplätze für Autos, Taxis, Fahrräder und Wertstoffcontainer. Zudem soll das kleine Straßenstück erhalten bleiben. Auch wenn nach Untersuchungen der Verwaltung vier Parkplätze entfallen können, gibt es für die restlichen Nutzungen keine Möglichkeit der Verlagerung.

Reinhard Baldauf will die Container auf dem Platz von der Stadtberger an die Fröbelstraße verlagern, ebenso die Abstellplätze für Fahrräder. Er entwarf einen offenen Quartiersplatz mit einer quadratischen, farbigen Asphaltpflasterfläche, auf der er sich als Kunstobjekt eine „Erzählkugel“ vorstellt, auf der die Geschichte Pfersees von der Römerzeit bis heute dargestellt wird.

Kiosk oder Toilettenanlage?

Auf einen offenen, befestigten Innenraum setzt Uli Möhrle. Zu den Stellplätzen und Containern hin sollen Hecken gepflanzt werden. Ein Wasserspiel und/oder Trinkbrunnen sollen den Platz aufwerten. Auf der nördlichen Seite hat er ein Gebäude vorgesehen, das noch keine Zweckbestimmung hat. Einige Diskussionsteilenehmer machten sich für einen Kiosk, andere für eine Toilettenanlage stark.

Eine Kombination aus mit vielen Bäumen bepflanzten Grünflächen und einer befestigten ovalen „Platzinsel“ schwebt dagegen der Münchnerin Elke Berger vor. Diese Fläche soll mit Sitzgelegenheiten eingefasst werden. Ihre Idee, den Taxistand sowie einige Parkplätze auf das Grundstück der Kirche zu verlegen, hätten allerdings keine Chance, stellte ein Vertreter der Kirchenverwaltung klar.

Auch ein Wunsch, den Dietmar Egger von der Bürgeraktion Pfersee Schlössle äußerte, wird sich nicht erfüllen. Er regte an, auch die Fläche vor der nahegelegenen Kirche St. Paul in den Platz einzubeziehen und die Fröbelstraße als verkehrsberuhigte Zone umzuwidmen. Dies lasse die Straßenverkehrsordnung nicht zu, sagte der Chef des Stadtplanungsamtes, Norbert Diener. Wenig Anhänger fanden Anregungen, auf dem Platz Gastronomie anzusiedeln, um eine gewisse „soziale Kontrolle“ zu erreichen. Kritiker merkten an, dass Alkoholausschank auch „nicht erwünschte“ Gruppen der Trinkerszene anziehen könnte.

Container sind vielen ein Dorn im Auge

Ein Hauptanliegen waren die Parkplätze. Sie werden derzeit meist von Pendlern in die Innenstadt blockiert. Daher sollten sie als kostenpflichtige Kurzzeit-Parkplätze ausgewiesen werden, so die Forderung. Ein großer Dorn im Auge war vielen Teilnehmern auch die zahlreichen Container. Sie seien komplett verzichtbar, da in Pfersee genügend andere Standorte bestehen, meinten einige Teilnehmer. Eine Alternative sei auch, sie in das ehemalige Depot der Stadtreinigung an der Stadtberger Straße zu verlagern. Dies, so die Projektleiterin der Planungen, Ursula Steude, sei nach Aussagen der Stadtreinigung allerdings nicht möglich, da das Gelände anderweitig genutzt werden solle.

Einsichtnahme Die Pläne hängen noch bis zum 30. November im Baureferat, Rathausplatz 1, 3. Stock aus oder können unter stadtplanung.augsburg.de im Internet abgerufen werden.

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