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Friedensfest

16.08.2019

Wie lebt es sich in Oberhausen?

Der Augsburger Kosakenchor untermalt das Gartengespräch im evangelischen Gemeindezentrum St. Johannes.
Bild: Oliver Wolff

Beim Gartengespräch im evangelischen Gemeindezentrum St. Johannes diskutieren Anwohner über ihren Stadtteil

Bei einem Gartengespräch im evangelischen Gemeindezentrum St. Johannes standen die Themen Wohnen in Oberhausen sowie Altersarmut und Pflege im Mittelpunkt. Die Podiumsdiskussion mit Anwohnern moderierte der Soziologe Alexander Jungmann von der Universität Augsburg. Die Quintessenz: Die Veränderung ist die Kontinuität des Stadtteils. Oberhausen stehe vor einem Umbruch. Vor allem die Alters- und Wohnstruktur werde sich zukünftig ändern. Oberhausen sei allerdings ein attraktiver Stadtteil – er zählt zugleich zu den kinderreichsten in Augsburg. Barbara Hastenpflug wohnt in der Ahornerstraße und berichtet: „Oberhausens Ruf ist schlechter, als der Stadtteil eigentlich ist.“ Es habe sich zwar vieles in den letzten Jahren geändert, allerdings nicht nur zum Negativen. „Ich fühle mich hier wohl, es gibt viele Geschäfte.“ Die 81-Jährige sagt, Oberhausen sei mehr als nur das Bahnhofsviertel. Doch die Geschehnisse rund um den Helmut-Haller-Platz bestimmten die Schlagzeilen, so Hastenpflug.

Mit leichter Besorgnis spricht die Rentnerin über die anstehenden Veränderungen in ihrem Viertel. Auf dem ehemaligen Zeuna-Stärker-Areal werden in den nächsten Jahren rund 700 Wohnungen gebaut. Inwieweit sich die Baumaßnahmen auf ihre Wohnsituation, etwa auf die Mietpreise, auswirken könnten, kann Hastenpflug noch nicht einschätzen.

Auch Barbara Kratzer wohnt im Viertel links der Wertach und sagt: „Das typische Oberhausen gibt es nicht.“ Vor allem bei den Einkaufsmöglichkeiten gebe es Unterschiede. Im Oberhauser Norden sei man gut versorgt. Einen Kritikpunkt hat die 80-Jährige: „Der Verkehr hat sich zum Negativen geändert.“ Es gebe zu wenig Parkplätze, Autos parkten sogar auf den Gehwegen, klagt Kratzer.

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Auch Sarah Zimmermann vom Gesundheitsamt der Stadt Augsburg ist beim Gartengespräch anwesend. Sie spricht über ein Projekt von Frauen für Frauen. „Es geht um die Bewegungsförderung von Frauen in sozial schwierigen Lebenslagen.“ Ziel sei, abgehängte Frauen an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Gerade werden verschiedene Angebote erarbeitet, so Zimmermann. Das Projekt soll 2020 starten.

Für die musikalische Untermalung des sommerlichen Gartengesprächs hat Pfarrerin und Gastgeberin Snewit Aujezdsky den Augsburger Kosakenchor eingeladen. Die russischstämmigen Chormitglieder singen und spielen bekannte russische Volkslieder und Schlager.

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