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Augsburg

04.05.2018

Wo die Einfahrt zur Fugger-Garage sein könnte

Fuggerstraße: Hier soll die Tiefgarage von Ignaz Walter hin.
Bild: Silvio Wyszengrad

Der frühere Baukonzern-Chef Ignaz Walter plant eine Tiefgarage unter der Fuggerstraße. Am Montag spricht der Investor mit der CSU. Auch Pro Augsburg zeigt sich interessiert.

Der frühere Baukonzern-Chef Ignaz Walter hat mit seinem Angebot, eine Tiefgarage unter der Fuggerstraße bauen zu wollen, Diskussionen ausgelöst. Am Montag wird er Gast bei der CSU sein und sich den Fragen der größten Stadtratsfraktion stellen. „Ich freue mich auf das Gespräch“ sagte er unserer Redaktion.

Die Stadträte möchten mehr über das Angebot erfahren, das der Investor vergangene Woche unterbreitet hatte. „Wir wollen eine offene Diskussion mit Walter führen“, sagt der stellvertretende Fraktionschef Leo Dietz. Auch Baureferent Gerd Merkle ist eingeladen.

SPD und Grüne sehen das Projekt kritisch

Ignaz Walter hatte in den vergangenen Tagen bereits Besuch und Anrufe von mehreren CSU-Stadträten erhalten, die mit ihm ins Gespräch kommen wollten. Auch Pro Augsburg interessiert sich für das Projekt. Die Stadträte Rudolf Holzapfel, Claudia Eberle, Thomas Lis und Beate Schabert-Zeidler besuchte den Investor. Holzapfel hatte bereits vergangene Woche einen direkten Zugang von der möglichen Tiefgarage zum künftigen Staatstheater ins Spiel gebracht.

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Theaterintendant André Bücker reagiert darauf auf Anfrage zurückhaltend. „Für die Theaterbesucher wäre das natürlich bequem. Im Martinipark, wo wir derzeit spielen, bekommen wir mit, dass Anfahrt und Parken wichtige Themen sind. Das Bedürfnis ist da“, sagt Bücker. Doch ob das für die Stadt auch sinnvoll ist, könne er nicht beurteilen. Bücker sagte augenzwinkernd: „Das ist nicht meine Baustelle.“

Noch kein Gesprächsanfragen hat Ignaz Walter von den Stadtratsfraktion der SPD und der Grünen erhalten. „Es ist schade, dass sie sich nicht gemeldet haben“, bedauert Walter das offenbar fehlende Interesse. SPD-Fraktionschefin Margarete Heinrich und der Umweltreferent Rainer Erben (Grüne) hatten sich nach dem Erhalt des Angebotes ablehnend geäußert.

Genauere Pläne liegen noch nicht vor

Mit genaueren Details des Garagen-Angebots können die Stadträte derzeit nicht rechnen. „Ich habe zum jetzigen Zeitpunkt der Diskussionen noch keinen Architekten beauftragt“, sagt Walter. Klar sei jedoch, dass die Einfahrt zu der zweigeschossigen Garage auf der nord-westlichen Seite der Fuggerstraße nahe dem Justizgebäude liegen müsse. Walter: „Diese moderne Garage soll sehr hell und freundlich werden. Ich plane schräge Parkplätze und runde Säulen. Für die Sicherheit werden Kameras sorgen.“

Oberbürgermeister Kurt Gribl hatte sich dennoch skeptisch geäußert. „Ich denke nicht, dass für Walters Idee eine breite politische Mehrheit zu gewinnen ist. Die Idee fällt aus der Zeit.“

Das will Ignaz Walter so nicht stehen lassen. „Die Garage, die ich plane, ist nicht aus der Zeit gefallen. Dagegen sind manche bestehenden Augsburger Parkhäuser schon aus der Zeit gefallen.“

Hören Sie hier unseren Podcast zum Thema Mobilität:

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Die Diskussion ist geschlossen.

09.05.2018

Peter P.: Unsinn, abgesehen vom Reuter-Parkhaus liegt kein Parkhaus näher an der Fußgänger-Zone als das Augusta-Parkhaus. Es trennt sie praktisch nur eine Fußgänger-Ampel.

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10.05.2018

Sie sollten Stadtmarkt und den neuen autofreien Kö in Ihre räumlichen Überlegungen zur FuZo mit reinnehmen!

Anna-Garage? Keine Ampel und man ist drin!
Patrizia-Garage? Keine Ampel und man ist drin!
Parkhaus Scheatzlerstraße - eine Ampel und man ist am Kö.
Selbst vom Parkhaus Halderstraße dürfte man bei vielen Zielen schneller als vom Augusta-Parkhaus sein.

Und wie gesagt, man muss halt auch mit dem Auto hinkommen - das ist halt beim Augusta-Parkhaus eher kompliziert. Erst recht wenn künftig die Durchfahrt beim Theater geschlossen wird.

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06.05.2018

Was ist an der Lage des Augusta-Parkhauses "suboptimal"? Es liegt direkt am Eingang zur Fußgängerzone und nur wenige Gehminuten vom Theater entfernt. Aber es wird kaum angenommen, weil es sehr teuer ist. Die von Walter ins Spiel gebrachte komfortableTiefgarage wird jedoch angesichts der Lage auf archeologisch heiklem Grund und unter der Straba noch teurer werden, wenn sie Gewinn bringend sein soll.
Die Leute jammern doch jetzt schon über die angeblich zu hohen Parkgebühren und erhoffen sich nun billigere Parkplätze. Ein naiver Traum, der platzen wird, wenn erste Zahlen vorliegen. Die Stadt sollte hier von Walter absolute Transparenz verlangen.

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09.05.2018

>> Was ist an der Lage des Augusta-Parkhauses "suboptimal"? <<

1. Zu- und Abfahrt - da hinten reinzukommen ist schon heute nicht einfach.

2. Lage nördlich der Karlstraße - einfach mal auf die Bodenrichtwertkarte sehen - die lügt nicht.

3. Die nördliche FuZo verliert nach dem Umzug von Müller deutlich an Frequenz

Man ist bei dieser Garage einfach für viel Geld relativ weit weg; da hilft dann eine vernünftige Parkplatzbreite auch nicht weiter.


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05.05.2018

Herr Walters Angebot würde deutlich seriöser rüberkommen, wenn er wenigstens etwas Geld in eine grobe Vorplanung investiert hätte, statt mit schlichten Gedankenspielen vor die politischen Vertreter und die Öffentlichkeit zu treten.
Im Übrigen bin ich mir ziemlich sicher, dass sich das Thema spätestens dann erledigt haben wird, wenn die Bürger über die zu erwartenden Parkgebühren in diesem Luxusparkhaus aufgeklärt werden. Mehr Platz und mehr Komfort kosten nun mal Geld, wie ja auch in Walters nagelneuem Augusta-Parkhaus (70 Plätze) in der ehemaligen Lugwigspassage zu sehen ist. Dort kosten die Parkplätze pro Stunde und Tag zwei- bis dreimal so viel wie anderswo und sind deswegen nur schlecht ausgelastet.
Aus diesem Grund wird auch das angebliche Wegfallen des Parkplatzsuchverkehrs ein frommer Wunsch bleiben: Die meisten Autofahrer suchen nämlich erst einmal einen kostenfreien Parkplatz, dann einen billigen, erst wenn's gar nicht anders geht, wird ein teures Parkhaus angesteuert.

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06.05.2018

>> Mehr Platz und mehr Komfort kosten nun mal Geld, wie ja auch in Walters nagelneuem Augusta-Parkhaus (70 Plätze) in der ehemaligen Lugwigspassage zu sehen ist. <<

Es gibt viele Menschen die für gute Leistung gerne etwas mehr bezahlen, statt für nur geringfügig weniger Geld ein enges Parkhaus in guter Lage wie am Ernst-Reuter-Platz zu buchen.

Die suboptimale Lage des Augusta-Parkhaus ist kein Maßstab; eher sollte das Preis- und Leistungsniveau der Annagarage beachtet werden.

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05.05.2018

Ist doch bestens bekannt das die SPD in Augsburg gegen alles ist was nicht von ihr kommt !! Wie sehr sich halt die Zeiten gewandelt haben Dieter einem OB Hans Breuer

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