Newsticker

Merkel betont Notwendigkeit weiterer Corona-Beschränkungen
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Zoo stellt Bauantrag fürs neue Elefantenhaus

Augsburg

27.10.2017

Zoo stellt Bauantrag fürs neue Elefantenhaus

Seit vielen Jahren kümmert sich Fachpffleger Marcus Linder um die beiden betagten Elefantendamen Targa und Burma. Ihre Anlage ist ebenfalls in die Jahre gekommen. Jetzt ist ein Neubau in Sicht.
Bild: Fred Schöllhorn

Der Zoo sieht einen Wettlauf gegen die Zeit, um neue Tiere zu holen. Elefantenoma Targa geht es derzeit gut, sie hat aber kaum noch Zähne.

Das neue Elefantenhaus im Augsburger Zoo rückt näher. Wie die Zooleitung mitteilt, wurde kürzlich der Bauantrag bei der Stadt eingereicht. Im Dezember sollen die ersten Ausschreibungen laufen. Geplanter Baubeginn ist im März 2018. Für den Zoo ist das Projekt ein Wettlauf gegen die Zeit. „Die Uhr tickt“, sagt Kurator Thomas Lipp.

Zwei Tiere aus Sicherheitsgründen abgegeben

Die neue Elefantenanlage ist nötig, um moderne Anforderungen an die Tierhaltung zu erfüllen und die Sicherheit für die Tierpfleger zu verbessern. Der Zoo musste nach einem schweren Unfall mit einem Pfleger seine Herde bereits verkleinern und aus Sicherheitsgründen zwei afrikanische Elefanten abgeben. Außerdem können nur noch dann neue Elefanten nach Augsburg geholt werden, wenn eine umfassende Modernisierung erfolgt ist. Die beiden letzten asiatischen Elefantenkühe in Augsburg, Burma und Targa, sind sehr alt. Man weiß nicht, wie lange sie noch leben.

Targa gilt mit 60 Jahren schon als betagte Oma und als einer der ältesten Zooelefanten weltweit. Sie hat kaum noch Zähne und muss gehäckseltes Heu fressen, damit die Verdauung funktioniert. Der Gesundheitszustand von Targa und Burma sei derzeit, ihrem Alter entsprechend, gut, sagt Lipp. Das könne sich aber schnell ändern. Einer Altersgenossin von Targa im Karlsruher Zoo gehe es bereits deutlich schlechter.

Wichtige Etappe geschafft

„Wir sind sehr erleichtert, dass es in absehbarer Zeit mit dem Bau losgehen wird,“ sagt Lipp. Mit dem Bauantrag sei eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg zum Ziel geschafft. Mit der Baugenehmigung rechnet die städtische Zoo GmbH im Januar oder Februar. Dann könnte im März Baubeginn sein, wenn die Witterung mitmacht.

Parallel werden weiter Spenden für die neue und größere Elefantenanlage gesammelt. Denn der Zoo und sein Freundeskreis können das bislang größte Projekt in der Augsburger Zoogeschichte nicht alleine stemmen.

Fast 860.000 Euro an Spenden

Die Baukosten liegen bei sechs Millionen Euro. Aus eigenen Mitteln kann der Zoo eine halbe Millionen Euro aufbringen. Von der Stadt gibt es eine Investitionshilfe von zwei Millionen Euro. Der Rest soll zusammen mit dem Freundeskreis durch Sponsoren- und Spendengelder sowie der Aufnahme eines Darlehens finanziert werden. Bislang sind bei der Spendenkampagne fast 860.000 Euro zusammengekommen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren