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Augsburg: Ein Neubau in der Augsburger Kahnfahrt würde mehr als eine Million Euro kosten

Augsburg

Ein Neubau in der Augsburger Kahnfahrt würde mehr als eine Million Euro kosten

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    Die Augsburger Kahnfahrt ist diese Woche Thema im Liegenschaftsausschuss des Stadtrats.
    Die Augsburger Kahnfahrt ist diese Woche Thema im Liegenschaftsausschuss des Stadtrats. Foto: Michael Hochgemuth

    Die Stadt geht offenbar davon aus, dass die Kosten für einen Ersatzneubau des Gastraums in der Kahnfahrt im Millionenbereich liegen. Erste Schätzungen belaufen sich demnach auf einen "niedrigen siebenstelligen Betrag", hieß es im Vorfeld der Sitzung des Liegenschaftsausschusses des Stadtrats. Er soll sich am Mittwoch mit den Vorgängen in der Kahnfahrt befassen. 

    Eine Augsburger Tradition: So sah die Kahnfahrt früher aus

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    15 Bilder
    Der Augsburger Kahnfahrt droht das Aus. Der Bootsverleih hat eine weit über hundert Jahre alte Tradition, wie diese Bilder aus der Vergangenheit zeigen.

    Laut Stadt wurden die Probleme mit dem Fluchtweg und der fehlenden Baugenehmigung dadurch bekannt, dass Steine von der Stadtmauer fielen und dadurch das Dach des Gebäudes beschädigt wurde. Im Zuge der Begutachtung durch die Stadt fielen die Mängel dann auf. Anfang März 2023 untersagte die Stadt dann die Nutzung

    Betrieb an Augsburger Kahnfahrt vorerst unter Auflagen

    Bei der Stadt hatte man wohl zahlreiche Lösungen für die Fluchtwegproblematik ins Auge gefasst. Zuletzt war ein Mauerdurchbruch im Gespräch, bei dem allerdings ein privater Grundstückseigentümer mitziehen muss. Der Eigentümer des Nachbargrundstücks habe dann aber kurzfristig seine Zustimmung verweigert, heißt es in einem Informationsschreiben, das die Verwaltung vergangene Woche an alle Stadtratsmitglieder verschickte, nachdem die Probleme öffentlich geworden waren. Wie berichtet, geht die Stadt davon aus, eine Lösung zu finden, sodass der Betrieb für Bootsverleih und Außengastro ab 1. April zunächst unter Auflagen (Personenbeschränkung auf 60) stattfinden kann. Ist der zweite Fluchtweg installiert, gedacht ist an einen Ponton-Steg, kann ohne Auflage geöffnet werden. 

    Betreiber Bela Balogh hat sich noch nicht entschieden, ob er unter diesen - laut ihm unwirtschaftlichen Bedingungen - am 1. April tatsächlich die Sommersaison an der Kahnfahrt startet. Der 53-Jährige, der sich inzwischen juristisch beraten lässt, möchte erst ein Treffen mit der Stadt abwarten. Es ist für diesen Freitag anberaumt. "Ich halte es für gut, dass wir mal miteinander reden. Es ist auch höchste Zeit", meint Balogh, der die Kahnfahrt in vierter Generation betreibt. Er hoffe auf Lösungen. 

    Bela Balogh will Treffen mit der Stadt Augsburg abwarten

    Die Schließung des traditionsreichen Ausflugsziels sorgt in Augsburg für Wirbel. Inzwischen wurde aus der Bürgerschaft auf dem Onlineportal openpetition.de die Aktion "Rettet das Familienunternehmen Augsburger Kahnfahrt" ins Leben gerufen. Sie ist an Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) gerichtet. "Durch unsere Unterschriftensammlung soll der Stadt Augsburg übermittelt werden, wie wichtig den Bürgern der Fortbetrieb ist und sie mit dem Betreiber eine gute Lösung findet", teilt Initiator Wilfried Mayer darin mit. Bela Balogh sagt, er erfahre derzeit viel Zuspruch. "Die Augsburger sind toll."

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