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Kanuslalom

28.05.2019

Der Kampfgeist der Augsburger Kanuten ist geweckt

Schwaben-Kanute Sideris Tasiadis ist im Canadier Einer auf der Kanuslalom-Strecke von Pau unterwegs und bereitet sich auf die am Donnerstag beginnende Europameisterschaft vor.
Bild: Uta Büttner

Mit der EM-Strecke in den französischen Pyrenäen hat Canadierfahrer Sideris Tasiadis noch eine Rechnung offen. Er will dort endlich eine Medaille holen

Mit der Kanuslalom-Strecke von Pau in den französischen Pyrenäen hat Sideris Tasiadis noch eine Rechnung offen. Bei der Weltmeisterschaft im Herbst 2017 lag der Canadierfahrer von Kanu Schwaben Augsburg dort im Endlauf schon scheinbar sicher auf Medaillenkurs, doch dann erfasste ihn unglücklich eine Wasserwalze. Bis er sich daraus befreien konnte, verlor er viel Zeit und landete abgeschlagen auf Platz sechs. Ab Donnerstag hat Tasiadis nun die Gelegenheit, bei der in Pau stattfindenden Europameisterschaft diese Scharte auszumerzen.

Als Weltranglistenerster und Sieger der nationalen Qualifikation geht Sideris Tasiadis im Canadier Einer am Donnerstag in die Qualifikation. "Zielstellung ist natürlich, die Top Ten zu erreichen und im Finale ist alles möglich", ist erneut sein Kampfgeist auf dieser Strecke geweckt.

Allerdings ist der Kurs vergangenes Jahr baulich stark verändert worden. Nicht nur zum Vorteil für die erfahrenen Kanuten, die die alte Strecke noch gut kennen. "Ab und zu muss ich mich noch daran gewöhnen, denn die Strecke ähnelt eher einem Fluss. Die neuen Plastik-Hindernisse sind so eingebaut, dass man fast immer die gleiche Strömung hat", berichtete Tasiadis nach den ersten drei Trainingstagen. Durch die Gleichmäßigkeit des Wassers seien aber auch die Bedingungen für alle Sportler sehr ähnlich.

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Auch Tasiadis´ Teamkollege und größter Konkurrent im deutschen Team, Franz Anton (Leipzig) war überrascht. "Besonders der obere Abschnitt ist ein bisschen langsamer geworden. Die Charakteristik, die die Strecke früher hatte, ist ihr genommen. Aber ich glaube, dass wir hier trotzdem gut zurechtkommen werden." Zumal das deutsche Trio mit dem dritten A-Kader-Mitglied im C1, Florian Breuer vom Augsburger Kajak Verein (AKV), neben der Einzelwertung auf alle Fälle auch zu den Favoriten auf eine Medaille im nicht-olympischen Team-Wettbewerb gehört.

Kanuten werden nicht geschont

Allerdings geht es für die internationalen Spitzenkanuten in dieser Saison nicht nur um Edelmetall bei der Europa- und Weltmeisterschaft, sondern insbesondere um die Olympia-Qualifikation. Deshalb standen bereits umfangreiche Trainingseinheiten an und das deutsche Nationalteam reiste direkt vom Trainingslager auf der Olympiastrecke von London nach Frankreich weiter. "Es war eine knappe Vorbereitung auf die EM, da die Olympia-Qualifikation in diesem Jahr im Vordergrund steht. Auch hier in Pau wird noch viel trainiert. Es wird sich nicht geschont", sagte auch Kajak-Weltmeister Hannes Aigner mit Blick auf die kräftezehrende Vorbereitung.

Die größte internationale Konkurrenz für die deutschen Fahrer kommt aus den europäischen Ländern. Deshalb will Kajak-Bundestrainer Thomas Apel, der seit dem Ausscheiden von Bundestrainer Michael Trummer dessen sportliche Aufgaben übernommen hat, nun den Leistungsstand seiner Spitzenfahrer überprüfen. "Die EM ist für uns eine erste Standortbestimmung, um zu sehen, wo wir international stehen." Denn nach der EM folgen nur noch die Weltcup-Serie mit fünf Stationen und die Weltmeisterschaft im spanischen La Seu d´Urgell. Schon danach werden die Teilnehmer für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio benannt.

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