Badminton

12.03.2019

Der Post SV muss sich strecken

Robin Fiedler kämpft mit dem Post Sv bis zum Schluss um den Aufstieg in die zweite Bundesliga.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Zwei Spieltage vor Saisonende sichert sich der Regionalligist den Klassenerhalt und kann sogar noch aufsteigen

Es war ein Wechselbad der Gefühle, das die Regionalliga-Badmintonspieler des Post SV Augsburg an diesem Wochenende in der eigenen Halle durchleben mussten. Am Samstag unterlag man den abstiegsbedrohten BSpfr. Neusatz 3:5, am Sonntag gewann man gegen den bis dato Zweiten BSC Eggenstein-Lepopoldshafen mit 5:3. „Damit haben wir den Klassenerhalt sicher, können aber auch als Zweiter noch Meister werden und damit in die 2. Bundesliga aufsteigen“, fasst Organisationsleiter Kim Mayer die kuriose und zugleich spannende Tabellensituation in der Staffel Südost-Süd zusammen.

Die gibt es in der kommenden Saison so nicht mehr, sie wird neu geordnet. Zukünftig spielen die Teams aus Bayern und Baden-Württemberg auch gegen Mannschaften aus Sachsen. Deshalb war es kein Zufall, dass vier Spieltage vor Saisonende den Zweit- und Siebtplatzierten gerade einmal drei Punkte trennten. Nur mit einem der ersten vier Plätze ist aber ein Startplatz in der neuen Liga garantiert.

Darum war auch die Niederlage gegen Neusatz keine Überraschung. Denn der Zweitliga-Absteiger aus dem Schwarzwald galt eigentlich als Top-Favorit auf den Wiederaufstieg, doch setzte er lange Zeit seine Profispieler aus Estland nicht ein. Erst als den Verantwortlichen im Schwarzwald dämmerte, dass der zweite Abstieg in Folge drohte, engagierte man die estnischen Nationalspieler Raul Kaesner und Kristjan Kaljurand wieder – und schon gewinnt Neusatz.

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Wie gegen den Post SV. Jetzt ist es nicht so, dass die Augsburger nicht auf fremde Hilfe setzen, aber immer nur auf eine. War es in der Vorrunde Thannesh Veerappan (Malaysia), so besetzt jetzt der Ukrainer Oleksandr Kolisnyk die Profistelle.

Doch das reichte am Samstag nicht. Das dritte Männer-Einzel wurde letztlich zum Knackpunkt. Michael Clemens reichte eine 17:11-Führung nicht, anstatt 4:4, hieß es am Ende 3:5.

Besser lief es dann am Sonntag. Im direkten Duell mit Eggenstein, das kurzfristig Platz zwei vom Post SV übernommen hatte, zeigten sich die Augsburger von ihrer besten Seite. Der Post SV gewann überraschend alle drei Spiele mit Frauen-Beteiligung und das zweite Männerdoppel. Den entscheidenden Punkt zum 5:3 holte dann Robin Fiedler.

Der Post SV (16:8 Punkte) ist wieder Zweiter und hat drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer BC Offenburg (19:5). Und hat Lust auf mehr. „Wir haben zwei Spieltage vor Saisonende unser primäres Ziel, den Klassenerhalt, geschafft. Ist das schon toll. Und Offenburg ist auch noch in Reichweite“, sagt Mayer. „Gegen einen Aufstieg in die zweite Bundesliga würden wir uns nicht wehren. Aber das ist erst unser mittelfristiges Ziel.“

Am 30. und 31. März findet der letzte Doppelspieltag statt. Der Post SV muss zwar zweimal auswärts ran, doch gilt er bei den Reserven von Neubiberg und Neuhausen als Favorit. „Wir haben in der Vorrunde gegen beide Teams gewonnen“, sagt Mayer. Allerdings sind die Augsburger auf fremde Hilfe angewiesen.

Doch das Restprogramm von Offenburg hat es in sich. Der Post SV weiß das. Offenburg muss in Eggenstein und in Neusatz antreten.

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