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Königsbrunn

15.11.2011

Spielabbruch bei Juniorenspiel: Zuschauer drehen durch

Bei Jugendspielen spielen oft viele Emotionen mit. Gerade wenn Eltern meinen, dass ihre Kinder benachteiligt werden. Symbolbild: dpa

Beim E-Junioren-Spiel zwischen dem FC Königsbrunn und dem FC Augsburg stürmen Erwachsene das Feld und greifen den Schiedsrichter an.

Unschön war das Ende der Fußball-Begegnung zwischen den E-1-Junioren des FC Königsbrunn und der E2 des FC Augsburg. 5:2 hatte Königsbrunn zur Halbzeit geführt, während der FCA in der zweiten Halbzeit zuerst zum 5:5 ausglich und dann auch das 6:5 erzielte.

Das war dann Anlass für die Königsbrunner Trainer und Zuschauer, auf den Platz zu laufen und den Schiedsrichter vor den Augen der Kinder tätlich anzugreifen. Die Begegnung wurde schließlich drei Minuten vor Spielende abgebrochen, was den Königsbrunnern nicht passte. Königsbrunns Jugendleiter Rüdiger Aue sagte: „Das Spiel sollte 6:5 für den FCA gewertet werden. Die für diesen Eklat verantwortlichen Personen werden wir entfernen.“

FCA-Trainer Alexander Moj meint: „Wir sollen Vorbilder sein und können uns vor den Kindern so nicht präsentieren. Mit Fairplay hat so etwas nichts zu tun.“

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Ob das Sportgericht in diesem Fall eingreift, ist allerdings nicht sicher. „Wenn uns keine Anzeige vorliegt, werden wir nicht tätig. Anzeigen kann diesen Vorfall nur ein Mitglied eines Verbandsvereins“, erklärt Rainer Batsch, der Vorsitzende des Jugendsportgerichts. Ein Einzelfall ist dieses Spiel nicht. „Leider, gerade bei E-Jugend- und F-Jugend-Spielen (Sechs- bis Zehnjährige) haben wir öfter Vorfälle. Meistens sind es zu ehrgeizige Eltern, die dann meinen, ausgerechnet ihr Sohn oder ihre Tochter wird benachteiligt“, meint Batsch.

Dass bei diesen Spielen Schiedsrichter nicht immer gut wegkommen, ist fast nachvollziehbar. „Den Schiedsrichter muss immer der Platzverein stellen. Da gibt es dann Überkorrekte, die ja keinen Fehler machen wollen, aber auch die, die mit einer dicken Vereinsbrille pfeifen“, klärt Batsch auf. (AZ, wla)

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