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16.05.2019

Stafylidis sagt Auf Wiedersehen

Der FC Augsburg ist für Konstantinos Stafylidis nur noch Geschichte. Der Grieche wechselt zur TSG Hoffenheim.
Bild: Ulrich Wagner

Der griechische Abwehrspieler verabschiedet sich in Augsburg. Künftig wird er für den Ligakonkurrenten TSG Hoffenheim spielen. Manager Stefan Reuter bedauert das

Konstantinos Stafylidis ist ein lustiger Typ. Wenn der Verteidiger in der Mixed-Zone nach dem Spiel die zwei griechischen Journalisten sieht, die öfter den FCA begleiten, dauert es nicht lange, bis Stafylidis die beiden mit großem Hallo begrüßt. Man versteht zwar dann nicht, über was die drei sich unterhalten, aber man sieht deutlich, dass bei diesem Gespräch der Spaß nicht zu kurz kommt. Die Journalisten werden Stafylidis in Zukunft vermissen. Der Verteidiger, der sich immer wieder gerne ins Sturmspiel mit einschaltet, wird den FCA nach dieser Saison verlassen. Der 25-Jährige wird ablösefrei zum Ligakonkurrenten TSG Hoffenheim wechseln.

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Der FCA hätte den Spieler, der im Jahr 2015 von Bayer Leverkusen nach Augsburg wechselte, gerne behalten. „Es ist schade, dass sich Kosta gegen eine Vertragsverlängerung entschieden hat. Mit dem Gesamtpaket in Hoffenheim sieht Kosta eine bessere Perspektive. Das müssen wir respektieren“, sagt Manager Stefan Reuter.

Eigentlich hätte man in der Winterpause dieser Saison fast darauf wetten können, dass der Verteidiger bereits zu diesem Zeitpunkt den FCA verlässt. Der ansonsten lustige Grieche war nicht immer so lustig wie in den vergangenen Tagen und Wochen. Er wollte spielen, durfte aber lange nicht. Unter Manuel Baum blieb Stafylidis jedenfalls lange Zeit außen vor. Das lag zunächst daran, dass sich der linke Verteidiger einen Rippenbruch zuzog und beim Saisonauftakt in Düsseldorf nicht spielen konnte. Anschließend dauerte es ein paar Wochen, bis er seinen Trainingsrückstand aufgeholt hatte. Doch auch dann war Stafylidis nicht gefragt. Nur einmal beim 2:2 gegen Nürnberg durfte er wenigstens auf der Bank Platz nehmen, ansonsten stand er nicht einmal im Kader. Erst am letzten Spieltag der Vorrunde beim 2:3 gegen Wolfsburg stand der Grieche wieder in der Startformation. Insgesamt 18 Monate musste Stafylidis warten, um beim FCA wieder eine Rolle zu spielen. In dieser Zeit wurde er auch sechs Monate in die englische Premier League, an Stoke City, verliehen.

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Nach der Winterpause in dieser Saison lief es dann für Stafylidis deutlich besser. Auch Baum griff wieder öfter auf ihn zurück. Abgesehen vom ersten Rückrundenspiel gegen Fortuna Düsseldorf (1:2) zählte Stafylidis wieder zum Stammpersonal. Philipp Max, der Konkurrent von Stafylidis auf der linken Verteidigerposition, nahm die Rolle des Linksaußen ein und „Stafy“ durfte wieder in der Viererkette spielen. Auch unter dem neuen Trainer Martin wurde dieses Spielsystem meist fortgeführt.

Stafylidis war nach seiner Verpflichtung ein Gewinn für den FCA. Der Verteidiger spielt in der Regel einen modernen Fußball mit viel Zug zum Tor. Deshalb ist die Ausbeute – fünf Tore in 61 Spielen – für einen Defensivspieler respektabel. Besonders aufgefallen ist Stafylidis vor allem bei seinen vier Europa-League-Spielen des FCA. Um ein Haar hätte er den FCA in Liverpool eine Runde weiter geschossen. Doch sein Freistoß wenige Minuten vor dem Abpfiff ging nur knapp am Tor vorbei.

Jetzt hat Stafylidis das Kapitel FC Augsburg abgeschlossen. Als man ihn kürzlich mit seinem griechischen Lieblingsklub PAOK Saloniki in Verbindung brachte, sagte Stafylidis: „Für Griechenland bin ich noch zu jung.“ Mit Hoffenheim hat er eine andere Heimat gefunden. Stafylidis will es wissen: „Ich brenne darauf, mich in diesem tollen Umfeld zu beweisen.“

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