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Coronavirus
17.03.2020

Wir machen weiter Zeitung - trotz der Corona-Krise

Im Gebäude der Augsburger Allgemeinen in der Curt-Frenzel-Straße herrscht weiterhin Betrieb - auch wenn viele Mitarbeiter nun von zu Hause aus arbeiten.
Foto: Bernhard Weizenegger

Auch bei der Augsburger Allgemeinen spüren wir die Auswirkungen von Covid-19. Doch wir wollen unbedingt weiter informieren. Weil es unser Job ist, aber auch unsere Aufgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

„Grundversorgung“ – das ist ein Begriff, der in diesen turbulenten Zeiten immer wieder fällt. Was soll in jedem Fall noch funktionieren, wenn vieles wegen Corona zum Stillstand kommt? Die Polizei natürlich, die Supermärkte, die Krankenhäuser, die Justiz. Für uns gilt auch: die Zeitung. Natürlich sind wir ebenfalls betroffen von der Krise, ob in der Redaktion, der Druckerei, im Verlag oder der Logistik. Viele Mitarbeiter aus allen Abteilungen unseres Hauses arbeiten derzeit von zu Hause aus. Wir wollen unbedingt jeden Tag unsere Zeitung weiter schreiben, drucken, an Ihren Briefkasten bringen. Weil es unser Job ist, aber auch unsere Aufgabe.

Verlässliche, unabhängige Informationen sind auch in der Corona-Krise wichtig

Die freie Presse ist sogar im Grundgesetz verankert. In Zeiten, da Menschen nach seriösen Informationen suchen, wird noch klarer, warum das so ist. Denn eine Gesellschaft ohne verlässliche und unabhängig recherchierte Informationen ist keine offene Gesellschaft mehr. Zugleich bleibt es auch in der Krise unsere Aufgabe, kritische Nachfragen zu stellen – etwa, welche Krisenmaßnahme wirklich sinnvoll ist und welche nur Aktionismus. Natürlich sind wir auch online rund um die Uhr für Sie da, alle wesentlichen Informationen zur Bedrohungslage gibt es dort kostenfrei. Aber wir wissen, dass nach wie vor sehr viele von Ihnen stark auf die gedruckte Zeitung warten und vertrauen. Daher werden wir alles geben, um diese weiter zu produzieren.

Die Recherche ist schwieriger, wenn kaum Gesprächspartner zu erreichen sind

Wir werden Ihnen ab heute, Sie merken es an der Seitenzahl, nicht ganz den gewohnten Umfang anbieten können – auch, weil wir unsere Prozesse in allen Bereichen anpassen müssen und das öffentliche Leben an vielen Stellen zum Erliegen gekommen ist. Manchmal wird unsere redaktionelle Arbeit auch dadurch erschwert, dass die Recherche schwieriger ist, wenn kaum Gesprächspartner zu erreichen sind. Für all diese kleinen Einschränkungen bitten wir vorsorglich um Ihre große Nachsicht. In einer kleinen Serie erzählen ab heute Kolleginnen und Kollegen unter dem Titel „Wir und Corona“ von ihrem Arbeitsalltag.

Wir freuen uns sehr, dass Sie uns so treu lesen, das gibt uns Kraft. Wenn wir Ihnen mit unserer Arbeit umgekehrt etwas Kraft in diesen schweren Zeiten geben können, freuen wir uns. Bleiben Sie gesund,

Ihr Gregor Peter Schmitz,

Chefredakteur

Lesen Sie hier den ersten Teil der Serie: Wir und Corona: Das Logbuch der Redaktion

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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19.03.2020

Viel besser so, kaum Werbung und Informationen kompakt.
Die AZ ist auf ihren eigentlichen Inhalt geschrumpft. Dafür zahle ich seit Jahren und so soll es bleiben.

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