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Eröffnung
12.04.2021

So startet die Landesgartenschau in Ingolstadt virtuell

Corona macht die Landesgartenschau in Ingolstadt kompliziert. Am 21. April soll es losgehen - zumindest virtuell.
Foto: Luzia Grasser

Plus In der kommenden Woche eröffnet die Landesgartenschau in Ingolstadt. Noch ist nicht klar, wann die ersten Besucher aufs Gelände dürfen.

Eingebettet zwischen der Rückseite eines Einkaufszentrums, Hochhäusern und einem riesigen Industriegebiet sowie umgeben von vierspurigen Straßen – das Areal für die Landesgartenschau in Ingolstadt liegt beileibe nicht inmitten einer grünen Idylle. Doch die Macher hatten eine Vorstellung: Das Gelände soll zu einer grünen Oase im grauen Umfeld werden. Eröffnet werden wird die Landesgartenschau in der kommenden Woche, am 21. April. Zumindest virtuell.

Die Partnerstädte Ingolstadts präsentieren sich auf der Landesgartenschau.
Foto: Luzia Grasser

Die Corona-Lage bestimmt, wann Besucher auf die Landesgartenschau dürfen

Ob an diesem Tag tatsächlich auch die ersten Besucher auf das Gelände im Nordwesten Ingolstadts können, ist noch unsicher. Denn all das hängt vom Inzidenzwert ab. Und der lag am Montag, als das Gelände bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, in Ingolstadt bei 150.

Wasser spielt eine große Rolle bei der Landesgartenschau in Ingolstadt.
Foto: Luzia Grasser

Die Landesgartenschau in Ingolstadt hätte im April 2020 eröffnet werden sollen

Für Ingolstadt ist es der zweite Anlauf, die Gartenschau zu eröffnen. Bereits vor einem Jahr, im April 2020, war das 23 Hektar große Areal bepflanzt. Blumenzwiebeln waren gesetzt, der über 6000 Quadratmeter große See mit Wasser gefüllt, die fast 600 Bäume standen vor der Blüte und die ersten Brautpaare hatten sich angemeldet, um auf der Apfelbaumwiese heiraten zu können. Doch dann kam Corona. Erst haben die Veranstalter die Schau um einige Wochen verschoben. Und als absehbar war, dass die Pandemie so schnell nicht vorbei sein würde, gab es einen neuen Eröffnungstermin für 2021. In der Hoffnung, dass Corona zumindest bis dahin vorbei ist.

Die Macher der Landesgartenschau haben ein Hygienekonzept erarbeitet

Doch die Hoffnung hat sich zerschlagen und so haben die Macher ein Hygienekonzept erarbeitet, um zumindest stufenweise eröffnen zu können. Erst nur für Spaziergänge durch den Park, dann mit Gastronomie und schließlich soll es auch Veranstaltungen, von denen ursprünglich mehr als 3000 geplant waren, geben. Aktuell hängt es also von der Corona-Lage und den politischen Entscheidungen ab, wann Besucher erlaubt sind. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) jedenfalls hat vor Ort seine Unterstützung zugesichert: „Ich werde alles dafür tun, dass wir die Landesgartenschau erlebbar machen können.“ Sobald die Inzidenzwerte es also erlauben, sollen die Besucher aufs Gelände dürfen.

Die Kosten für die Landesgartenschau sind um knapp sechs Millionen Euro gestiegen

Durch die Verschiebung um ein Jahr sind auch die Kosten gestiegen – von 13 Millionen auf 18,8 Millionen Euro. Und zwar nicht nur, weil sich Mitarbeiter im vergangenen Jahr, als das Areal verschlossen blieb, weiterhin um die Pflanzen und den Park gekümmert haben. Auch die Hygienemaßnahmen kosten Geld, außerdem rechnen die Veranstalter mit weniger Besuchern. Wenn die Gartenschau am 3. Oktober endet, soll der Park weiter bestehen bleiben und für die dicht besiedelten Viertel ringsum als Naherholungsgebiet erhalten bleiben.

Lässt die Corona-Lage es zu, könnte es in diesem Jahr zu einer Premiere in der Geschichte der bayerischen Landesgartenschauen kommen: zwei Schauen in nur einem Jahr. Denn neben der großen bayerischen Schau in Ingolstadt soll am 20. Mai in Lindau die kleine Schwester – die ebenfalls alle zwei Jahre stattfindende Regionalschau – öffnen und dabei einen Teil der Insel in einen Gartenstrand verwandeln.

Weitere Informationen finden Interessierte auch unter ingolstadt2020.de

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