Newsticker
Ampel-Bündnis will Olaf Scholz schon in Nikolauswoche zum Kanzler wählen
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Fürstenfeldbruck: Vermeintliche Entführung war Geburtstagsscherz

Fürstenfeldbruck
23.06.2019

Vermeintliche Entführung war Geburtstagsscherz

Eine vermeintliche Entführung in Olching stellte sich nur als schlechter Scherz heraus.
Foto: Alexander Kaya (Symbol)

Drei bewaffnete, maskierte Männer ziehen einen Jugendlichen in Olching in ein Auto, Zeugen rufen die Polizei. Was aussah wie eine Entführung, sollte nur ein Scherz sein.

Eine als Scherz gedachte Geburtstagsüberraschung hat einer Mutter und drei Jugendlichen in Olching (Landkreis Fürstenfeldbruck) eine Menge Ärger eingehandelt. Die Mutter eines 15-Jährigen und dessen Freunde wollten das Geburtstagskind zum Spaß entführen und hatten ihn dazu maskiert und mit Spielzeugpistolen bewaffnet am Freitagnachmittag überrumpelt und in ein Fahrzeug gezerrt.

Gestellte Entführung sorgt in München für Polizeieinsatz

Ein Zeuge hatte das Geschehen beobachtet und die Polizei verständigt. Kurz darauf meldete sich ein weiterer Zeuge, der einige bewaffnete und maskierte Menschen in einem Auto gesehen haben wollte. Die Beschreibung des Fahrzeugs stimmte überein. Als die Polizei das Auto aufgehalten und die Passagiere kontrolliert hatte, deckte sich das Missverständnis auf. In dem Fahrzeug befanden sich neben der 46-jährigen Mutter, die am Steuer saß, zwei 14-jährige und ein 15-jähriger Freund des Geburtstagskindes.

In dem Fahrzeug wurden insgesamt vier schwarz gefärbte Spielzeugpistolen sichergestellt. Bei den Waffen handelt es sich um sogenannte Anscheinswaffen, die einer echten Waffe täuschend ähnlich sehen, außerdem fand die Polizei Sturmhauben.

Polizei erstattet nach gestellter Entführung in München Anzeige

Es wurde eine Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Waffengesetz wegen der Anscheinswaffen gefertigt, heißt es von der Münchner Polizei.

Die Polizei warnt eindringlich davor, in der Öffentlichkeit mit echt aussehenden Attrappen zu hantieren oder gar Straftaten nachzustellen. (AZ)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.