1. Startseite
  2. Bayern
  3. Stargastronom Charles Schumann gibt nach Kritik Preis zurück

München

10.10.2019

Stargastronom Charles Schumann gibt nach Kritik Preis zurück

Der legendäre Münchner Bar-Mann Charles Schumann auf Entdeckungsreise.
Bild: Dirk Steinmetz, dpa (Archiv)

Stargastronom Charles Schumann hat nach Protesten eine Auszeichnung zurückgegeben. Hintergrund ist Kritik wegen frauenfeindlicher Äußerungen.

Stargastronom Charles Schumann hat nach Vorwürfen der Frauenfeindlichkeit eine Auszeichnung zurückgegeben. "Im Hinblick auf die Kontroverse um meine Person und die Verleihung des The World's 50 Best Bars - Industry Icon Award 2019, gebe ich hiermit den Preis zurück. Ich will ihn nicht mehr", äußerte sich der 78-Jährige auf der Facebookseite seiner Münchner Bar.

Schumann hatte die Auszeichnung am 3. Oktober in London erhalten. Das Gremium "The World's 50 Best Bars" besteht aus 500 Gastronomie-Experten und vergibt jährlich Preise für die 50 besten Bars der Welt.  Eine weitergehende Stellungnahme wollte Schumann am Donnerstag nicht abgeben.

Mit Bestürzung habe ich in den in den letzten Tagen erleben müssen, wie ich zum Zentrum einer Debatte geworden bin....

Gepostet von Schumann's Bar Am Hofgarten am  Dienstag, 8. Oktober 2019

Schumann soll sich in Interviews frauenfeindlich geäußert haben

Seine Bar "Schumann's" erhielt darüber hinaus am Sonntagabend in Berlin sowohl eine Auszeichnung für das "Barteam des Jahres" als auch als für die "Bar-Ikone des Jahres". Diese Preise wurden allerdings von einem anderen Veranstalter vergeben.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nach der Preisverleihung Anfang Oktober gab es eine Debatte im Internet, weil sich Schumann in vergangenen Jahren in Interviews frauenfeindlich geäußert haben soll. Barkeeperinnen kritisierten daher die Entscheidung der Jury. "Es frustriert mich sehr und macht mich traurig, dass @50bestbars diesem Mann die Ehre gaben, ihn zur Industrie-Ikone zu küren", sagte Tess Posthumus, eine bekannte Barkeeperin aus den Niederlanden. Barkeeper auf der ganzen Welt beanstandeten die Entscheidung unter dem Hashtag #WomenBehindTheBarAfter3.

"Ich schätze gute Barkeeper - völlig unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Alter", entschuldigte sich der 78-Jährige auf Facebook bereits am Dienstag. "Ich habe nie daran gezweifelt, dass Frauen Barkeeperinnen sein könnten. Natürlich gehören Frauen vor und hinter die Bar."  (dpa)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren