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Familienaffäre

13.05.2013

Waigel soll Ehrenkodex für CSU-Politiker ausarbeiten

Theo Waigel soll einen Ehrenkodexfür die CSU ausarbeiten.
Foto: Ulrich Wagner (Archiv)

Als Reaktion auf die Verwandtenaffäre im bayerischen Landtag kommt nun der frühere CSU-Chef Theo Waigel ins Spiel: Er soll einen Ehrenkodex für die Partei ausarbeiten.

Darin sollen die Verhaltensregeln für Abgeordnete und Funktionsträger der Partei festgelegt werden, berichteten Teilnehmer der CSU-Parteivorstandssitzung am Montag.

Wegen der Affäre waren CSU-Fraktionschef Georg Schmid und der Chef des Haushaltsausschusses, Georg Winter, von ihren Ämtern zurückgetreten. Das Verbot der Verwandtenbeschäftigung soll an diesem Donnerstag mit den Stimmen aller Fraktionen vom Landtag verabschiedet werden.

Seehofer greift Medien an

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer ging derweil zum Gegenangriff über. Der bayerische Ministerpräsident warf dem ZDF und anderen Medien am Montag falsche und schlampige Berichterstattung vor. "Wie wenn man auf der Treibjagd ist, und die Bluthunde wittern eine Blutspur. Da wird nicht mehr links und rechts geschaut, das ist schlimm." Er werde ab jetzt mit aller Konsequenz gegen solche Vorfälle vorgehen. "Wir lassen nicht mit uns Schlitten fahren."

Anlass der Kritik war unter anderem ein Bericht des ZDF-heute journals über Seehofers Nominierung als CSU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Die Redaktion hatte gemeldet, FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß sei aus einem CSU-Werbefilm herausgeschnitten worden - was laut CSU nicht stimmte. Moderator Claus Kleber habe dazu in einer Stellungnahme des Senders erklärt, das hätte "nicht passieren dürfen", berichtete die Süddeutsche Zeitung. dpa

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