Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Selenskyj kritisiert beschlossenen Preisdeckel für russisches Öl als zu hoch
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Wissenschaft: War es ein Meteorit oder eine Sternschnuppe?

Wissenschaft
16.11.2017

War es ein Meteorit oder eine Sternschnuppe?

Ein helles Licht war am Dienstag über Bayern zu sehen.

Viele Menschen beobachteten am Dienstagabend ein besonderes Himmelsphänomen. Was dahintersteckt

Erst leuchtete es blau und orangefarben, dann soll die Feuerkugel am Himmel über Schwaben sogar grüne Flammen geschlagen haben. Einige Menschen aus der Region haben das Phänomen um kurz vor 18 Uhr am Dienstag beobachtet – und verwundert die Polizei angerufen. Schon nach zehn Sekunden war das Spektakel vorbei. Was genau über Süddeutschland niederging, wissen Experten noch nicht genau.

Dieter Heinlein aus Augsburg ist Meteoritenforscher und Leiter des Feuerkugelnetzes am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er vermutet: „Bei der Leuchtkugel handelt es sich wohl um Überreste eines Meteors, der vollständig in der Luft zerbröselt ist.“ Anders gesagt: Es war eine besonders große Sternschnuppe. Gefallen sei sie von Osten aus Richtung Westen. „Es sieht so aus, als sei sie vom Luftraum über Würzburg aus in Richtung der Eifel geflogen.“ Astronomen gehen davon aus, dass der Himmelskörper die Größe einer Faust oder eines Fußballs hatte.

Gefährlich sei der Meteor aber nicht geworden, sagt Heinlein. „Ein Risiko sind sie nur, wenn sie mehrere Meter groß und tonnenschwer sind.“ Erreicht ein Stern die Erde in Form eines Gesteinsbrockens, sprechen Forscher von einem Meteoriten. Das sei bei dem Asteroidenrest der Fall gewesen, der im Februar 2013 in einem dünn besiedelten Gebiet im Ural niedergegangen ist.

Warum der fliegende Stern am Dienstag so hell geleuchtet hat, erklärt der Wissenschaftler so: „Er ist mit so hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eingedrungen, dass er in 100 Kilometern Höhe verglüht ist.“ Selten sei das Phänomen nicht, sagt Heinlein. In dieser Größe und Helligkeit komme es über Deutschland etwa alle zwei Monate vor. Nun habe der Meteor so viel Aufmerksamkeit erfahren, weil ihn sehr viele Menschen beobachtet haben.

Allein beim Feuerkugelnetz des DLR seien über hundert Meldungen eingegangen. „Es war einfach eine günstige Zeit und vielerorts auch gutes Wetter, um den Meteor zu beobachten“, sagt Heinlein. Andere Himmelskörper fallen tagsüber und sind überhaupt nicht zu sehen – oder mitten in der Nacht, wenn die meisten Menschen schlafen.

Astronomen vermuten, dass der Feuerschweif am Abendhimmel eine etwas zu früh gesunkene Leoniden-Sternschnuppe war. Die Ströme der Leoniden haben ihren Höhepunkt in der Nacht auf Samstag. Auch dann ist es möglich, dass wieder besonders helle Leuchtkugeln die Menschen zum Staunen bringen.

Dann sollten sich Himmelsbeobachter aber nicht an die Polizei, sondern lieber an Luft- und Raumfahrtorganisationen wenden, sagt Heinlein: „Wissenschaftler können mit den Himmelsphänomenen in der Regel mehr anfangen.“

Am besten melden aufmerksame Sternengucker ihre Beobachtungen bei Organisationen wie der Internationalen Meteoriten-Organisation (IMO) oder beim deutschen Arbeitskreis Meteore (AKM), rät Heinlein: „Würde es wirklich einmal zum Meteoriteneinschlag kommen, kann die Polizei auch nichts mehr machen. Dann ist eher der Katastrophenschutz gefragt.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.