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Bevölkerungsentwicklung

02.01.2021

Wo die Einwohnerzahl in Bayern boomt - und wo sie schrumpft

Die Bevölkerung in Bayern und Schwaben wächst, doch es gibt große regionale Unterschiede.
Bild: Silvio Wyszengrad (Symbolbild)

Plus Bis 2039 wächst die Zahl der in Bayern lebenden Menschen auf mehr als 13,5 Millionen. Wie sich die Regionen verändern.

Der Freistaat Bayern ist eines der wirtschaftlich stärksten, wenn nicht das stärkte Bundesland Deutschlands. Das sorgt für Zuzug - aus dem In- wie dem Ausland. Das Statische Landesamt geht davon aus, dass Bayern weiter wächst, um 424.000 Einwohner bis 2039. Dann würden in Bayern 13,55 Millionen Menschen leben. Bezogen auf das Jahr 2019 wäre das ein Wachstum um 3,2 Prozent. 2020 war das Wachstum bedingt durch die Corona-Pandemie gering ausgefallen. Bis 2022 soll die Bevölkerung zügig auf 13,2 Millionen Bürger wachsen, danach verlangsamt sich die Zunahme auf rund 20.000 Menschen pro Jahr.

Manche Regionen wachsen, andere schrumpfen stark

Bei der Bevölkerungsentwicklung jedoch gibt es gravierende regionale Unterschiede. Während die Zahl der Bürger im nordbayerischen Landkreis Kronach um 11,5 Prozent schrumpfen wird, nimmt die Bevölkerung im oberbayerischen Landkreis Ebersberg zu. Allgemein zeigt sich in Oberbayern eine starke Zunahme, in Ober- und Unterfranken eine deutliche Abnahme der Einwohnerzahl. Generell wachsen größere Städte und umliegende Landkreise eher, während die Bevölkerung in ländlichen Gebieten eher weniger stark zunimmt oder sogar abnimmt, so die Analyse des Landesamts.

In Schwaben sind entsprechende Extremwerte nicht zu finden. Der Landkreis Augsburg wächst mit 7,6 Prozent am stärksten, der Landkreis Dillingen mit 0,7 Prozent am schwächsten - aber kein Kreis und keine Stadt in der Region schrumpft. Die Stadt Augsburg wächst mit 5,6 Prozent deutlich auf 313.300 Einwohner im Jahr 2039. Insgesamt wächst Schwaben um 4,8 Prozent und liegt damit deutlich über dem bayerischen Schnitt von 3,2 Prozent.

Bayerns Bevölkerung wird immer älter

Bayern wird aber nicht nur immer bevölkerungsreicher, sondern auch - dem allgemeinen Trend entsprechend - immer älter. Derzeit ist der durchschnittliche Bayer 43,9 Jahre alt. 2039 wird das mittlere Alter bei 45,9 Jahren liegen. Die Zahl der Senioren über 65 Jahren wächst in diesem Zeitraum von 2,7 Millionen auf 3,58 Millionen. Diese Entwicklung wird man dem Statistischen Landesamt zufolge in allen bayerischen Regionen beobachten.

Diese Analyse sei wichtig für die Planungen von Staat, Kommunen und Wirtschaft, betont die Vizepräsidentin des Bayerischen Landesamts für Statistik, Anna Staudhammer. „Die der Vorausberechnung zugrundeliegende Bevölkerungsstatistik bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Veränderungen wie die zurückgegangenen Wanderungsbewegungen während der Corona-Pandemie zeitnah sichtbar zu machen." Das Jahr 2020 habe gezeigt, wie wichtig solche aktuellen Statistiken auch außerhalb der Bevölkerungsfortschreibung seien.

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